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Bahntrassenradeln - Deutschland

Bahntrassenradeln – Bahntrassenradwege in Hessen

HE 1 westlich der Lahn    HE 2 zwischen Lahn und Fulda (nördlich des Mains)
HE 3 östlich der Fulda    HE 4 südlich des Mains
Einstieg Wegebeschreibungen

Einstieg Fotografien

Bahntrassenradeln - Hilfe

In Hessen wurden 2003 mehrere hochinteressante Bahntrassenradwge fertig gestellt, darunter der mit ca. 65 km längste Bahntrassenweg Deutschlands (Normalspur): Der Vulkan-Radweg belebt die Trasse der ehemaligen Oberwaldbahn zwischen Lauterbach und Glauburg wieder. Der Mitte Oktober eröffnete Milseburg-Radweg bezieht den knapp 1,2 km langen Milseburg-Tunnel mit ein und schafft so eine angenehm zu fahrende Verbindung von Fulda in die Rhön nach Hilders bzw. Tann. Im April 2007 folgte der Kegelspiel-Radweg bei Hünfeld. Neben anderen Wegen, die über größere Entfernungen verlaufen, findet man einige kürzere Abschnitte, die Teilstücke hessischer Radfernwege sind.
Nach diesen ersten Erfolgen scheint die Tourismusförderung Hessens endlich Bahntrassenradwege als wichtiges Instrument der Regionalentwicklung entdeckt zu haben, sodass das Netz in den nächsten Jahren mit dem Ausbau weiterer Strecken erweitert wird: Im Mai 2007 wurde mit dem Bau des Bahntrassenwegs zwischen Oberaula und Treysa begonnen, im Juli 2008 war der Erste Spatenstich für den Radweg zwischen Korbach und Edertal-Buhlen. Aber auch Rückschläge gibt es: Im Sommer 2006 wurden Planungen zu einem Radweg zwischen Laubach und Freienseen gekippt.

Übersichtskarte: Radwege auf stillgelegten Eisenbahnstrecken in Hessen
(Klicken Sie auf die farbigen Punkte, um zu den Detailinformationen zu gelangen.)



blaugrün: geplante Bahntrassenwege

Summary – With the completion of several very interesting rail-trails in 2003 Hessen (Hesse) has become an important destination for cyclists using rail heritage: The Vulkan-Radweg in the Vogelsberg area following the trackbed of the former Oberwaldbahn is the longest rail-trail (normal gauge) in Germany. Not far away from this trail you can bike the Milseburg-Radweg which starts near Fulda. The Milseburg tunnel (approx. 1,2 km) is the longest old railway tunnel open as part of a German rail-trail. There are many shorter rail-trails, and some of them are part of the Hessian long-distance cycle network. Construction of trails is going on: The Kegelspiel-Radweg near Hünfeld was completed in spring 2007, and future trails from Oberaula to Treysa and from Korbach to Edertal-Buhlen are currently under construction.

Verweis: Landesweite Radfernwege in Hessen.


Überregionale Bahntrassen-Themenroute
BahnRadweg Hessen
Der kurz vor der Vollendung stehende BahnRadweg Hessen verbindet mehrere eingeführte Bahntrassenwege in Hessen zu einer 245 km langen Themenroute. Die Lückenschlüsse erfolgen überwiegend durch Teilstücke ebenfalls bereits vorhandener Radfernwege.
Streckenlänge (einfach): ca. 245 km (davon rund 110 km auf ehem. Bahntrasse; Bahntrassenanteil ca. 45 %)
Status / Beschilderung: Der BahnRadweg Hessen wird bis 2010 zusätzlich zur vorhandenen Wegweisung durch Pfeilwegweiser-Einschübe mit dem Routenlogo markiert.
Eröffnung des Radwegs:
Bahntrassenwege: Vulkanradweg (HE 2.10, mit Bad Salzschlirf – Schlitz: HE 2.09), Südbahnradweg (HE 2.11), Milseburgradweg (HE 3.05), Ulsterradweg (HE 3.06), Soltalradweg (HE 3.03)
Externe Links: www.bahnradweg-hessen.de
07.02.2010

