Bahntrassenradeln in Hessen

HE 1 westlich der Lahn
HE 2 zw. Lahn und Fulda
HE 3 östlich der Fulda
HE 4 südlich des Mains
In Hessen wurden 2003 mehrere hochinteressante Bahntrassenradwege fertig gestellt, darunter der mit ca. 65 km längste Bahntrassenweg Deutschlands (Normalspur): Der Vulkan-Radweg belebt die Trasse der ehemaligen Oberwaldbahn zwischen Lauterbach und Glauburg wieder. Der Mitte Oktober eröffnete Milseburg-Radweg bezieht den knapp 1,2 km langen Milseburg-Tunnel mit ein und schafft so eine angenehm zu fahrende Verbindung von Fulda in die Rhön nach Hilders bzw. Tann. Im April 2007 folgte der Kegelspiel-Radweg bei Hünfeld. Neben anderen Wegen, die über größere Entfernungen verlaufen, findet man einige kürzere Abschnitte, die Teilstücke hessischer Radfernwege sind.
Nach diesen ersten Erfolgen hat die Tourismusförderung Hessens Bahntrassenradwege als wichtiges Instrument der Regionalentwicklung entdeckt, mit der Folge dass das Netz um weitere Strecken erweitert wurde: 2013 wurden gleich zwei größere Vorhaben abgeschlossen und der Bahntrassenweg zwischen Oberaula und Treysa sowie der Ederseebahn-Radweg zwischen Korbach und Edertal-Buhlen eigeweiht. Aber auch Rückschläge gibt es: Im Sommer 2006 wurden Planungen zu einem Radweg zwischen Laubach und Freienseen gekippt – eine Entscheidung, die zurzeit zumindest teilweise mühsam wieder korrigiert wird.

Geodaten-Gesamtdatei:   gdb    gpx    ovl

Übersichtskarte: Radwege auf stillgelegten Eisenbahnstrecken in Hessen
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blaugrün: geplante Bahntrassenwege

Summary – With the completion of several very interesting rail-trails in 2003 Hessen (Hesse) has become an important destination for cyclists using rail heritage: The Vulkan-Radweg in the Vogelsberg area following the trackbed of the former Oberwaldbahn is the longest rail-trail (normal gauge) in Germany. Not far away from this trail you can bike the Milseburg-Radweg which starts near Fulda. The Milseburg tunnel (approx. 1,2 km) is the longest old railway tunnel open as part of a German rail-trail. There are many shorter rail-trails, and some of them are part of the Hessian long-distance cycle network. Construction of trails is going on: The Kegelspiel-Radweg near Hünfeld was completed in 2007, the trails from Oberaula to Treysa and from Korbach to Edertal-Buhlen in 2013.

Der BahnRadweg Hessen verbindet mehrere der großen Bahntrassenwege des Landes zu einem Rundkurs in Form einer Acht: www.bahnradweg-hessen.de
Der Bahntrassenanteil beträgt dabei rund 45 % (ca. 110 von 245 km), die Lückenschlüsse erfolgen weitgehend über bereits vorhandene Radfernwege, an einigen Stellen wurden Wege neu gebaut. Zusätzlich zur bekannten landesweiten Wegweisung wurden an markanten Punkten Entfernungstafeln ab Bad Hersfeld installiert. Die eingebundenen Bahntrassenwege sind:

HE 2.10 Vulkanradweg    HE 2.09 Bad Salzschlirf – Schlitz
HE 2.11 Südbahnradweg    HE 3.05 Milseburgradweg
HE 3.06 Ulsterradweg    HE 3.03 Soltalradweg


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HE 1: westlich der Lahn
HE 1.01 Breidenbach – Niedereisenhausen (ehem. Schelde-Lahn-Bahn)
Schöner, aber kurzer Bahntrassenweg, der im Wesentlichen als zwischenörtliche Verbindung zwischen Breidenbach und Wolzhausen sowie zwischen Quotshausen und Niedereisenhausen fungiert. Bei Breidenbach sind knapp 500 m Teil des hessischen Radfernwegs R 8.
Streckenlänge (einfach): ca. 7,5 km (davon ca. 4,8 km auf der ehem. Bahntrasse)
bei Quotshausen sind weitere 300 m befahrbar, aber nicht Teil des Radwegs
Höhenprofil: s. l. St. von Breidenbach (320 m ü. NN) nach Niedereisenhausen (360 m)
Oberfläche:

wg. (Breidenbach – Wolzhausen), asph. (Quotshausen – Niedereisenhausen)

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; seit Frühjahr 2005 ist der Weg Teil des Seenradwegs und damit auch wegweisend beschildert, Bei Breidenbach zwischen Bahnhofstraße und der Bundesstraße Beschilderung als R 8
Eisenbahnstrecke: 3721 ("Scheldetalbahn") / Dillenburg – Wallau (Lahn); 32 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. März 1872 (Dillenburg – Oberscheld, zunächst bis zum Hochofen, ab1. März 1896 bis Oberscheld Ort), 1. Mai 1896 (Oberscheld Ort – Nicolausstollen), 1. Mai 1911 (Nicolausstollen – Wallau)
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. Mai 1987 (Pv), schrittweiser Rückzug des Gv bis ca. 1993
Eröffnung des Radwegs:
Messtischblätter: 5016, 5116*, 5216
Route: Breidenbach – Wolzhausen – Quotshausen – Niedereisenhausen.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Scheldetalbahn
27.06.2013 -
HE 1.02 Herborn-Burg – Mittenaar-Offenbach
Die Aar-Salzböde-Bahn hatte einige Berühmtheit erlangt, als gleich mehrere Kilometer Gleis der stillliegenden Strecke gestohlen wurden. Der Bahntrassenweg ist bei weitem nicht so spektakulär und verläuft immer wieder neben der Trasse.
Streckenlänge (einfach): ca. 9,9 km (davon ca. 3,2 km auf der ehem. Bahntrasse) und weitere 0,8 km abseits der beschriebenen Route
Zwischen dem Friedhof und dem ehem. Bahnhof Eisemroth (Siegbach) sind rund 0,8 zu einem geschotterten Fußweg hergerichtet worden.
Oberfläche:

bei Burg wg., sonst asph.

Eisenbahnstrecke: 3953 (Aar-Salzböde-Bahn) / Niederwalgern – Herborn; 43 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 12. Mai 1894 (Niederwalgern – Weidenhausen), 15. Juli 1901 (Weidenhausen – Hartenrod), 1. August 1902 (Hartenrod – Herborn)
Stilllegung der Bahnstrecke: 27. Mai 1995 (Pv Niederwalgern – Hartenrod), 9. Juni 2001 (Gv Gesamtstrecke); die Strecke hat 2006 traurige Berühmtheit erlangt, als mehrere Kilometer Gleise entwendet wurden
Eröffnung des Radwegs:
  • Frühjahr 2007: Burg – Seelbach
  • November 2010: Seelbach – Ballersbach
Radwegebau:

Im Rahmen des Baus der Umgehungsstraße Burg – Seelbach (B 255), die im April 2009 eröffnet wurde, wurde der Radweg zwischen der B 277 und der Kläranlage Seelbach auf und im weiteren Verlauf bis zum Dernbacher Weg neben die alte Bahntrasse verlagert; im November 2010 weitere 2,4 km in Richtung Ballersbach asphaltiert, die zum Teil ebenfalls auf der Trasse verlaufen.

Messtischblätter: 5215, 5315, 5316*
Route: Herborn-Burg – Seelbach – Ballersbach – Mittenaar-Offenbach.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Aar-Salzböde-Bahn
27.04.2015 -
HE 1.04 Leun-Biskirchen – Greifenstein-Beilstein
Einer jener Träume, von denen am Anfang nicht klar ist, in wie weit sie in die Realität überführt werden können und die dann doch Stückchen für Stückchen zu etwas Tollem heranwachsen. Jetzt fehlen nur noch kurze Stücke, dann lässt sich das Ulmtal fast komplett abseits der Straßen von der Lahn bis Beilstein erkunden.
Streckenlänge (einfach): ca. 8,6 km (davon ca. 6,6 km auf der ehem. Bahntrasse); weitere 4,6 km geplant
im (möglichen) Endausbau ca. 15 km; die Strecke soll über weitere 8 km auf Wirtschaftswegen an den R 8 östlich der Krombachtalsperre angebunden werden
Höhenprofil: l. St. von Leun-Biskirchen (140 m ü. NN) nach Allendorf (230 m) mit stärkeren Steigungen an beiden Enden des Bahntrassenwegs am Outdoor-Zentrum und bei Allendorf
Oberfläche:

asph. (Breite 2,5 m)

Status / Beschilderung: Bahntrasse: kombinierter Fuß-/Radweg; isolierte Wegweisung im direkten Umfeld des Bahntrassenwegs
Kunstbauten: 21 Brückenbauwerke, darunter ein Viadukt
Eisenbahnstrecke: 3711 (Ulmbachtalbahn, Ulmtalbahn) / Stockhausen (Lahn) – Beilstein (Dillkr.); 15 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1921 (Stockhausen – Allendorf), 1922 (Allendorf – Beilstein)
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. Mai 1976 (Pv)
Eröffnung des Radwegs:
  • 9. Dezember 2011 (Baubeginn 26. Oktober 2010): 1. Bauabschnitt zwischen dem Outdoor-Zentrum und Allendorf
  • 2. September 2012: 2. Bauabschnitt zwischen Allendorf und Ulm
  • 2013: 3. Bauabschnitt bis Holzhausen
  • Ende 2014: provisorische Anbindung aus Leun
Radwegebau:

Um das Projekt in Richtung Leun voranzubringen hat der Betreiber des Outdoor-Zentrums 2,2 km der Trasse angepachtet und als Schotterweg befahrbar gemacht. Der Freischnitt erfolgte im Oktober 2014 in Zusammenarbeit mit einer Haigerer Schule.

Planungen:

Im Dezember 2014 stellte das Land Hessen die Fördermittel für den 2,9 km langen Abschnitt zwischen der Ulmtalsperre und Beilstein bereit (Breite 2,5 m, Asphalt; Bau: Oktober bis Ende 2015; Freigabe im Frühjahr 2016). In einem weiteren Schritt soll dann die Lücke zwischen Holzhausen und der Ulmtalsperre geschlossen werden. [Januar 2016]

Besonderheiten:

Im Juni 2016 wurde auf dem südlichsten, provisorisch ausgebauten Abschnitt eine Brücke gesperrt, sodass hier wieder auf die Straße ausgewichen werden muss [Juni 2016]

Messtischblätter: 5315*, 5415*
Route: südl. Allendorf – Holzhausen.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Ulmtalbahn
18.01.2016 -
HE 1.05 Kerkerbachtal-Radweg: Mengerskirchen – Runkel-Kerkerbach
LogoLandschaftlich ausgesprochen schöne, manchmal etwas anstrengende Querverbindung vom R 8 bei Mengerskirchen zur Lahn (R 7) bei Runkel.
Streckenlänge (einfach): ca. 32,6 km (davon ca. 10,9 km auf der ehem. Bahntrasse) und weitere 0,5 km abseits der beschriebenen Route
Höhenprofil: Da nur wenige Abschnitte der Kerkerbachtalbahn ausgebaut sind täuscht die Betrachtung von Start- und Endhöhe etwas: Mengerskirchen 420 m ü. NN – Runkel 130 m. Es sind immer wieder bahntrassenuntypisch starke Steigungen und Gefälle zu überwinden, da sich der Radweg teilweise nur grob an der Bahntrasse orientiert.
Oberfläche:

Bahntrasse: zwei Fahrspuren aus Betonelementen (bei Fussingen), sonst asph. und wg.; Verbindungsstücke über (z. T. steinige) Wirtschaftswege und klassifizierte Straßen; seit August 2011 ist auch der grobe Schotter auf der ehem. Bahntrasse zwischen Eschenau und Kerkerbach durch eine wassergebundene Decke ersetzt.

Status / Beschilderung: Bahntrasse als Wirtschaftswege (im Gesamtverlauf des Kerkerbachtalbahn-Radwegs fehlen an einigen Stellen die Rad-Freigaben), Verbindungsstücke über Wirtschaftswege und Kreis- und Landesstraßen; die Wegweisung wurde 2009 grundlegend überarbeitet und entspricht jetzt dem landesweiten Standard. Mit der Neubeschilderung ist es bei Runkel zur Zusammenlegung der Rad- und Wandervarianten des Kerkerbachtalwegs gekommen.
Eisenbahnstrecke: Kerkerbachbahn / Kerkerbach – Mengerskirchen; 35 km (1000 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1888 (Runkel – Heckholzhausen); 1905 (– Hintermeilingen); 1908 (– Mengerskirchen)
Stilllegung der Bahnstrecke: 1920 (Hintermeilingen – Mengerskirchen); 1960 (Kerkerbach – Hintermeilingen)
Eröffnung des Radwegs:
  • 5. August 2011: offizielle Eröffnung des südlichsten Teils der Strecke zwischen Eschenau und Runkel-Kerkerbach
Planungen:

Im Bereich Steeden / Dehrn ist neben dem Ausbau eines knapp 400 m langen Abschnitts des Leinpfades entlang der Lahn ein kurzer Bahntrassenweg geplant. [Mai 2011]

Messtischblätter: 5414, 5514, 5515
Route: Mengerskirchen – Rückershausen – Waldernbach – Fussingen – Hintermeilingen – Heckholzhausen – Am Bahnhof – Christianshütte – Eschenau – Runkel-Kerkerbach.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Kerkerbachbahn
www.kerkerbachbahn.de
Externe Links (Radweg): Natur- und Wanderfreunde Mengerskirchen 1990 e.V.
www.weilburg-lahn.info
20.07.2014 -

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HE 2: zw. Lahn und Fulda
HE 2.01 Carlsbahn: Bad Karlshafen – Trendelburg (Diemeltal)
Im dem untersten Stück des Diemeltals verläuft der HR 4 auf der ehem. Friedrich-Wilhelm-Nordbahn. Landschaftlich sehr schön, die Wegebeschaffenheit könnte teilweise besser sein.
Streckenlänge (einfach): ca. 19,4 km (davon ca. 9,3 km auf der ehem. Bahntrasse) und weitere 0,7 km abseits der beschriebenen Route
Höhenprofil: s. l. St. von Bad Karlshafen (105 m ü. NN) nach Hümme (140 m); südlich des Deiseler Tunnel kurze steilere Stücke
Oberfläche:

wg., teilw. steinig

Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; bis auf Anbindung des Bf Hümme Wegweisung als Teil des hessischen Radfernwegs R 4
Kunstbauten: Der bisher umfahrene Deiseler Tunnel wurde als Teil des Radwegs ausgebaut und erhält zum Schutz der Fledermäuse eine Wintersperre vom 1. November bis 1. April.
Eisenbahnstrecke: 3906 / Hofgeismar-Hümme – Bad Karlshafen linkes Ufer; 16 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 30. Mai 1848 als Friedrich-Wilhelms-Nordbahn (Karlshafen – Hümme)
Stilllegung der Bahnstrecke: 24. September 1966
Eröffnung des Radwegs:
  • 12. September 2014: Öffnung des Deiseler Tunnels
Radwegebau:

In einer studentischen Projektarbeit "Industriekultur in Nordhessen – Wandeln auf historischen Pfaden" wurde von Herbst 2006 bis Sommer 2007 an der Universität Kassel eine Bestandsaufnahme der Relikte von Carlskanal und Carlsbahn durchgeführt. Darauf aufbauend wurde eine "Carlsroute" entwickelt, die beide technische Denkmäler besser touristisch erschließt und auch den Deiseler Tunnel mit in den Weg einbezieht. Aus Naturschutzgründen (FFH) blieb eine Tunnelöffnung zunächst verwehrt, konnte dann aber doch erfolgen, indem das Südportal über einen kurzen Verbindungsweg an den bisherigen Radweg angebunden wurde. Die Arbeiten am Tunnel wurden zwischen Mai und September 2014 durchgeführt.

Messtischblätter: 4322, 4422
Route: Bad Karlshafen – Helmarshausen – Wülmersen – Trendelburg – Hümme.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Carlsbahn
22.06.2015 -
NW 5.09 Warburg – Welda
  Siehe unter Nordrhein-Westfalen: NW 5.09.
NW 3.32 Marsberg-Bredelar – Grube Martenberg (Besucherbergwerk Grube Christiane)
  Siehe unter Nordrhein-Westfalen: NW 3.32.
HE 2.02 Edermünde-Grifte – Gudensberg
Schöner, sanft aus dem Edertal ansteigender Radweg auf der Kleinbahntrasse nach Gudensberg, der nahezu die gesamte Länge des Bahndamms ausnutzt.
Streckenlänge (einfach): ca. 11 km (davon ca. 6,2 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: langgez. l. St. von Edermünde-Grifte (160 m ü. NN) nach Gudensberg (230 m)
Oberfläche:

asph. (in Gudensberg) und wg. (in Edermünde)

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; regionale Wegweisung (R 10 / Ederauenradweg zw. Grifte und Haldorf, R 21 / Chattengauweg zw. Dissen und Gudensberg)
Eisenbahnstrecke: 3940 (Kleinbahn Grifte-Gudensberg) / Grifte – Gudensberg; 8 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 15. Juli 1899
Stilllegung der Bahnstrecke: 28. November 1953 (Pv), 31. Januar 1979 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Messtischblätter: 4722, 4822
Route: Edermünde-Grifte – Haldorf – Dissen – Gudensberg.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Grifte–Gudensberg
27.06.2013 -
HE 2.02a Nassenerfurth – Dilich
Streckenlänge (einfach): ca. 2,8 km
Oberfläche:

älterer Asphalt (Breite: 1,6-1,8 m)

Eröffnung des Radwegs:
Messtischblatt: 4921*
Route: Nassenerfurth – Dilich.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Borkener Braunkohlerevier
03.07.2016 -
HE 2.03 Ederseebahn-Radweg: Korbach – Edertal-Buhlen
Jetzt ist er komplett: Zwischen dem Ortsausgang Korbach und dem ehem. Bf Buhlen kann der vollständig auf der Trasse verlaufenden Ederseebahn-Radweg in Gänze beradelt werden. Lediglich am östlichen Ende wünschte man sich eine Fortführung mindestens bis Bergheim, da der Anstieg von Affolderen zum Beginn des Bahntrassenwegs einen Teil der typischen Bahntrassenwege-Zielgruppen abschrecken dürfte.
Streckenlänge (einfach): ca. 27,8 km (davon ca. 26 km auf der ehem. Bahntrasse)
Oberfläche:

asph. (Breite: 2,25 m)

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; an den Enden wurden die hessischen Radfernwege R 5 und R 6 abschnittweise auf die Trasse gelegt und sind dort bereits wegweisend beschildert.
Kunstbauten: Meineringhäuser Tunnel (75 m), Sachsenhäuser Tunnel (65 m); mehrere Brücken (darunter das sehenswerte Reiherbachviadukt; die Brücke über die B 251 zwischen Höringhausen und Sachsenhausen, die eine Engstelle für die Bundesstraße darstellte, wurde durch einen Neubau für den Radweg ersetzt)
Eisenbahnstrecke: 3944 ("Ederseebahn") / Wega – Korbach – Brilon Wald; 70 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Februar 1909 (Wega – Buhlen), 1. Mai 1911 (Buhlen – Waldeck), 1. Juni 1912 (Waldeck – Korbach)
Stilllegung der Bahnstrecke: 27. Mai 1995 (Pv Bergheim-Giflitz – Korbach)
Eröffnung des Radwegs:
  • Oktober 2008: Korbach – Meineringhausen
  • Juni 2009: Meineringhausen – Höringhausen
  • 21. April 2013: feierliche Eröffnung des Gesamtwegs
Radwegebau:

Seit September 2012 ist der Radweg komplett befahrbar, die feierliche Eröffnung fand am 21. April 2013 statt. Der Weg wurde aus Mitteln für Straßen des Bundes finanziert. Nach der Sanierung der ersten Brückenbauwerke in 2007 und dem Rückbau der Schienen im Frühjahr 2008 wurde der Bau des eigentlichen Radwegs in fünf Bauabschnitten mit dem Ersten Spatenstich am 25. Juli 2008 begonnen.