HE 1: westlich der Lahn
HE 1.01 Breidenbach – Niedereisenhausen (ehem. Schelde-Lahn-Bahn)
Schöner, aber kurzer Bahntrassenweg, der im Wesentlichen als zwischenörtliche Verbindung zwischen Breidenbach und Wolzhausen sowie zwischen Quotshausen und Niedereisenbach fungiert. Bei Breidenbach sind knapp 500 m Teil des hessischen Radfernwegs R 8.
Streckenlänge (einfach): ca. 7,8 km (davon 4,8 km auf der Bahntrasse; bei Quotshausen sind weitere 300 m befahrbar, aber nicht Teil des Radwegs)
Höhenpfofil: s. l. St. von Breidenbach (320 m ü. NN) nach Niedereisenbach (360 m)
Oberfläche: wg. (Breidenbach – Wolzhausen), asph. (Quotshausen – Niedereisenhausen)
Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; seit Frühjahr 2005 ist der Weg Teil des Seenradwegs und damit auch wegweisend beschildert, Bei Breidenbach zwischen Bahnhofstraße und der Bundesstraße Beschilderung als R 8
Eisenbahnstrecke: 3721 ("Scheldetalbahn") / Dillenburg – Wallau (Lahn); 32 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. März 1872 (Dillenburg – Oberscheld, zunächst bis zum Hochofen, ab 1. März 1896 bis Oberscheld Ort), 1. Mai 1896 (Oberscheld Ort – Nicolausstollen), 1. Mai 1911 (Nicolausstollen – Wallau)
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. Mai 1987 (Pv), schrittweiser Rückzug des Gv bis ca. 1993
Eröffnung des Radwegs:
Route: Breidenbach – Wolzhausen – Quotshausen – Niedereisenhausen
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
19.07.2009
HE 1.02 Herborn-Burg – Herborn-Seelbach
Streckenlänge (einfach): ca. 2 km (davon ca. 1,4 km auf der Trasse)
Oberfläche: wg.
Eisenbahnstrecke: 3953 (Aar-Salzböde-Bahn) / Niederwalgern – Herborn; 43 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 12. Mai 1894 (Niederwalgern – Weidenhausen), 15. Juli 1901 (Weidenhausen – Hartenrod), 1. August 1902 (Hartenrod – Herborn)
Stilllegung der Bahnstrecke: 27. Mai 1995 (Pv Niederwalgern – Hartenrod), 9. Juni 2001 (Gv Gesamtstrecke); die Strecke hat 2006 traurige Berühmtheit erlangt, als mehrere Kilometer Gleise entwendet wurden
Eröffnung des Radwegs: Frühjahr 2007 (Im Rahmen des Baus der Umgehungsstraße Burg – Seelbach (B 255), die im April 2009 eröffnet wurde, wurde der Radweg zwischen der B 277 und der Kläranlage Seelbach auf und im weiteren Verlauf bis zum Dernbacher Weg neben die alte Bahntrasse verlagert)
Details: Karte + Geodaten
Externe Links: Wikipedia: Aar-Salzböde-Bahn
09.01.2010
HE 1.03 Rennerod – Herborn-Burg
Verweis: Die alten Einträge HE 1.02, HE 1.03 und RP 4.05 wurden unter RP 4.05 zusammengefasst.
04.02.2008
HE 1.04 Leun-Biskirchen – Greifenstein-Beilstein (in Planung)
Streckenlänge (einfach): ca. 15 km; die Strecke wird über weitere 8 km auf Wirtschaftswegen an den R 8 östlich der Krombachtalsperre angebunden
Oberfläche: asph. (Breite 2,5 m)
Kunstbauten: 21 Brückenbauwerke, darunter ein Viadukt
Eisenbahnstrecke: 3711 (Ulmbachtalbahn) / Stockhausen (Lahn) – Beilstein (Dillkr.); 15 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1921 (Stockhausen – Allendorf), 1922 (Allendorf – Beilstein)
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. Mai 1976 (Pv)
Eröffnung des Radwegs: in Planung: 1. Bauabschnitt im Jahr 2010
Details: Karte + Geodaten
02.01.2010
HE 1.05 Mengerskirchen – Runkel-Kerkerbach (Kerkerbachtal-Radweg)
Landschaftlich ausgesprochen schöne, manchmal etwas anstrengende Querverbindung vom R 8 bei Mengerskirchen zur Lahn (R 7) bei Runkel.
Streckenlänge (einfach): ca. 33 km
Höhenprofil: Da nur wenige Abschnitte der Kerkerbachtalbahn ausgebaut sind täuscht die Betrachtung von Start- und Endhöhe etwas: Mengerskirchen 420 m ü. NN – Runkel 130 m. Es sind immer wieder bahntrassenuntypisch starke Steigungen und Gefälle zu überwinden, da sich der Radweg nur grob an der Bahntrasse orientiert und insb. im unteren Bereich nicht im Tal bleibt.
Oberfläche: Bahntrasse: zwei Fahrspuren aus Betonelementen (bei Fussingen), sonst asph. und wg. (z. T. steinige) Wirtschaftswege, teilw. klassifizierte Straßen
Status / Beschilderung: Bahntrasse als Wirtschaftswege (im Gesamtverlauf des Kerkerbachtalbahn-Radwegs fehlen an einigen Stellen die Rad-Freigaben), Verbindungsstücke über Wirtschaftswege und Kreis- und Landesstraßen; die Wegweisung wurde 2009 grundlegend überarbeitet und entspricht jetzt dem landesweiten Standard
Eisenbahnstrecke: Kerkerbachbahn / Kerkerbach – Mengerskirchen; 35 km (1000 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1888 (Runkel – Heckholzhausen); 1905 (– Hintermeilingen); 1908 (– Mengerskirchen)
Stilllegung der Bahnstrecke: 1920 (Hintermeilingen – Mengerskirchen); 1960 (Kerkerbach – Hintermeilingen)
Eröffnung des Radwegs:
Planungen: Mit der Neubeschilderung ist es bei Runkel zur Zusammenlegung der Rad- und Wandervarianten des Kerkerbachtalwegs gekommen. Auf einigen Abschnitten soll es bauliche Verbesserungen geben, so soll der Weg zwischen Heckholzhausen und dem Bahnhof Schupbach asphaltiert werden.
Im Bereich Steeden / Dehrn ist neben dem Ausbau eines knapp 400 m langen Abschnitts des Leinpfades entlang der Lahn ein kurzer Bahntrassenweg geplant. [Juli 2009]
Am Rande: Denkmal-Lok in Heckholzhausen (seit 10. Juni 2001)
Route: Mengerskirchen – Rückershausen – Waldernbach – Fussingen – Hintermeilingen – Heckholzhausen – Am Bahnhof – Christianshütte – Eschenau – Hofen – Runkel.
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Externe Links: ausführliche Routenbeschreibungen und Informationen zur Geschichte der Kerkerbachtalbahn:
Natur- und Wanderfreunde Mengerskirchen 1990 e.V.     www.weilburg-lahn.info
15.08.2009