Zwischen dem 12. Oktober und dem 18. Dezember 2015 wurden zur Anbindung nach Affolderen ein vorhandener Wirtschaftsweg auf 350 m Länge ausgebaut.

Planungen:

In Edersee-Bergheim wurde im September 2012 ein Ausbau der Brücke über die Eder diskutiert. [September 2012]

Messtischblätter: 4719, 4720*, 4820
Route: Korbach – Meineringhausen – Höringhausen – Sachsenhausen – Netze – Waldeck – Edertal-Buhlen.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Wabern–Brilon Wald
Externe Links (Radweg): Wikipedia: Ederseebahn-Radweg
Wikivoyage: Ederseebahn-Radweg
12.01.2016 -
NW 4.27 Bad Berleburg-Raumland – Beddelhausen
  Zum weiteren Ausbau des Ederauenradweg zwischen Beddelhausen und Dodenau: NW 4.27.
NW 4.28 Winterberg – Allendorf
  Zur Verlängerung des Bahntrassenwegs Züschen – Hallenberg und Öffnung des Bromskirchener Tunnels siehe unter Nordrhein-Westfalen: NW 4.28.
HE 2.04 Marburg-Cappel – Ebsdorf (ehem. Marburger Kreisbahn)
Schöner Radweg, der im Süden Marburgs in ein Seitental der Lahn führt und 2010 endlich bis Ebsdorf weiter geführt wurde.
Streckenlänge (einfach): ca. 9,4 km (davon ca. 7,6 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: zwischen dem Bf Marburg-Süd und Ronhausen eben (180 m ü. NN), dann langgez. l. St. bis zur Stadtgrenze östl. Bortshausen (230 m) und l. Gef bis Ebsdorf (200 m)
Oberfläche:

asph.

Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; in Marburg lokale Wegweisung
Eisenbahnstrecke: Marburger Kreisbahn / Marburg Süd – Dreihausen; 17 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 5. April 1905
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. November 1956 (Pv), 1972 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
  • 24. Mai 2010 (Ebsdorf)
Radwegebau:

Seit 25 Jahren geisterten Überlegungen zur Fortführung des Bahntrassenwegs nach Ebsdorf durch den Raum. Am 5. November 2009 war der Erste Spatenstich für den Ausbau der 1,5 km langen Anschlusses, der bis März 2010 freigeschnitten und im April asphaltiert wurde. Am Pfingstmontag 2010 wurde die Strecke feierlich eröffnet.

Messtischblätter: 5218, 5219
Route: Marburg-Cappel – Ronhausen – Marburg-Bortshausen – Ebsdorf.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Marburger Kreisbahn
04.08.2014 -
HE 2.05 Rabenau – Geilshausen
Mit dem Ausbau des Lumda-Wieseck-Radweges wurde auch der kurze Bahntrassenweg zwischen Rabenau und Geilshausen asphaltiert. Annehmbare Streckenführung, Verbesserungspotential bei Wegweisung und deplatzierte Drängelgittern.
Streckenlänge (einfach): ca. 29 km (davon ca. 2,6 km auf der ehem. Bahntrasse)
Gesamtstrecke Lollar – Grünberg: ca. 29 km
Höhenprofil: s. l. St. von Rabenau (240 m ü. NN) nach Geilshausen (260 m); auf der Gesamtstrecke von Lollar (165 m) bis Grünberg (270 m) teilw. deutlich hügeliger, da der Weg nicht immer am Talboden bleibt
Oberfläche:

asph.

Status / Beschilderung: überw. Wirtschaftswege (freigeg. Z. 250); zw. Lollar und Geilshausen Wegweisung als Lumda-Wieseck-Radweg, sonst regionale Wegweisung, bei der an einigen Stellen zusätzliche Pfeilwegweiser angebracht wären
Eisenbahnstrecke: 3705 (Lumdatalbahn) / Lollar – Grünberg; 27 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. August 1896 (Londorf – Grünberg)
Stilllegung der Bahnstrecke: 25. Mai 1963 (Londorf – Grünberg)
Eröffnung des Radwegs:
  • Ausbau: 2005/2006
Messtischblatt: 5319
Route: (nicht auf Bahntrasse: Lollar – Daubringen – Treis – Allendorf – Londorf –) Rabenau-Kesselbach – Odenhausen – Geilshausen (– Lumda – Beltershain – Grünberg).
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Lumdatalbahn
www.lumdatalbahn.de (Für den Abschnitt Lollar – Londorf gibt es Reaktivierungsbemühungen.)
27.06.2013 -
HE 2.06 Grünberg – Queckborn
Auf diesem Abschnitt des hessischen Radfernwegs R 6 sind die 50 Höhenmeter von Queckborn nach Grünberg dank bahntrassentypischer Steigung kaum zu spüren.
Streckenlänge (einfach): ca. 9,3 km (davon ca. 3,6 km auf der ehem. Bahntrasse) und weitere 0,3 km abseits der beschriebenen Route
westlich von Queckborn ist ein weiterer Kilometer der Trasse befahrbar, aber nicht Teil der Radroute
Oberfläche:

wg.

Status / Beschilderung: freigeg. Wirtschaftsweg; als Hessischer Radfernweg R 6 beschildert (bis auf nördliches Endstück bei Grünberg, das nicht Teil des R 6 ist)
Eisenbahnstrecke: Butzbach-Licher Eisenbahn / Butzbach – Lich – Grünberg; 38 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. August 1909 (Lich – Grünberg)
Stilllegung der Bahnstrecke: 4. Oktober 1953 (Lich – Grünberg)
Eröffnung des Radwegs:
Messtischblatt: 5419
Route: Grünberg – Queckborn.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Butzbach-Licher Eisenbahn
15.05.2012 -
HE 2.07 Hungen – Villingen und Mücke
Bisher sind zwei Abschnitte der ehemals als strategisch bedeutsam geplanten Bahntrasse zum Radweg ausgebaut. Mit der Chance auf eine Durchbindung zu einem touristisch höchst interessanten "Vogelsberger Westbahnradweg", aber das ist eine längere Geschichte...
Streckenlänge (einfach): ca. 13 km (davon ca. 10,3 km auf der ehem. Bahntrasse)
ca. 5,6 km zwischen Hungen und der Gemarkungsgrenze zu Laubach (vollständig auf der ehem. Bahntrasse, Ausbaubreite 2,5 m) und ca. 4 km zwischen Mücke und Stockhausen (davon ca. 1,9 km auf der Trasse, z. T. als straßenbegleitender Radweg zur B 276): in Laubach ist bereits seit längerem ein sehr kurzes Stück asphaltiert
Oberfläche:

asph.; im Ortsbereich Flensungen kurz wg.

Status / Beschilderung: der zur B 276 straßenbegleitende Abschnitt ist als kombinierter Radweg ausgewiesen, die Beschilderung im Ortsbereich Flensungen ist inkonsistent (F bzw. R/F); keine Wegweisung; der neue Radweg in Hungen ist vorerst nur provisorisch beschildert (soll Teil des Radwegs "Solmser Land" werden)
Eisenbahnstrecke: 3740 / Friedberg – Beienheim – Hungen – Mücke; 49 km (1435 mm)
Abschnitt Hungen – Mücke ("Vogelsberger Westbahn"): 25 km
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Juni 1890 (Hungen – Laubach), 1. Oktober 1903 (Laubach – Mücke)
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1959 (Pv Hungen – Mücke), 1960 (Gv Laubach – Mücke), 31. Dezember 1998 (Gv Hungen – Laubach)
Eröffnung des Radwegs:
  • 7. Mai 2010 (Hungen – Villingen; vorbereitende Arbeiten ab Oktober 2009, Radwegebau: März/April 2010)
  • 27. Mai 2016: südwestlich Laubach
Radwegebau:

Die Planungen zu einem Radweg Laubach – Freienseen wurden im Juni 2006 nach der Kommunalwahl trotz eines bereits vorliegenden Bewilligungsbescheids des hessischen Verkehrsministeriums gekippt. Mit dem Bau des Hungener Radwegs gelangte man in Laubach zu der Erkenntnis, dass die Radler auch "um Laubach herumfahren könnten", sodass dieser Weg im Laufe der Jahre 2008/09 wieder verstärkt diskutiert wurde. 2011 wurden im Laubacher Haushalt Gelder für den Kauf der Trasse eingeplant; im Dezember 2011 votierte der Rat der Stadt Laubach für einen Ausbau des 2,9 km langen Abschnitts von der Stadtgrenze in Richtung Hungen bis zum Weg Röthges – Laubach in Asphaltbauweise.

Im Oktober 2015 wurde mit den vorbereitenden Maßnahmen begonnen, der Erste Spatenstich am 2. Dezember 2015 begangen. Am 27. Mai 2016 wurde der Abschnitt eröffnet.