HE 2: zwischen Lahn und Fulda (nördlich des Mains)
HE 2.01 Bad Karlshafen – Trendelburg (Diemeltal)
Im dem untersten Stück des Diemeltals verläuft der HR 4 auf der ehem. Friedrich-Wilhelm-Nordbahn. Landschaftlich sehr schön, die Wegebeschaffenheit könnte teilweise besser sein.
Streckenlänge (einfach): ca. 12 km (davon ca. 7,7 km auf der Bahntrasse; bei Helmarshausen können ca. 400 weitere Meter befahren werden, sind aber nicht Teil des Radfernwegs; der Tunnel auf der Höhe von Deisel ist nicht als Radweg ausgebaut und nicht passierbar); südlich von Stammen ist bei Hümme ein weiterer Abschnitt befahrbar
Oberfläche: wg., teilw. steinig
Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; ältere und zum Teil lückenhafte Wegweisung als Teil des hessischen Radfernwegs R 4
Eisenbahnstrecke: 3906 / Hofgeismar-Hümme – Bad Karlshafen linkes Ufer; 16 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 30. Mai 1848 als Friedrich-Wilhelms-Nordbahn (Karlshafen – Hümme)
Stilllegung der Bahnstrecke: 24. September 1966
Eröffnung des Radwegs:
Route: Bad Karlshafen – Helmarshausen – Wülmersen – Trendelburg.
Planungen: In einer studentischen Projektarbeit Industriekultur in Nordhessen – Wandeln auf historischen Pfaden wurde von Herbst 2006 bis Sommer 2007 an der Universität Kassel eine Bestandsaufnahme der Relikte von Carlkanal und Carlsbahn durchgeführt. Darauf aufbauend wurde eine "Carlsroute" entwickelt, die beide technische Denkmäler besser touristisch erschließt und auch den Deiseler Tunnel mit in den Weg einbezieht.
Aus Naturschutzgründen (FFH) bleibt eine vollständige Tunnelöffnung verwehrt. Vom bestehenden Radweg wird lediglich ein Abzweig zum nördlichen Tunnelportal inkl. der ersten 20 m des Tunnels angelegt. Das Naturschutzgebiet am südlichen Portal bleibt unzugänglich. [September 2008]
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
22.11.2008

> NW 5.09 Warburg – Welda
Siehe unter Nordrhein-Westfalen: NW 5.09.

> NW 3.32 Marsberg-Bredelar – Grube Martenberg (Besucherbergwerk Grube Christiane)
Siehe unter Nordrhein-Westfalen: NW 3.32.

HE 2.02 Edermünde-Grifte – Gudensberg
Schöner, sanft aus dem Edertal ansteigender Radweg auf der Kleinbahntrasse nach Gudensberg, der nahezu die gesamte Länge des Bahndamms ausnutzt.
Streckenlänge (einfach): ca. 8 km (davon ca. 6,4 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: langgez. l. St. von Edermünde-Grifte (160 m ü. NN) nach Gudensberg (230 m)
Oberfläche: asph. (in Gudensberg) und wg. (in Edermünde)
Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; regionale Wegweisung (R 10 / Ederauenradweg zw. Grifte und Haldorf, R 21 / Chattengauweg zw. Dissen und Gudensberg)
Eisenbahnstrecke: 3940 (Kleinbahn Grifte-Gudensberg) / Grifte – Gudensberg; 8 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 15. Juli 1899
Stilllegung der Bahnstrecke: 28. November 1953 (Pv), 31. Januar 1979 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Route: Edermünde-Grifte – Haldorf – Dissen – Gudensberg.
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
26.01.2008
HE 2.03 Korbach – Edertal-Buhlen (teilw. fertig)
Streckenlänge (einfach): nach Gesamtfertigstellung ca. 26 km, zurzeit sind knapp 8 km freigegeben
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: Nach Fertigstellung des Weges werden die hessischen Radfernwege R 5 und R 6 abschnittweise auf die Trasse gelegt.
Kunstbauten: Meineringhäuser Tunnel (75 m), Sachsenhäuser Tunnel (65 m); mehrere Brücken (die Brücke über die B 251 zwischen Höringhausen und Sachsenhausen, die eine Engstelle für die Bundesstraße bildet, wird durch einen Neubau für den Radweg ersetzt)
Eisenbahnstrecke: 3944 ("Ederseebahn") / Wega – Korbach – Brilon Wald; 70 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Februar 1909 (Wega – Buhlen), 1. Mai 1911 (Buhlen – Waldeck), 1. Juni 1912 (Waldeck – Korbach)
Stilllegung der Bahnstrecke: 27. Mai 1995 (Pv Bergheim-Giflitz – Korbach)
Eröffnung des Radwegs: im Bau! Finanzierung aus Mitteln für Straßen des Bundes; nach der Sanierung der ersten Brückenbauwerke in 2007 und dem Rückbau der Schienen im Frühjahr 2008 wurde der Bau des eigentlichen Radwegs mit dem Ersten Spatenstich am 25. Juli 2008 begonnen. Er wird in fünf Bauabschnitten bis 2011 dauern. Der 4,1 km lange 1. BA zwischen Korbach und Meineringhausen und der 2. BA bis Höringhausen sind fertig gestellt. Bis Ende 2009 soll der Weg bis Hof Heide verlängert werden. In Edersee-Bergheim wird ein Ausbau der Brücke über die Eder diskutiert. [September 2009]
Route: Korbach – Meineringhausen – Höringhausen (im Bau: – Sachsenhausen – Netze – Waldeck – Edertal-Buhlen).
Details: Fotografien    Karte + Geodaten
21.06.2009

> NW 4.27 Bad Berleburg-Raumland – Beddelhausen
Zum weiteren Ausbau des Ederauenradweg zwischen Beddelhausen und Dodenau: NW 4.27.

> NW 4.28 Winterberg – Allendorf (teilw. fertig)
Zur Verlängerung des Bahntrassenwegs Züschen – Hallenberg und Öffnung des Bromskirchener Tunnels siehe unter Nordrhein-Westfalen: NW 4.28.

HE 2.04 Marburg-Cappel – Ebsdorf (ehem. Marburger Kreisbahn)
Schöner Radweg, der im Süden Marburgs in ein Seitental der Lahn führt und jetzt endlich bis Ebsdorf weiter geführt wurde.
Streckenlänge (einfach): ca. 9,5 km (davon 7,6 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: zwischen dem Bf Marburg-Süd und Ronhausen eben (180 m ü. NN), dann langgez. l. St. bis zur Stadtgrenze östl. Bortshausen (230 m) und l. Gef bis Ebsdorf (200 m)
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; in Marburg lokale Wegweisung
Barrierefrei: nur ein Drängelgitter an der K 42 in Ronhausen; alle ehemals vorhandenen Pfostensperren an den übrigen Querwegen und Einmündungen wurden abgebaut
Eisenbahnstrecke: Marburger Kreisbahn / Marburg Süd – Dreihausen; 17 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 5. April 1905
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. November 1956 (Pv), 1972 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Planungen: Seit 25 Jahren geisterten Überlegungen zur Fortführung des Bahntrassenwegs nach Ebsdorf durch den Raum. Jetzt ist es endlich soweit: Am 5. November 2009 war der Erste Spatenstich für den Ausbau der 1,5 km langen Anschlusses, der im Mai oder Juni 2010 fertig gestellt werden soll. Im März 2010 ist der Freischnitt der Strecke erfolgt und auch der Unterbau ist bereits fertig, seit April ist die Strecke asphaltiert. [April 2010]
Route: Marburg-Cappel – Ronhausen – Marburg-Bortshausen – Ebsdorf.
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11.04.2010
HE 2.05 Rabenau – Geilshausen
Mit dem Ausbau des Lumda-Wieseck-Radweges wurde auch der kurze Bahntrassenweg zwischen Rabenau und Geilshausen asphaltiert. Annehmbare Streckenführung, Verbesserungspotential bei Wegweisung und deplazierten Drängelgittern.
Streckenlänge (einfach): ca. 29 km (Gesamtstrecke Lollar – Grünberg, davon ca. 1,3 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: s. l. St. von Rabenau (240 m ü. NN) nach Geilshausen (260 m); auf der Gesamtstrecke von Lollar (165 m) bis Grünberg (270 m) teilw. deutlich hügeliger, da der Weg nicht immer am Talboden bleibt
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: überw. Wirtschaftswege (freigeg. Z. 250); zw. Lollar und Geilshausen Wegweisung als Lumda-Wieseck-Radweg, sonst regionale Wegweisung, bei der an einigen Stellen zusätzliche Pfeilwegweiser angebracht wären
Eisenbahnstrecke: 3705 (Lumdatalbahn) / Lollar – Grünberg
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. August 1896 (Londorf – Grünberg)
Stilllegung der Bahnstrecke: 25. Mai 1963 (Londorf – Grünberg)
Eröffnung des Radwegs: Ausbau: 2005/2006
Route: (nicht auf Bahntrasse: Lollar – Daubringen – Treis – Allendorf – Londorf –) Rabenau-Kesselbach – Odenhausen – Geilshausen (– Lumda – Beltershain – Grünberg).
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Externe Links: Gemeinde Rabenau: Projektvorstellung Lumda-Wieseck-Radweg
Für den Abschnitt Lollar – Londorf gibt es Reaktivierungsbemühungen: www.lumdatalbahn.de
18.06.2006
HE 2.06 Grünberg – Queckborn
Auf diesem Abschnitt des hessischen Radfernwegs R 6 sind die 50 Höhenmeter von Queckborn nach Grünberg dank bahntrassentypischer Steigung kaum zu spüren.
Streckenlänge (einfach): 4,6 km (davon ca. 2,8 km auf der ehem. Bahntrasse)
Oberfläche: wg.
Status / Beschilderung: freigeg. Wirtschaftsweg; als Hessischer Radfernweg R 6 beschildert (bis auf nördliches Endstück bei Grünberg, das nicht Teil des R 6 ist)
Eisenbahnstrecke: Butzbach-Licher Eisenbahn / Butzbach – Lich – Grünberg; 38 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. August 1909 (Lich – Grünberg)
Stilllegung der Bahnstrecke: 4. Oktober 1953 (Lich – Grünberg)
Eröffnung des Radwegs:
Route: Grünberg – Queckborn.
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Externe Links: Wikipedia: Butzbach-Licher Eisenbahn
04.02.2008
HE 2.07 Hungen – Villingen und Mücke
Bisher sind zwei Abschnitte der ehemals als strategisch bedeutsam geplanten Bahntrasse zum Radweg ausgebaut. Mit der Chance auf eine Durchbindung zu einer touristisch höchst interessanten Route, aber das ist eine längere Geschichte...