Planungen:

In einem bei der Vorgeschichte zwischenzeitlich eher unwahrscheinlichen späteren Schritt (in Teilen der örtlichen Politik hatte es immer noch starke Widerstände auch gegen die abgespeckte Variante des Radwegs gegeben) soll die Trasse jetzt doch bis Freienseen verlängert werden. Das rund 2,5 Mio. Euro schwere Vorhaben soll bis 2019 in drei Jahresscheiben ungesetzt werden: 2017 vom jetzigen Ende am Weg nach Röthges bis Laubach, 2018 bis in den Laubacher Wald und 2019 möglichst unter Einbeziehung der kürzeren Röhre des Freienseener Tunnels bis Freienseen (Reihenfolge der Bauabschnitte wird möglicherweise getauscht). Das Vorhaben wurde im Juli 2016 mit breiter Mehrheit von der Laubacher Stadtverordnetenversammlung beschlossen, [Juli 2016]

Messtischblätter: 5320, 5419, 5420, 5519
Route: Hungen – Villingen und Stockhausen – Flensungen – Bf Mücke.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Friedberg–Mücke
Externe Links (Radweg): Laubach: Beratung und Beschlussfassung über den weiteren Ausbau des Bahnradweges Hungen - Mücke
10.07.2016 -
HE 2.07a Ober-Ofleiden (b. Homberg / Ohm) – Gemünden (in Planung)
Streckenlänge (einfach): ca. 7,5 km geplant
Oberfläche:
Kunstbauten: Die markante Eisenbahnbrücke in der Nähe der Sandmühle südlich von Homberg (Ohm) soll Teil des Radwegs werden.
Eisenbahnstrecke: 3950 / Burg- und Nieder-Gemünden – Kirchhain; 20 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. April 1900 (Nieder Ofleiden – Kirchhain), 1. April 1901 (Burg- und Nieder-Gemünden – Nieder Ofleiden)
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1980 (Pv), der Abschnitt Burg- und Nieder-Gemünden – Homberg ist größtenteils abgebaut, auf dem Nordteil findet Gv statt
Eröffnung des Radwegs: geplant
Planungen:

Das Vorhaben der Stadt Homberg zum Ausbau der Trasse als Radwanderstrecke stieß nach einer Aussage von Regierungspräsident Wilfried Schmied im Mai 2009 auf "Probleme aus bahntechnischer und naturschützerischer Sicht". Im März 2010 kam daher relativ unerwartet die Meldung, dass ein Teil des R 6 zwischen Homberg und Ober-Ofleiden doch neu trassiert und auf die alte Bahnstrecke verlegt werden solle und bereits mit dem Freischnitt begonnen worden sei. An dieser Stelle wurde nochmals bestätigt, dass auch die Brücke bei Homberg Teil des Radwegs werden solle. Der als kurz bevorstehend angekündigte Kauf wurde allerdings erst Ende 2014 vollzogen. Eine Kostenschätzung für den 10 km langen Radweg, der in einem Zeitrahmen von etwa fünf Jahren entstehen könnte, geht von 4,3 Mio. Euro aus. Der Bau soll von Nieder-Ofleiden aus mit einem ersten rund 3 km langen Abschnitt beginnen und nach zwei weiteren Bauabschnitten Gemünden erreichen. Der Baubeginn für den ersten Abschnitt ist für das Frühjahr 2016 angekündigt. [Februar 2016]

Messtischblätter: 5219, 5220, 5320
Route: (geplant: Ober-Ofleiden (b. Homberg / Ohm) – Gemünden).
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Kirchhain–Burg- und Nieder-Gemünden
16.03.2016 -
HE 2.08 Bahnradweg Rotkäppchenland: Schwalmstadt-Treysa – Oberaula
Der Radweg Oberaula – Treysa überzeugt durch eine attraktive Strecke und gute Lösungen an den Querwegen und -straßen. Der Top-Bahntrassenweg auf dieser wichtigen Ost-West-Verbindungen wurde 2013 mit dem dritten Bauabschnitt komplettiert.
Streckenlänge (einfach): ca. 35,9 km (davon ca. 34,2 km auf der ehem. Bahntrasse)
Die östlich anschließende Strecke Oberaula – Kirchheim verläuft neben der Trasse.
Höhenprofil: langgez. s. l. St. von Treysa (220 m ü. NN) über Riebelsdorf (235 m) nach Oberrode (420 m) und langgez. l. Gef. nach Wahlshausen (320 m)
Oberfläche:

asph., 3 m breit

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; Radwegweisung gemäß landesweitem Standard; die Strecke ist zwischen Loshausen und Wahlshausen Teil der D-Route D 4 / Mittellandroute
Eisenbahnstrecke: 3810 ("Knüllwaldbahn") / Bad Hersfeld – Niederaula – Treysa; 62 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Mai 1906 (Bad Hersfeld – Oberaula), 31. Juli 1907 (Oberaula – Treysa)
Stilllegung der Bahnstrecke: 22. August 1977 (Pv Niederaula – Oberaula), 1. Juni 1984 (Pv Oberaula – Treysa), 1984/85 (Gv Niederaula – Oberaula), 1995 (Gv Oberaula – Treysa)
Eröffnung des Radwegs:
  • 6. April 2008: offizielle Eröffnung des ersten Bauabschnitts Neukirchen-Riebelsdorf – Ottrau-Kleinropperhausen (Erster Spatenstich am 21. Mai 2007)
  • 24. September 2009: feierliche Verkehrsübergabe des zweiten Bauabschnitts von Ottrau-Kleinropperhausen bis Oberaula-Wahlshausen (Erster Spatenstich: 6. Oktober 2008)
  • 26. Mai 2013: dritter Bauabschnitt von Treysa nach Riebelsdorf (Brückensanierung ab April 2011, Wegebau ab Juni 2012)
Messtischblätter: 5021, 5121, 5122, 5123
Route: Schwalmstadt/Treysa – Loshausen – Neukirchen – Nausis – Ottrau – Görzhain – Weißenborn – Hausen – Oberaula – Wahlshausen.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Bad Hersfeld–Treysa
Externe Links (Radweg): Wikivoyage: Bahnradweg Rotkäppchenland
22.06.2015 -
HE 2.09 Bad Salzschlirf – Schlitz – Niederjossa
Zwischen Bad Salzschlirf und Schlitz liegt dieser idyllische Bahntrassenradweg, der als Teil des R 7a und seit 2008 auch des Vulkanradwegs zum hessischen Radfernwegenetz gehört.
Streckenlänge (einfach): ca. 23,7 km (davon ca. 10,8 km auf der ehem. Bahntrasse)
Bad Salzschlirf – Schlitz; weitere Teilstücke auf der Bahntrasse: Hutzdorf – Queck (3,0 km), Unter-Wegfurth – Ober-Wegfurth (1,0 km) und südlich Niederjossa (0,3 km); die beiden zuletzt genannten sind nicht Teil des R 7a
zwischen Schlitz und Hutzdorf ist die Trasse teilw. überbaut; bei Queck ist der Damm abgetragen
Höhenprofil: Gef. vom Bahnhof Bad Salzschlirf (270 m ü. NN) bis zur Lauterbrücke (240 m); dann min. Gef. bis Queck (220 m)
Oberfläche:

asph. (Breite: 2,5 m); bei Niederjossa: wg.

Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; Wegweisung als Teil des R 7a, in Pfeilwegweisern zw. der Bahnbrücke in Bad Salzschlirf und der Fulda Einschübe Vulkan-Radweg
Eisenbahnstrecke: 3812 / Bad Salzschlirf – Niederjossa; 23 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 30. September 1898 (Bad Salzschlirf – Schlitz); 10. November 1914 (Schlitz – Niederjossa)
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. Mai 1964 (Pv), 1973/1974 (Gv Schlitz – Niederjossa), 23. September 1989 (Gv Bad Salzschlirf – Schlitz)
Eröffnung des Radwegs:
  • Anfang der 1990er Jahre: Ober-Wegfurth – Unter-Wegfurth
  • 22. Oktober 1999: Bad Salzschlirf – Bernshausen
  • 10. März 2002: Bernshausen – Schlitz
Radwegebau:

Der Radweg entlang der Fulda zwischen Ober- und Unter-Wegfurth wurde Anfang der 1990er Jahre gebaut und auch der Abschnitt von Hutzdorf nach Queck dürfte in dieser Zeit anzusiedeln sein. Zwischen Queck und Ober-Wegfurth wurde die Trasse veräußert und steht daher nicht für einen Radweg zur Verfügung, der Bereich kann aber leicht auf verkehrsarmen Wegen umfahren werden. Nördlich von Unter-Wegfurth wurde 2005 ein kombinierter Rad- und Wirtschaftsweg parallel zum Bahndamm ausgebaut und seit Anfang 2006 sind die Stücke so verbunden, dass in Unter-Wegfurth nicht mehr auf der Straße gefahren werden muss.

Dem bereits 1993 von der Stadt Schlitz beantragten Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Bad Salzschlirf und Bernshausen schienen zunächst Naturschutzbedenken entgegenzustehen, die im November 1998 durch die Vermittlung des Regierungspräsidenten ausgeräumt werden konnten. Die Kosten wurden mit 485.00 DM veranschlagt, von denen 450.000 DM mit dem Bewilligungsbescheid vom 30. März 1999 als förderfähig anerkannt wurden. Die Förderquote lag bei 75 % (Land Hessen: FAG-Mittel). Der 4,1 km lange Weg (3,3 km Schlitz / 0,8 km Bad Salzschlirf) wurde ab Juni 1999 unter Federführung der Stadt Schlitz gebaut, Ende August asphaltiert und am 22. Oktober 1999 in Bernshausen feierlich eingeweiht.

Bereits mit der Planung des Radwegestücks von Bad Salzschlirf nach Bernshausen kam die Forderung nach Verlängerung um 2,2 km nach Schlitz auf. Die Kosten lagen hier wegen zweier größerer Brücken bei geplanten 580.000 DM (533.600 DM förderfähig, Förderquote ebenfalls 75 %; Bewilligung am 7. Dezember 2000). Parallel zu den Brückensanierungen wurde im Juni 2001 die Asphaltschicht aufgebracht. Feierlich eröffnet wurde dieser Radweg am 10. März 2002.