Streckenlänge (einfach): ca. 5,6 km zwischen Hungen und der Gemarkungsgrenze zu Laubach (vollständig auf der ehem. Bahntrasse, Ausbaubreite 2,5 m) und ca. 4 km zwischen Mücke und Stockhausen (davon ca. 1,9 km auf der Trasse, z. T. als als straßenbegleitender Radweg zur B 276): in Laubach ist breits seit längerem ein sehr kurzes Stück asphaltiert
Oberfläche: asph.; im Ortsbereich Flensungen kurz wg.
Status / Beschilderung: der zur B 276 straßenbegleitende Abschnitt ist als kombinerter Radweg ausgewiesen, die Beschilderung im Ortsbereich Flensungen ist inkonsistent (F bzw. R/F); keine Wegweisung; der neue Radweg in Hungen ist vorerst nur provisorisch beschildert
Eisenbahnstrecke: 3740 / Friedberg – Beienheim – Hungen – Mücke; 49 km (1435 mm)
Abschnitt Hungen – Mücke ("Vogelsberger Westbahn"): 25 km
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Juni 1890 (Hungen – Laubach), 1. Oktober 1903 (Laubach – Mücke)
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1959 (Pv Hungen – Mücke), 1960 (Gv Laubach – Mücke), 31. Dezember 1998 (Gv Hungen – Laubach)
Eröffnung des Radwegs: 7. Mai 2010 (Hungen – Villingen; vorbereitende Arbeiten ab Oktober 2009, Radwegebau: März/April 2010)
Planungen: Die Planungen zu einem Radweg Laubach – Freienseen wurden im Juni 2006 nach der Kommunalwahl trotz eines bereits vorliegenden Bewilligungsbescheids des hessischen Verkehrsministeriums gekippt. Bleibt zu hoffen, dass der neue Hungener Radweg in Laubach zu einem Umdenken führen. Immerhin ist man bereits zu der Erkenntnis gelangt, dass die Radler ja auch "um Laubach herumfahren könnten". Im Laufe der Jahre 2008/09 ist dieser Radweg wieder verstärkt diskutiert worden. Beim für 2011 geplanten Abriss der Brücke Hungener Straße in Laubach ist bei Verfüllung des Einschnitts eine Röhre für einen möglichen späteren Radweg eingeplant. Während des Baus des Radwgs in Hungen waren Vorschläge zu einer im Prinzip radtauglichen Alternativstrecke im Gespräch, die bei wesentlichen Abstrichen bei den Qualitätsstandards preiswerter zu realisieren wäre. Eine überschlägige Kostenschätzung der Bahntrassenvariante kommt für die 12 km über Laubach bis Freienseen auf rund 1,5 Mio. Euro bei einer wassergebundenen Decke und rund 2 Mio. bei Asphaltbauweise. [Juni 2010]
Route: Hungen – Villingen und Stockhausen – Flensungen – Bf Mücke.
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27.06.2010
HE 2.07a Ober-Ofleiden (b. Homberg / Ohm) – Gemünden (in Planung)
Streckenlänge (einfach): ca. 8 km
Oberfläche:
Kunstbauten: Die markante Eisenbahnbrücke in der Nähe der Sandmühle südlich von Homberg (Ohm) soll Teil des Radwegs werden.
Eisenbahnstrecke: 3950 / Burg- und Nieder-Gemünden – Kirchhain; 20 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. April 1900 (Nieder Ofleiden – Kirchhain), 1. April 1901 (Burg- und Nieder-Gemünden – Nieder Ofleiden)
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1980 (Pv), der Abschnitt Burg- und Nieder-Gemünden – Homberg ist größtenteils abgebaut, auf dem Nordteil findet Gv statt
Eröffnung des Radwegs: geplant
Planungen: Das Vorhaben der Stadt Homberg zum Ausbau der Trasse als Radwanderstrecke stieß nach einer Aussage von Regierungspräsident Wilfried Schmied im Mai 2009 auf "Probleme aus bahntechnischer und naturschützerischer Sicht". Im März 2010 kam daher relativ unerwartet die Meldung, dass ein Teil des R 6 zwischen Homberg und Ober-Ofleiden jetzt doch neu trassiert und auf die alte Bahnstrecke verlegt wird und bereits mit dem Freischnitt begonnen wurde. An dieser Stelle wurde nochmals bestätigt, dass auch die Brücke bei Homberg Teil des Radwegs werden soll. Im Juni 2010 steht der Kauf der Trasse in von Homberg bis Ober-Ofleiden offenbar kurz bevor. [Juni 2010]
27.06.2010
HE 2.08 Schwalmstadt-Treysa – Oberaula (teilw. fertig)
Die ersten fertig ausgebauten Kilometer des Radwegs Oberaula – Treysa überzeugen durch eine attraktive Strecke und gute Lösungen an den Querwegen und -straßen. Auf dieser wichtigen Ost-West-Verbindungen entsteht hier gerade ein neuer Top-Bahntrassenweg, der 2010 mit dem dritten Bauabschnitt komplettiert wird.
Streckenlänge (einfach): ca. 35 km (zurzeit sind 25 km befahrbar, davon etwas über 24 km auf der ehem. Bahntrase)
Höhenprofil: langgez. s. l. St. von Riebelsdorf (235 m ü. NN) nach Oberrode (420 m) und langgez. l. Gef. nach Wahlshausen (320 m)
Oberfläche: asph., 3 m breit
Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; die wegweisende Beschilderung erfolgt nach Fertigstellung des gesamten Weges: Die Strecke wird Teil der D-Route D 4 / Mittellandroute.