Messtischblätter: 5223*, 5323(*)
Route: Bad Salzschlirf – Bernshausen – Schlitz – Hutzdorf – Queck.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Bad Salzschlirf–Niederjossa
08.09.2014 -
HE 2.10 Vulkanradweg: Abschnitt Lauterbach – Altenstadt-Höchst (ehem. Oberwaldbahn)
LogoBahntrassenradeln par excellence: Der Vulkanradweg auf der Trasse der alten Oberwaldbahn ist nicht nur einer der längsten, sondern auch einer der schönsten Bahntrassenradwege in Deutschland. Mit geringen, wenn auch lang anhaltenden Steigungen macht er die Vogelsbergregion für breite Radlerkreise attraktiv und wird dank guter Rahmenbedingungen wie Bahnanbindung oder streckenbegleitendem Radbus hervorragend angenommen.
Synonyme: andere Schreibung: Vulkan-Radweg
Streckenlänge (einfach): ca. 68 km (davon ca. 52 km auf der ehem. Bahntrasse)
Lauterbach – Glauberg; nicht ausgebaut wurden kurze Stücke an den ehem. Bahnhöfen Herbstein und Hartmannshain, bei Oberwald, in Ober-Seemen und Gedern sowie zwischen Lißberg und Ortenberg; in Lauterbach beginnt der Bahntrassenweg südlich der Stadt knapp 3 km vom Bf Lauterbach Nord entfernt
Höhenprofil: langgez. St. von Lauterbach (280 m ü. NN) nach Hartmannshain (580 m), dann langgez. Gef. bis Stockheim (130 m)
Oberfläche:

asph. (Breite 2,5 m)

Status / Beschilderung: im Vogelsbergkreis kombinierter Fuß-/Radweg (an Querwegen und -straßen unglücklich "Fuß-/Radweg Ende"); im Wetteraukreis Zeichen 260 und freigeg. Z. 250; Wegweisung mit Streckenlogo und Kilometerangaben. Inzwischen wurde auch die Anbindung von der Fulda nach Lauterbach (siehe HE 2.09) mit dem Logo des Vulkan-Radwegs versehen.
Im Vogelsbergkreis stehen alle 500 m Schilder mit Ortsangabe und laufenden km (ab Lauterbach); mit diesen Angaben können die Rettungsdienste rasch an Unfallorte gelotst werden.
zahlreiche Drängelgitter und Pfostensperren trüben das ansonsten sehr positive Bild des Vulkan-Radwegs. Gerade die Poller haben sich zu einem brisanten Unfallschwerpunkt mit z. T. lebensgefährlichen Verletzungen entwickelt. (vgl. "Drängelgitter")
Eisenbahnstrecke: 3745 ("Niddertalbahn" bzw. "Oberwaldbahn") / Bad Vilbel – Nidderau – Glauburg-Stockheim – Hartmannshain – Lauterbach (Hess.); 96 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Oktober 1888 (Stockheim – Gedern); 31. Januar 1901 (Grebenhain – Lauterbach); April 1906 (Gedern – Grebenhain)
Stilllegung der Bahnstrecke: September 1975 (Pv); Stilllegung 1994 (Vogelsbergkreis); 70er Jahre (Wetteraukreis)
Eröffnung des Radwegs:
  • 1. Mai 2000: Lauterbach – Grebenhain-Bermuthshain)
  • 1. Mai 2001: Grebenhain-Bermuthshain – Grebenhain-Hartmannshain
  • 1. Mai 2002: Gedern (südwestl. Ortsausgang) – Ortenberg-Selters (K 218)
  • 1. Juni 2003: Ortenberg-Selters – Glauburg-Glauberg
  • 23. April 2006: Glauburg-Glauberg – Altenstadt-Höchst (keine ehem. Bahntrasse)
Radwegebau:

Die Kosten für die im Mai 2000 und 2001 eröffneten ersten beiden Bauabschnitte im Vogelsbergkreis betrugen 3,2 Mio. DM (Lauterbach – Grebenhain-Bermuthshain) und 550.000 DM (Grebenhain-Bermuthshain – Hartmannshain). Die Förderquote lag bei 70 % bzw. 75 % durch das Land Hessen, der Restbetrag wurde auf die im "Zweckverband Radweg Oberwaldbahn" zusammengeschlossenen Kommunen Lauterbach, Herbstein und Grebenhain aufgeteilt. Der Vogelsbergkreis ist nicht Mitglied des Zweckverbands, beteiligt sich aber mit einem gedeckelten Betrag an den Unterhaltungskosten. Der Verband wurde später zum "Zweckverband Vulkanradweg" erweitert.

Für den ersten Abschnitt im Wetteraukreis von Gedern nach Selters wies der ursprüngliche Zuwendungsbescheid Investitionskosten von 2,84 Mio. DM bei einer Förderquote von 75 % FAG-Mitteln aus. Dieser Bauabschnitt wurde ab Herbst 2001 gebaut und am 1. Mai 2002 eröffnet. Der erste Spatenstich für den Abschnitt von Hartmannshain nach Gedern mit dem Lückenschluss über die Kreisgrenze wurde Mitte März 2003 gesetzt, wobei im Bereich Ober-Seemen die ehem. Bahntrasse infolge des Konkurses des Sägewerkes nicht erworben und ausgebaut werden konnte. Aufgrund der sich inzwischen abzeichnenden großen Bedeutung des Vulkanradwegs wurde die Förderquote für die insgesamt 35,4 km lange Gesamtstrecke von Hartmannshain nach Glauburg (Bahntrassenanteil: 25 km) auf 80 % erhöht. Mit der feierlichen Eröffnung am 1. Juni 2003 war der gesamte Oberwaldbahn-Abschnitt des Vulkanradwegs von Lauterbach bis Glauburg fertig gestellt.

Im April 2006 wurde das Südende um weitere 10 km nach Altenstadt und 2008 bis zum Main verlängert. Seit 2008 ist auch der Schlitzer Bahntrassenweg (HE 2.09) als Teil des Vulkan-Radwegs beschildert.

Besonderheiten: Radbus: Vogelsberger Vulkan-Express Schlitz – Lauterbach – Herodeskopf – Hartmannshain – Grebenhain (VB-90, an Wochenenden und feiertags vom 1. Mai bis zum letzten Sonntag im Oktober): www.vgo.de
Veranstaltungen: Vogelsberger Vulkanfest am 1. Mai 2016 (Saisoneröffnung der Vulkan-Express-Radbusse)
Messtischblätter: 5322, 5421, 5422, 5520, 5521, 5522, 5620
Route: Lauterbach (Bf) – Eisenbach – ehem. Bf Rixfeld – Herbstein – Ilbeshausen – ehem. Bf Nösberts-Weidmoos – Vaitshain – Grebenhain – Crainfeld – Oberwald – Hartmannshain – Ober-Seemen – Gedern – Merkenfritz – Hirzenhain – Lißberg – Ortenberg – Selters – Stockheim (Bf) – Glauberg (Bf) – Enzheim – Lindheim – Altenstadt-Höchst.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Oberwaldbahn
Externe Links (Radweg): www.vulkanradweg.de
Flyer Vulkanradweg 2013
Wikivoyage: Vulkanradweg
Fotodokumentation www.bahntrassenradwege.de
19.03.2016 -
HE 2.11 Vogelsberger Südbahnradweg: Grebenhain-Hartmannshain – Wächtersbach
Etwas im Schatten des Tourismusmagneten Vulkan-Radweg bietet der Vogelsberger Südbahnradweg ein intensives Landschaftserlebnis abseits der Straßen. Da zwischen Stilllegung und Radwegebau Jahrzehnte liegen, wurden überwiegend Feldwege mit einigen bahntrassenuntypischen Steigungen ausgebaut.
Streckenlänge (einfach): ca. 34,9 km (davon ca. 2,4 km auf der ehem. Bahntrasse)
verteilt auf mehrere kurze Stücke
Höhenprofil: langgez. l. Gef. von Hartmannshain nach Wächtersbach, da die Bahntrasse nur auf wenigen Abschnitten ausgebaut wurde, sind mehrere kurze Steigungen / Gefälle bis 14 % zu bewältigen
Oberfläche:

asph.

Status / Beschilderung: überwiegend werden Wirtschaftswege benutzt (überw. Zeichen 250, z. T. fehlt die Rad-Freigabe); südlich von Hellstein: echter Bahntrassenradweg; Wegweisung durchgängig mit Schildern in der Größe von Pfeilwegweisern (nur Schriftzug "Vogelsberger Südbahnradweg", noch nicht mit Logo), die auch anstelle von Zwischenwegweisern verwendet wurden
Eisenbahnstrecke: Vogelsberger Südbahn / Wächtersbach – Hartmannshain; 31 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 29. Juni 1898 (Wächtersbach – Birstein); 24. Dezember 1934 (Birstein – Hartmannshain)
Stilllegung der Bahnstrecke: 28. September 1958 (Hartmannshain – Völzberg); 15. Juli 1959 (Völzberg – Birstein); 27. Mai 1967 (Birstein – Wächtersbach)
Eröffnung des Radwegs:
  • 19. Mai 2004: Festakt zur Eröffnung des Vogelsberger Südbahnradweges an der Lok in Birstein
Besonderheiten: Radbus: Vulkan-Express Linie VB-95: Wächtersbach – Birstein – Hartmannshain – Herodeskopf: an Wochenenden und feiertags vom 1. Mai bis zum letzten Sonntag im Oktober): www.vgo.de
Veranstaltungen: 17. Juli 2016: Vogelsberger Südbahnlauf
Messtischblätter: 5521*, 5621, 5721(*)
Route: Grebenhain-Hartmannshain (Anbindung an Vulkan-Radweg) – Lichenroth – Wüstwillenroth – Fischborn – Birstein – Brachttal-Hellstein – Schlierbach – Weilers – Neudorf – Wächtersbach (Anbindung an den hess. Radfernweg R 3).
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Vogelsberger Südbahn
Externe Links (Radweg): www.vogelsberger-suedbahnradweg.de
Fotodokumentation www.bahntrassenradwege.de
19.03.2016 -
HE 2.12 Biebergemünd-Roßbach – Bieber
Nur ein knapper Kilometer der früheren Spessartbahn ist als eigenständiger Radweg erhalten.
Streckenlänge (einfach): ca. 2,8 km (davon ca. 1 km auf der ehem. Bahntrasse)
zw. Biebergemünd-Wirtheim bis Roßbach liegt die B 276 auf der ehem. Bahntrasse, zu der parallel ein Wirtschaftsweg verläuft, der auch von Radfahrer benutzt werden kann: Gesamtstrecke Wirtheim – Bieber: 11 km
Höhenprofil: min. St. von 195 m (Roßbach) auf 215 m (Bieber)
Oberfläche:

asph.