Eisenbahnstrecke: 3810 ("Knüllwaldbahn") / Bad Hersfeld – Niederaula – Treysa; 62 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Mai 1906 (Bad Hersfeld – Oberaula), 31. Juli 1907 (Oberaula – Treysa)
Stilllegung der Bahnstrecke: 22. August 1977 (Pv Niederaula – Oberaula), 1. Juni 1984 (Pv Oberaula – Treysa), 1984/85 (Gv Niederaula – Oberaula), 1995 (Gv Oberaula – Treysa)
Eröffnung des Radwegs: 6. April 2008: offizielle Eröffnung des ersten Bauabschnitts Neukirchen-Riebelsdorf – Ottrau-Kleinropperhausen (Erster Spatenstich am 21. Mai 2007)
24. September 2009: feierliche Verkehrsübergabe des zweiten Bauabschnitts von Ottrau-Kleinropperhausen bis Oberaula-Wahlshausen (Erster Spatenstich: 6. Oktober 2008)
Planungen: Voraussichtlich 2011 folgt der dritte Bauabschnitt Schwalmstadt-Treysa bis Neukirchen. Die anschließende Strecke Oberaula – Kirchheim verläuft neben der Trasse. Nach dem Bau eines Radwegs zwischen Schwalmstadt-Treysa und Neustadt bis 2012 wird die D-Route 4 (Mittellandroute) vollständig auf den Bahntrassenweg gelegt.
Neben den üblichen Rastplätzen soll es in Ottrau eine Toilettenanlage in zwei früheren Bahn-Elektrohäuschen geben. [August 2010]
Route: (geplant: Schwalmstadt/Treysa – Loshausen –) Neukirchen – Nausis – Ottrau – Görzhain – Weißenborn – Hausen – Oberaula.
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15.08.2010
HE 2.09 Bad Salzschlirf – Schlitz – Queck
Zwischen Bad Salzschlirf und Schlitz liegt dieser idyllische Bahntrassenradweg, der als Teil des R 7a und neuerdings des Vulkanradwegs zum hessischen Radfernwegenetz gehört.
Streckenlänge (einfach): Bad Salzschlirf – Schlitz: ca. 9 km (davon ca. 6,3 km auf der Bahntrasse)
weitere Teilstücke auf der Bahntrasse: Hutzdorf – Queck (3,0 km), Unter-Wegfurth – Ober-Wegfurth (1,0 km) und südlich Niederjossa (0,3 km); die beiden zuletzt genannten sind nicht Teil des R 7a
Höhenprofil: Gef. vom Bahnhof Bad Salzschlirf (270 m ü. NN) bis zur Lauterbrücke (240 m); dann min. Gef. bis Queck (220 m)
Oberfläche: asph.; bei Niederjossa: wg.
Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; Wegweisung als Teil des R 7a, in Pfeilwegweisern zw. der Bahnbrücke in Bad Salzschlirf und der Fulda Einschübe Vulkan-Radweg
Eisenbahnstrecke: 3812 / Bad Salzschlirf – Niederjossa; 23 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 30. September 1898 (Bad Salzschlirf – Schlitz); 10. November 1914 (Schlitz – Niederjossa)
Stilllegung der Bahnstrecke: 30. Mai 1964 (Pv), 1973/1974 (Gv Schlitz – Niederjossa), 23. September 1989 (Gv Bad Salzschlirf – Schlitz)
Eröffnung des Radwegs: 1999 (Bad Salzschlirf – Bernshausen); 2001 (Bernshausen – Schlitz)
Planungen: Die beiden Radwegestücke bei Unter-Wegfurth und Niederjossa wurden durch einen parallel zur Trasse verlaufenden Weg miteinander verbunden. Es war angedacht, den Radfernweg R 1 auf diese Fuldaseite zu verlegen, um die Steigung zwischen Solms und Unter-Schwarz zu vermeiden.
Überbauung: zwischen Schlitz und Hutzdorf ist die Trasse teilw. überbaut; bei Queck ist der Damm abgetragen
Route: Bad Salzschlirf – Bernshausen – Schlitz – Hutzdorf – Queck.
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04.05.2007
HE 2.10 Vulkan-Radweg: Abschnitt Lauterbach – Altenstadt-Höchst (ehem. Oberwaldbahn)
Bahntrassenradeln par excellence: Der Vulkanradweg auf der Trasse der alten Oberwaldbahn ist nicht nur einer der längsten, sondern auch einer der schönsten Bahntrassenradwege in Deutschland. Mit geringen, wenn auch lang anhaltenden Steigungen macht er die Vogelsbergregion für breite Radlerkreise attraktiv und wird dank guter Rahmenbedingungen wie Bahnanbindung oder streckenbegleitendem Radbus hervorragend angenommen.
Synonyme: andere Schreibung: Vulkanradweg
Streckenlänge (einfach): ca. 68 km (Lauterbach – Glauberg, davon ca. 52,8 km auf der Bahntrasse und ca. 6,5 km Anbindung an den Nord- und Südenden; nicht ausgebaut wurden kurze Stücke an den ehem. Bahnhöfen Herbstein und Hartmannshain, bei Oberwald, in Ober-Seemen und Gedern sowie zwischen Lißberg und Ortenberg; in Lauterbach beginnt der Bahntrassenweg südlich der Stadt knapp 3 km vom Bf Lauterbach Nord entfernt); im April 2006 Verlängerung des Südendes um weitere 10 km
Höhenprofil: langgez. St. von Lauterbach (280 m ü. NN) nach Hartmannshain (580 m), dann langgez. Gef. bis Stockheim (130 m)
Oberfläche: asph.