Eisenbahnstrecke: Spessartbahn (Gelnhäuser Kreisbahn) / Gelnhausen – Lochborn; 24 km (900 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 4. August 1885 (als Grubenbahn), Pv ab 15. Dezember 1895
Stilllegung der Bahnstrecke: 23. Juli 1951 (Pv und Gv, danach Abbau der Gleise)
Eröffnung des Radwegs:
Messtischblätter: 5721, 5821
Route: Biebergemünd-Roßbach – Bieber.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Spessartbahn
27.06.2013 -
HE 2.13 Gelnhausen-Hailer – Freigericht-Altenmittlau
Nur Stücke der Freigerichter Kleinbach sind per Rad zu befahren, wobei man sich in Hailer und Meerholz als Radfahrer angesichts inflationärer "Absteigen"-Schilder mehr geduldet als willkommen fühlt.
Streckenlänge (einfach): ca. 9,3 km (davon ca. 3,7 km auf der ehem. Bahntrasse)
Radwege: 1,5 km zw. Hailer (ehemaliges Bahnhofsgebäude wird heute als Sängerheim genutzt) und Meerholz, 500 m in Niedermittlau, 1 km bei Bernbach und 300 m in Altenmittlau, weitere Abschnitte neben der Trasse; Gesamtstrecke Hailer – Altenmittlau: 6 km
Oberfläche:

asph. und Verbundpflaster; Anbindung Horbach wg.

Eisenbahnstrecke: Freigerichter Kleinbahn (Gelnhäuser Kreisbahn) / Gelnhausen – Langenselbold; 20 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 16. Oktober 1904
Stilllegung der Bahnstrecke: 1955 (bis 1963 noch Gv Gelnhausen – Horbach)
Eröffnung des Radwegs:
Besonderheiten: Seit 2004 gibt es im Freigerichter Heimatmuseum im Ortsteil Somborn eine Miniatur-Eisenbahnanlage mit dem Streckenverlauf der Freigerichter Kleinbahn und weiteren Informationen zur Bahn. Das Museum hat immer am ersten Sonntag eines Monats geöffnet.
Messtischblätter: 5820, 5821
Route: Gelnhausen-Hailer – Freigericht-Altenmittlau.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Gelnhausen–Langenselbold
27.06.2013 -
HE 2.14 Weilburg – Weilmünster (Weiltalweg) und Stichbahn nach Laubuseschbach
Mit dem Ausbau der stillgelegten Weiltalbahn wurde im unteren Weiltal eine landschaftlich reizvolle und überwiegend autofreie Radwegeverbindung nach Weilmünster geschaffen.
Streckenlänge (einfach): ca. 15,9 km (davon ca. 9,9 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: langgez. s. l. St. von Guntersau (150 m ü. NN) nach Weilmünster (190 m) und mit langgez. l. St. weiter auf der Stichbahn bis Laubuseschbach (260 m)
Oberfläche:

wg. (Weilburg – Weilmünster); asph. (nach Laubuseschbach)

Status / Beschilderung: ausgebaute Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg, Verbindungsstücke überw. wenig befahrene Innerortstraßen; Wegweisung als Weiltalweg mit Streckenlogo, die den Charakter der Wegweisung eines Wanderweges hat
Kunstbauten: Es wurde keine der Brücken über Straßen (Freienfels, Essershausen und Ernsthausen bzw. über die Weil (Guntersau) ausgebaut und auch der Tunnel zum Anschluss an die Lahntalbahn bei Guntersau wird umfahren.
Eisenbahnstrecke: 3712 / Weilburg – Weilmünster – Grävenwiesbach; 22 km (1435 mm)
3713 / Weilmünster – Laubuseschbach; 5 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. November 1891 (Weilburg – Weilmünster); 15. Mai 1892 (Weilmünster – Laubuseschbach)
Stilllegung der Bahnstrecke: 28. September 1968 (Weilmünster – Laubuseschbach); 27. September 1969 (Pv Weilburg – Weilmünster, Gv bis 1988)
Eröffnung des Radwegs:
  • Mai 2001: Weiltalweg Weilburg – Rotes Kreuz
Messtischblätter: 5515, 5516
Route: Guntersau (Weilmündung in die Lahn südlich von Weilburg) – Freienfels – Essershausen – Ernsthausen – Weilmünster.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Weiltalbahn
www.weiltalbahn.de (von Horst Hansel)
Externe Links (Radweg): www.weiltalweg.de (Zweckverband "Naturpark Hochtaunus")
www.weilburg-lahn.info (von Rudolf Müller)
Wikivoyage: Weiltalweg
27.06.2013 -
HE 2.15 Waldsolms-Brandoberndorf – Solms-Burgsolms (Solmstalbahn) (in Diskussion)
Aus einem ersten Stückchen befahrbare Trasse könnte mehr werden – leider war zu dieser Strecke schon lange nichts mehr zu lesen.
Streckenlänge (einfach): ca. 0,3 km; weitere 15 km geplant
Oberfläche:

asph. (Breite 2,5 m und jeweils. 0,5 m Bankette)

Eisenbahnstrecke: 3746 (Solmsbachtalbahn oder Solmstalbahn) / Grävenwiesbach – Albshausen; 24 km (1435 mm, Beginn der Kilometrierung in Friedrichsdorf/Taunus); Abschnitt Brandoberndorf – Solms: 16 km
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. November 1912 (Grävenwiesbach – Albshausen)
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1985 (Pv Grävenwiesbach – Albshausen, Gv bis 1988), der Abschnitt Grävenwiesbach – Brandoberndorf konnte am 15. November 1999 reaktiviert werden
Eröffnung des Radwegs: in Diskussion
Planungen:

Ein Ausbau der ehem. Bahnstrecke war um 2007 im Gespräch. [August 2007]

Messtischblätter: 5416*, 5516
Route: (in Diskussion: Brandoberndorf – Kraftsolms – Neukirchen – Bonbaden – Solms).
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Solmsbachtalbahn
27.06.2013 -
HE 2.16 Frankfurt: Seckbach – Bergen
Besonderheit dieses kurzen Weges auf einer ehemaligen Straßenbahntrasse am Rande Frankfurts ist, dass die Schienen für eine mögliche erneute Nutzung mit schienengebundenen Fahrzeugen erhalten geblieben sind.
Streckenlänge (einfach): ca. 1,5 km
Oberfläche:

asph. (Breite 3 m); die Gleise sind dabei erhalten geblieben: Sie wurden mit einer Matte abgedeckt, auf der Schotter und Asphaltdecke aufgebracht wurden

Status / Beschilderung: Z. 260, keine Wegweisung
Eisenbahnstrecke: Linie 12 / Bornheim – Bergen; ? km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 15. Oktober 1913 (Lahmeyerstraße – Bergen)
Stilllegung der Bahnstrecke: Februar 1992
Eröffnung des Radwegs:
  • November 2010
Messtischblatt: 5818
Route: Frankfurt-Seckbach (Leonhardsgasse) – Bergen-Enkhein (Vilbeler Landstraße).
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Straßenbahn Frankfurt am Main
08.09.2014 -
HE 2.17 Dornholzhausen – Saalburg
Streckenlänge (einfach): ca. ? km
Höhenprofil: Die Strecke hatte eine Steigung von knapp 6 Prozent.
Oberfläche:
Eisenbahnstrecke: "Saalburgbahn"
Eröffnung der Bahnstrecke: 1900
Stilllegung der Bahnstrecke: 1935
Eröffnung des Radwegs:
Messtischblatt: 5717
Route: Bad Homburg-Dornholzhausen – Saalburg.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Straßenbahn Bad Homburg vor der Höhe
27.03.2013 -
HE 2.18 Pohl-Göns – Ebersgöns
Nur das 2014 neu entstandene Mittelstück des Weges zwischen Pohl-Göns und Ebersgöns verläuft tatsächlich auf der ehemaligen Stichbahn nach Oberkleen
Streckenlänge (einfach): ca. 2,6 km (davon ca. 1,2 km auf der ehem. Bahntrasse)
Oberfläche:

asph. bzw. Beton; im Wald feiner Schotter

Status / Beschilderung: keine Wegweisung
Eisenbahnstrecke: 9372 / Butzbach – Oberkleen; 8 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Juni 1910
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. September 1956 (Pv Butzbach Ost – Oberkleen), 1. Januar 1969 (Pohlgöns – Oberkleen)
Eröffnung des Radwegs:
  • 29. September 2014
Messtischblätter: 5517, 5518
Route: Pohl-Göns – Ebersgöns.
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Externe Links (Bahn): Wikipedia: Butzbach-Licher Eisenbahn
02.02.2015 -

Steckbriefe ausklappen: nichts - 4 - 3+ - 2+ - alles

HE 3: östlich der Fulda

Eine umfangreiche und informative Quelle zu stillgelegten Bahntrassen im Raum Osthessen und den angrenzenden Regionen in Thüringen und dem Südzipfel Niedersachsens mit Daten zu den Streckenhistorien und vielen Fotografien ist www.vergessene-bahnen.de von Reiner Schruft. Interessant sind hier u. a. Fotografien, die bei Streckenbegehungen kurz vor den verschiedenen Ausbaumaßnahmen zu Radwegen entstanden sind.
Viele aktuelle Fotografien zu Bahntrassenwegen in der Grenzregion Hessen/Thüringen hat Karl Schlemmer auf www.bahntrassenradwege.de zusammengetragen.