Barrierefrei: zahlreiche Drängelgitter und Pfostensperren trüben das ansonsten sehr positive Bild des Vulkan-Radwegs. Gerade die Poller haben sich zu einem brisanten Unfallschwerpunkt mit z. T. lebensgefährlichen Verletzungen entwickelt. (vgl. "Drängelgitter")
Status / Beschilderung: im Vogelsbergkreis kombinierter Fuß-/Radweg (an Querwegen und -straßen unglücklich "Fuß-/Radweg Ende"); im Wetteraukreis Zeichen 260 und freigeg. Z. 250; Wegweisung mit Streckenlogo und Kilometerangaben. Inzwischen wurde auch die Anbindung von der Fulda nach Lauterbach (siehe HE 2.09) mit dem Logo des Vulkan-Radwegs versehen.
Im Vogelsbergkreis stehen alle 500 m Schilder mit Ortsangabe und laufenden km (ab Lauterbach); mit diesen Angaben können die Rettungsdienste rasch an Unfallorte gelotst werden.
Eisenbahnstrecke: 3745 ("Niddertalbahn" bzw. "Oberwaldbahn") / Bad Vilbel – Nidderau – Glauburg-Stockheim – Hartmannshain – Lauterbach (Hess.); 96 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Oktober 1888 (Stockheim – Gedern); 31. Januar 1901 (Grebenhain – Lauterbach); April 1906 (Gedern – Grebenhain)
Stilllegung der Bahnstrecke: September 1975 (Pv); Stilllegung 1994 (Vogelsbergkreis); 70er Jahre (Wetteraukreis)
Eröffnung des Radwegs: Lauterbach – Grebenhain: 1. Mai 2000; Gedern – Selters: Mai 2002; komplette Fertigstellung: 1. Juni 2003; Verlängerung Glauburg – Altenstadt-Höchst (10 km, nicht auf Bahntrassen): 23. April 2006
Planungen: Im Bereich Ober-Seemen konnte die ehem. Bahntrasse infolge des Konkurses des Sägewerkes bisher nicht erworben und ausgebaut werden. Der Vulkanradweg soll außerdem – in diesem Bereich nicht auf stillgelegten Bahntrassen – weiter nach Süden bis zum Main-Radweg verlängert werden. Geplante Routenführung: Höchst – Heldenbergen – Schöneck – Maintal.
Veranstaltungen: Vogelsberger Vulkanfest am 1. Mai 2010 (Saisoneröffnung der Vulkan-Express-Radbusse)
Radbus: Vogelsberger Vulkan-Express Schlitz – Lauterbach – Herodeskopf – Hartmannshain – Grebenhain (VB-90, an Wochenenden und feiertags vom 1. Mai bis zum letzen Sonntag im Oktober): www.vgo.de
Route: Lauterbach (Bf) – Eisenbach – ehem. Bf Rixfeld – Herbstein – Ilbeshausen – ehem. Bf Nösberts-Weidmoos – Vaitshain – Grebenhain – Crainfeld – Oberwald – Hartmannshain – Ober-Seemen – Gedern – Merkenfritz – Hirzenhain – Lißberg – Ortenberg – Selters – Stockheim (Bf) – Glauberg (Bf) – Enzheim – Lindheim – Altenstadt-Höchst.
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Externe Links: www.vulkanradweg.de      www.capiaweb.org
02.01.2010
HE 2.11 Vogelsberger Südbahnradweg: Grebenhain-Hartmannshain – Wächtersbach
Etwas im Schatten des Tourismusmagneten Vulkan-Radweg bietet der Vogelsberger Südbahnradweg ein intensives Landschaftserlebnis abseits der Straßen. Da zwischen Stilllegung und Radwegebau Jahrzehnte liegen, wurden überwiegend Feldwege mit einigen bahntrassenuntypischen Steigungen ausgebaut.
Streckenlänge (einfach): ca. 35 km (davon 3 km auf der Bahntrasse der ehem. Vogelsberger Südbahn, verteilt auf mehrere kurze Stücke)
Höhenprofil: langgez. l. Gef. von Hartmannshain nach Wächtersbach, da die Bahntrasse nur auf wenigen Abschnitten ausgebaut wurde, sind mehrere kurze Steigungen / Gefälle bis 14 % zu bewältigen
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: überwiegend werden Wirtschaftswege benutzt (überw. Zeichen 250, z. T. fehlt die Rad-Freigabe); südlich von Hellstein: echter Bahntrassenradweg; Wegweisung durchgängig mit Schildern in der Größe von Pfeilwegweisern (nur Schriftzug "Vogelsberger Südbahnradweg", noch nicht mit Logo), die auch anstelle von Zwischenwegweisern verwendet wurden
Eisenbahnstrecke: Vogelsberger Südbahn / Wächtersbach – Hartmannshain; 31 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 29. Juni 1898 (Wächtersbach – Birstein); 24. Dezember 1934 (Birstein – Hartmannshain)
Stilllegung der Bahnstrecke: 28. September 1958 (Hartmannshain – Völzberg); 15. Juli 1959 (Völzberg – Birstein); 27. Mai 1967 (Birstein – Wächtersbach)
Eröffnung des Radwegs: 19. Mai 2004 (Festakt zur Eröffnung des Vogelsberger Südbahnradweges an der Lok in Birstein)
Veranstaltungen: 18. Juli 2010: Vogelsberger Südbahnlauf
Radbus: Vulkan-Express Linie VB-95: Wächtersbach – Birstein – Hartmannshain – Herodeskopf: an Wochenenden und feiertags vom 1. Mai bis zum letzen Sonntag im Oktober): www.vgo.de