HE 3.01 Lohfelden (bei Kassel) – Wellerode (ehem. Söhrebahn)
Streckenlänge (einfach): ca. 9,6 km (davon ca. 7,3 km auf der ehem. Bahntrasse)
Oberfläche:

wg.; in Kassel Verbundpflaster; in der Gemeinde Söhrewald soll der Radweg saniert werden [September 2015]

Eisenbahnstrecke: 3905 (Söhretalbahn) / Kassel-Bettenhausen – Wellerode Wald; 10 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 22. August 1912
Stilllegung der Bahnstrecke: 1. Oktober 1966 (Gesamt-Pv, Gv Lohfelden – Wellerode Wald), 16. Dezember 1983 (restl. Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Messtischblätter: 4623, 4723
Route: Lohfelden – Vollmarshausen – Wellerode Wald.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Söhrebahn
11.10.2015 -
HE 3.02 Gelster-Radweg: Witzenhausen – Hundelshausen
Auf der Trasse selbst verläuft nur ein verschwindend kurzer Abschnitt des Radwegs im Gelstertal. Es lohnt sich aber, die Tour weiter nach Süden bis zum Viadukt bei Uengsterode zu verlängern.
Streckenlänge (einfach): ca. 11,3 km (davon ca. 1,3 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: langgez. l. St. von der Werra bei Witzenhausen (150 m ü. NN) bis zum Viadukt Uengsterode (275 m); nur wenige steilere Abschnitte
Oberfläche:

asph.

Status / Beschilderung: Bahntrasse freigeg. Z. 250 bzw. Z. 260; regionale Wegweisung, die Strecke ist auch Teil des Herkules-Wartburg-Radwegs
Eisenbahnstrecke: 3922 ("Gelstertalbahn") / Großalmerode Ost – Eichenberg; 25 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 15. Dezember 1915
Stilllegung der Bahnstrecke: 2. Juni 1973 (Pv), 31. Dezember 1983 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Radwegebau:

1. BA (2,6 km) in 1986

Messtischblätter: 4625*, 4725*
Route: Witzenhausen (Anschluss Werraradweg) – Hundelshausen (– Trubenhausen – Viadukt Uengsterode).
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Gelstertalbahn
Externe Links (Radweg): Fotodokumentation www.bahntrassenradwege.de
27.06.2013 -
TH03 Treffurt – Heyerode
  Siehe unter Thüringen: TH03.
TH04 Wanfried – Treffurt – Creuzburg
  Siehe unter Thüringen: TH04.
HE 3.03 Solztalradweg: Bad Hersfeld – Schenklengsfeld (ehem. Hersfelder Kreisbahn)
Der Bahntrassenweg von Bad Hersfeld nach Schenklengsfeld ist gut gemacht und landschaftlich sehr reizvoll, nur in Schenklengsfeld landet man auf der Landesstraße. Die Durchbindung zur Werra wurde im Sommer 2011 etwas entschärft.
Streckenlänge (einfach): ca. 16,4 km (davon ca. 12,8 km auf der ehem. Bahntrasse)
Der Radweg endet ca. 1,3 km nördlich des Ortzentrums von Schenklengsfeld; östlich von Schenklengsfeld wurde im Sommer 2011 ein Weg parallel zur Bahn bis Ransbach ausgebaut).
Höhenprofil: langgez. l. St. von Bad Hersfeld (200 m ü. NN; Abzw. vom R 1) bis nach Schenklengsfeld (320 m)
Oberfläche:

asph. (Breite: zwischen 2,5 m und 3 m)

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg, Anbindung in Schenklengsfeld: Straße; Wegweisung gemäß landesweitem Standard als Teil des BahnRadwegs Hessen, zwischen Hersfeld und Sorga zusätzlich als R 7 und zwischen Hersfeld und Oberrode zusätzlich als R 1
Eisenbahnstrecke: 9380 / Bad Hersfeld – Philippsthal-Heimboldshausen; 26 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 26. September 1912
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Dezember 1993; Abbau der Gleise zw. Bad Hersfeld und Schenklengsfeld: 1999
Eröffnung des Radwegs:
  • 4. Oktober 2003: feierliche Eröffnung des Solztalradwegs
  • 20. April 2007: Lückenschluss Malkomes
  • August 2008: Anbindung Bf Bad Hersfeld
Radwegebau:

Die ab Mai 2005 wegen Sanierungsarbeiten gesperrte Fuldabrücke bei Bad Hersfeld wurde am 22. Dezember 2005 wieder eröffnet.

Messtischblätter: 5124*, 5125
Route: Bad Hersfeld – Oberrode – Sorga – Malcolms – Schenksolz – Schenklengsfeld.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Hersfelder Kreisbahn
Externe Links (Radweg): Wikivoyage: Solztal-Radweg
Fotodokumentation www.bahntrassenradwege.de
11.08.2014 -
HE 3.04 Kegelspielradweg: Hünfeld – Wenigentaft
Der im April 2007 eröffnete Kegelspielradweg schafft eine attraktive Verbindung zwischen den Tälern von Haune und Ulster. Da mehrere Streckenabschnitte aus Naturschutzgründen nicht für den Radweg zur Verfügung standen, fallen einige Steigungen steiler als nötig aus. Der Weg entfernt sich aber kaum mehr als ein paar Meter von der Trasse. Top: das Klausmarbacher Viadukt.
Synonyme: Radweg "Hessisches Kegelspiel"; die Bahnstrecke wurde "Bimbel-Strecke" genannt
Streckenlänge (einfach): ca. 26,4 km (davon ca. 16,9 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: langgez. fl. Kuppe: beide Enden des Radwegs liegen auf etwa 250 m ü. NN, der Scheitelpunkt befindet sich bei Leibolz auf ca. 370 m ü. NN; die Bahntrasse weist max. 1,7 % Steigung auf
Oberfläche:

asph.

Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; Wegweisung gemäß landesweitem Standard
Kunstbauten: Sandsteingewölbebrücke bei Klausmarbach (fünfbogig; L: 130 m, H: 32 m), zwei Brücken wurden neu erstellt
Eisenbahnstrecke: 3813 / Hünfeld – Wenigentaft-Mansbach; 26 km (1435 mm)
Der begonnene zweigleisige Ausbau wurde während des Zweiten Weltkriegs eingestellt.
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Dezember 1906
Stilllegung der Bahnstrecke: 1945 (Treischfeld – Wenigentaft); 28. Mai 1972 (Pv Hünfeld – Treischfeld, danach noch Gv); Stilllegung 1991
Eröffnung des Radwegs:
  • 27. April 2007
Radwegebau:

Der Radweg wurde in zwei Abschnitten erstellt. Baubeginn für vorbereitende Maßnahmen war im März 2005, Erster Spatenstich für den Bau des Radwegs am 5. September 2005. Die Kosten betrugen rund 5,4 Mio. € (Förderquote: 85 % durch das Land Hessen, 75 % für den Grunderwerb).

Messtischblätter: 5224, 5225, 5324
Route: Hünfeld – Gruben – Burghaun – Klausmarbacher Viadukt – Steinbach – Betzenrod – Leimbach – Leibolz (Bf Eiterfeld) – Großentaft – Treischfeld – Wenigentaft (Anbindung an Ulsterradweg).
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Hünfeld–Wenigentaft-Mansbach
Externe Links (Radweg): www.kegelspielradweg.de
Wikivoyage: Kegelspielradweg
Fotodokumentation www.bahntrassenradwege.de
15.11.2015 -
HE 3.05 Milseburg-Radweg: Fulda – Hilders
LogoDer Milseburgradweg liefert ein exzellentes Beispiel für einen Radweg, der eine attraktive Mittelgebirgsregion breiten Radfahrerkreisen erschließt. Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der knapp 1,2 km lange Milseburgtunnel, der längste Eisenbahntunnel, der in Deutschland zu einem Radweg ausgebaut wurde.
Synonyme: andere Schreibung: Milseburgradweg
Streckenlänge (einfach): ca. 27 km (davon ca. 25,1 km auf der ehem. Bahntrasse)
zwischen Streckenbeginn am ehem. Bf Götzenhof bis ehem. Bf Hilders; auf 1,2 km bei Eckweisbach wird ein paralleler Wirtschaftsweg genutzt
Höhenprofil: am Streckenbeginn bei Götzenhof nahezu eben, dann langgez. l. St. von Wiesen (300 m ü. NN) zum Milseburgtunnel (520 m), anschließend langgez. l. Gef. bis Hilders (450 m)
Oberfläche:

asph. (Breite: 2,5 m)

Status / Beschilderung: Die ausgebauten Abschnitte der Bahntrasse sind komplett als kombinierter Fuß-/Radweg ausgewiesen; westlich von Eckweisbach wird auf 1,2 km ein Wirtschaftsweg mitbenutzt. Der Weg ist zwischen Fulda und Aura (2 km nördlich von Hilders) Teil des hessischen Radfernwegs R 3. Die Wegweisung des Bahntrassenwegs basiert ausschließlich auf derjenigen des landesweiten Radfernwegs; das Logo des Milseburgradwegs findet sich auf den Orientierungstafeln und als verbindendes Element auf den Wegweisern zu touristischen und gastronomischen Zielen abseits der Route (auch in einiger Entfernung vom eigentlichen Milseburgradweg).
Nach einigen schweren Pollerunfällen sind im Vergleich zu meinem ersten Besuch im Juni 2004 zunächst an 16 Querwegen und Einmündungen die Pfosten entfernt worden. An den 14 restlichen Stellen wurden die Poller inzwischen ebenfalls entfernt oder durch relativ eng stehende Drängelgitter ersetzt.
Kunstbauten: Milseburgtunnel (1172 m lang, der Tunnel ist tagsüber beleuchtet und wird videoüberwacht; zusätzlich wurden vier Notrufsäulen installiert), der Tunnel ist vom 1. November bis Mitte April (seit 2009; ursprünglich bis 31. März) zum Schutz der Fledermäuse gesperrt; 14 Brückenbauwerke, von denen mehrere durch ansprechende Holz-Neubauten ersetzt wurden.
Eisenbahnstrecke: 3820 / Götzenhof – Hilders – Wüstensachsen; 35 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Juni 1889 (Fulda-Götzenhof – Bieberstein), 12. Dezember 1890 (Bieberstein – Hilders), 1. Februar 1916 (Hilders – Wüstensachsen)
Stilllegung der Bahnstrecke: 1. März 1970 (Pv Hilders – Wüstensachsen), 27. September 1986 (Pv Fulda-Götzenhof – Hilders; Abbau: 1995-97)
Eröffnung des Radwegs:
  • 18. Oktober 2003
Radwegebau:

Der Ausbau kostet rund 4,9 Mio. €, von denen rund 3,8 Mio vom Land übernommen wurden.

Besonderheiten: Radbus: Seit Mai 2004 wird sonn- und feiertags ein "Rhön-Radbus" mit Fahrradanhänger von Fulda entlang des Milseburgradwegs bis Hilders und über die Wasserkuppe bis Gersfeld eingesetzt (Mai bis Oktober).
Messtischblätter: 5424, 5425, 5426*
Route: Fulda (ehem. Bf Götzenhof) – Almendorf – Wiesen – Niederbieber – Langenbieber – Elters – Milseburgtunnel – Steinbach – Eckweisbach – Hilders.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Götzenhof–Wüstensachsen
Externe Links (Radweg): www.milseburg-radweg.de
Wikivoyage: Milseburgradweg
Fotodokumentation www.bahntrassenradwege.de
11.08.2014 -
HE 3.06 Ulstertal-Radweg: Tann (Rhön) – Philippsthal
Mit der Deutschen Teilung war auch das Schicksal der Ulstertalbahn besiegelt. Obwohl nach all den Jahren stellenweise nicht mehr viel von der Strecke übrig geblieben ist, hat dieser Weg eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen den benachbarten Bahntrassenwegen.
Streckenlänge (einfach): ca. 60,4 km (davon ca. 14,2 km auf der ehem. Bahntrasse)
Gesamtlänge des Ulstertal-Radwegs von der Quelle bis zur Mündung in die Werra mit Anbindung R 1: 60 km
Oberfläche:

asph. (Bahntrassenabschnitte, auf der Gesamtstrecke auch wassergebundene Abschnitte)

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg bzw. freigeg. Wirtschaftsweg; der Weg ist in Tann Teil des hessischen Radfernwegs R 3 und entsprechend beschildert; Wegweisung als Ulsterradweg mit verschiedenen Schildern
Eisenbahnstrecke: 3815 (Ulstertalbahn) / Vacha – Wenigentaft-Mansbach – Tann; 28 km (1435 mm) und
3821 / Hilders – Tann; 10 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Juni 1891 (Hilders – Tann), 1. August 1906 (Vacha – Geisa), 1. Oktober 1909 (Geisa – Tann)
Stilllegung der Bahnstrecke: 1952 (Vacha – Motzlar), 1961 (Pv Hilders – Günthers, Gv bis 1976)
Eröffnung des Radwegs:
  • 2004: Tann – Motzlar
Messtischblätter: 5125, 5225, 5325(*), 5326, 5425
Route: Tann (Rhön) – Philippsthal.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Ulstertalbahn
Externe Links (Radweg): Wikivoyage: Ulstertal-Radweg
Fotodokumentation www.bahntrassenradwege.de
27.06.2013 -

Steckbriefe ausklappen: nichts - 4 - 3+ - 2+ - alles

HE 4: südlich des Mains
HE 4.01 Industriebahnweg Offenbach
LogoBesonders der östliche Abschnitt des Offenbacher Industriebahnweges bietet eine attraktive und überraschend grüne Querverbindung am Randbereich der Stadt. Kleine Infotafeln erinnern an Standorte verschwundener Industriebetriebe.
Streckenlänge (einfach): ca. 5,2 km (davon ca. 2,6 km auf der ehem. Bahntrasse)
Oberfläche:

wg. / im Herbst 2010 wurden zwei Kilometer mit gesplittetem Asphalt ausgebaut, wobei im Bereich des Neubaus des Polizeipräsidiums zunächst eine Lücke bleibt

Status / Beschilderung: Ausgebaute Abschnitte der Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; Wegweisung mit eigenem Routenlogo (nur auf dem eigentlichen Weg, keine Anbindung z. B. vom Main).
Eisenbahnstrecke: 3666 (Offenbacher Industriebahn); 10 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1917-20 in drei Teilstücken
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Dezember 1993 (Stilllegung); 1996 (Abbau der Gleise)
Eröffnung des Radwegs:
  • 1999 (Abschnitt: Bieberer Str. – Waldstraße)
Messtischblätter: 5818, 5918*
Route: Offenbach.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Radweg): Stadt Offenbach: Radeln, wo früher Güterzüge rollten
27.06.2013 -
HE 4.01a Hafenbahn Offenbach
Nach dem Abbau der Offenbacher Hafenbahn wurden zwei kurze Stücke als Radwege asphaltiert. Der westliche ist nach dem Umbau einer Brückenzufahrt schon selbst wieder Geschichte, der andere weiter Teil des R 3 und der D-Route 5 (Mainradweg).
Streckenlänge (einfach): ca. 0,5 km
sonst teilw. unmittelbar daneben, auf einem kurzen Stück ist die Trasse durch einen Parkplatz überdeckt
Oberfläche:

asph.

Status / Beschilderung: kombinierter und paralleler Fuß-/Radweg; Wegweisung als Teil von R 3 und D 5.
Eisenbahnstrecke: 3665 (Offenbacher Hafenbahn); 5 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1902
Stilllegung der Bahnstrecke: letzter Museumszug: 20. Juni 2004
Eröffnung des Radwegs:
  • 4. August 2006
Messtischblatt: 5818
Route: Offenbach.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
26.12.2010 -
HE 4.02 Griesheim (Teilstück der Riedbahn)
Auch wenn es auf manchen Karten anders aussieht: Nur auf einem verschwindend kleinen Stück der Riedbahn zwischen Darmstadt und Stockstadt kann man Rad fahren.
Streckenlänge (einfach): ca. 2,3 km (davon ca. 1,8 km auf der ehem. Bahntrasse)
Südlich von Wolfskehlen sind weitere rund 0,5 km der Trasse befahrbar.
Oberfläche:

wg.

Eisenbahnstrecke: 3541 / Goddelau – Darmstadt; 15 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1868
Stilllegung der Bahnstrecke: 1970 (Pv), 1977 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Planungen:

In Griesheim war ein weiterer Ausbau der Bahntrasse geplant. [November 2006]

Messtischblätter: 6116, 6117
Route: westlich von Griesheim.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Riedbahn
27.06.2013 -
HE 4.03 Dieburg – Groß-Zimmern
Streckenlänge (einfach): ca. 4 km
Oberfläche:

jeweils etwa zur Hälfte asph. und wg.

Eisenbahnstrecke: 3661 / Offenbach (Main) – Dieburg – Reinheim; 37 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: Offenbach (Main) – Dieburg – Reinheim: Oktober 1896; Dieburg – Groß-Zimmern: 1897
Stilllegung der Bahnstrecke: Dieburg – Reinheim: 1965; Darmstadt – Groß-Zimmern: 1966
Eröffnung des Radwegs:
  • ca. 1984
Messtischblätter: 6018, 6118
Route: Dieburg – Groß-Zimmern.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Rodgaubahn
27.06.2013 -
HE 4.04 Wald-Michelbach – Wahlen (ehem. Überwaldbahn)
Schöner, noch etwas abseits gelegener Bahntrassenweg im oberen Ulfenbachtal, der bald leicht über eine reaktivierte Bahnverbindung Mörlenbach – Wald-Michelbach zu erreichen sein könnte.
Streckenlänge (einfach): ca. 5,3 km (davon ca. 5 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: l. St. vom ehem. Bf Unter-Waldmichelbach (310 m ü. NN) nach Wahlen (370 m)
Oberfläche:

wg.

Status / Beschilderung: überw. kombinierter Fuß-/Radweg, bis auf nördlichen Anschluss nach Grasellenbach keine Wegweisung
Eisenbahnstrecke: 3579 / Mörlenbach – Wahlen; 16 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 28. Februar 1901
Stilllegung der Bahnstrecke: Mai 1983 (Pv), bis 1994 noch Gv zw. Mörlenbach und Wald-Michelbach
Eröffnung des Radwegs:
  • 24. April 2000: Affolterbach – Aschbach
Messtischblatt: 6519*
Route: Wald-Michelbach – Affolterbach – Aschbach – Wahlen.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Verweise: Die angrenzende Strecke von Wald-Michelbach nach Mörlenbach mit dem 800 m langen Tunnel unter der Kreidacher Höhe, einem weiteren, kürzeren Tunnel sowie drei Viadukten wird seit August 2013 als Draisinenstrecke der "Solardraisine Überwaldbahn" (DS HE03) genutzt. Zuvor war auch ein Ausbau als Radweg bzw. eine Nutzung als Museumsbahn diskutiert worden.
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Überwaldbahn
31.07.2016 -
HE 4.05 Beerfelden-Hetzbach – Beerfelden
Streckenlänge (einfach): ca. 1,4 km
Höhenprofil: l. St. von 320 auf 350 m ü. NN
Oberfläche:
Status / Beschilderung: im unteren Abschnitt als Teil des R 4
Eisenbahnstrecke: Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft / Beerfelden-Hetzbach – Beerfelden; 5 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Mai 1904
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1954 (Pv), bis 23. Juni 1964 noch Gv durch DB
Eröffnung des Radwegs:
Planungen:

Die Idee zu einem Radweg auf der Gesamttrasse scheiterte zunächst an der problematischen B-45-Querung.

Messtischblatt: 6419
Route: Beerfelden-Hetzbach – Beerfelden.
Details: Literatur    Wegebeschreibung    Fotografien    Karte    Geodaten:  gpx   
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Bahnstrecke Hetzbach–Beerfelden
26.12.2013 -
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Letzte Überarbeitung: 29. August 2016

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