Route: Grebenhain-Hartmannshain (Anbindung an Vulkan-Radweg) – Lichenroth – Wüstwillenroth – Fischborn – Birstein – Brachttal-Hellstein – Schlierbach – Weilers – Neudorf – Wächtersbach (Anbindung an den hess. Radfernweg R 3).
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Externe Links: www.vogelsberger-suedbahnradweg.de
02.01.2010
HE 2.12 Biebergemünd-Roßbach – Bieber
Streckenlänge (einfach): ca. 1-2 km (zw. Biebergemünd-Wirtheim bis Roßbach liegt die B 276 auf der ehem. Bahntrasse, zu der parallel ein Wirtschaftsweg verläuft, der auch von Radfahrer benutzt werden kann: Gesamtstrecke Wirtheim – Bieber: 11 km)
Oberfläche: asph.
Eisenbahnstrecke: Spessartbahn (Gelnhäuser Kreisbahn) / Gelnhausen – Lochborn; 24 km (900 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 4. August 1885 (als Grubenbahn), Pv ab 15. Dezember 1895
Stilllegung der Bahnstrecke: 23. Juli 1951 (Pv und Gv, danach Abbau der Gleise)
Eröffnung des Radwegs:
Route: Biebergemünd-Roßbach – Bieber.
Details: Karte + Geodaten
09.01.2010
HE 2.13 Gelnhausen-Hailer – Freigericht-Altenmittlau
Streckenlänge (einfach): Radwege: 1,5 km zw. Hailer (ehemaliges Bahnhofsgebäude wird heute als Sängerheim genutzt) und Meerholz, 500 m in Niedermittlau, 1 km bei Bernbach und 300 m in Altenmittlau, weitere Abschnitte neben der Trasse; Gesamtstrecke Hailer – Altenmittlau: 6 km
Oberfläche:
Eisenbahnstrecke: Freigerichter Kleinbahn (Gelnhäuser Kreisbahn) / Gelnhausen – Langenselbold; 20 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1904
Stilllegung der Bahnstrecke: 1955 (bis 1963 noch Gv Gelnhausen – Horbach)
Eröffnung des Radwegs:
Route: Gelnhausen-Hailer – Freigericht-Altenmittlau.
Am Rande: Seit 2004 gibt es im Freigerichter Heimatmuseum im Ortsteil Somborn eine Miniatur-Eisenbahnanlage mit dem Streckenverlauf der Freigerichter Kleinbahn und weiteren Informationen zur Bahn. Das Museum hat immer am ersten Sonntag eines Monats geöffnet.
Details: Karte + Geodaten
09.01.2010
HE 2.14 Weilburg – Weilmünster (Weiltalweg) und Stichbahn nach Laubuseschbach
Mit dem Ausbau der stillgelegten Weiltalbahn wurde im unteren Weiltal eine landschaftlich reizvolle und überwiegend autofreie Radwegeverbindung nach Weilmünster geschaffen.
Streckenlänge (einfach): ca. 10 km (Weilburg – Weilmünster) + ca. 5 km für den Abstecher
Höhenprofil: langgez. s. l. St. von Guntersau (150 m ü. NN) nach Weilmünster (190 m) und mit langgez. l. St. weiter auf der Stichbahn bis Laubuseschbach (260 m)
Oberfläche: wg. (Weilburg – Weilmünster); asph. (nach Laubuseschbach)
Status / Beschilderung: ausgebaute Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg, Verbindungsstücke überw. wenig befahrene Innerortstraßen; Wegweisung als Weiltalweg mit Streckenlogo, die den Charakter der Wegweisung eines Wanderweges hat
Kunstbauten: Es wurde keine der Brücken über Straßen (Freienfels, Essershausen und Ernsthausen bzw. über die Weil (Guntersau) ausgebaut und auch der Tunnel zum Anschluss an die Lahntalbahn bei Guntersau wird umfahren.
Eisenbahnstrecke: 3712 / Weilburg – Weilmünster – Grävenwiesbach; 22 km (1435 mm)
3713 / Weilmünster – Laubuseschbach; 5 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. November 1891 (Weilburg – Weilmünster); 15. Mai 1892 (Weilmünster – Laubuseschbach)
Stilllegung der Bahnstrecke: 28. September 1968 (Weilmünster – Laubuseschbach); 27. September 1969 (Pv Weilburg – Weilmünster, Gv bis 1988)
Eröffnung des Radwegs: Mai 2001 (Weiltalweg Weilburg – Rotes Kreuz)
Route: Guntersau (Weilmündung in die Lahn südlich von Weilburg) – Freienfels – Essershausen – Ernsthausen – Weilmünster.
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Externe Links: www.weiltalbahn.de (von Horst Hansel); www.weiltalweg.de (Zweckverband "Naturpark Hochtaunus"); www.weilburg-lahn.info (von Rudolf Müller); www.radfotos.de (von Gerd Poschta)
22.11.2008
HE 2.15 Waldsolms-Brandoberndorf – Solms-Burgsolms (in Diskussion)
Streckenlänge (einfach): ca. 15 km
Oberfläche: asph. (Breite 2,5 m und jew. 0,5 m Bankette)
Eisenbahnstrecke: 3746 (Solmsbachtalbahn oder Solmstalbahn) / Grävenwiesbach – Albshausen; 24 km (1435 mm, Beginn der Kilometrierung in Friedrichsdorf/Taunus); Abschnitt Brandoberndorf – Solms: 16 km
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. November 1912 (Grävenwiesbach – Albshausen)
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1985 (Pv Grävenwiesbach – Albshausen, Gv bis 1988), der Abschnitt Grävenwiesbach – Brandoberndorf konnte am 15. November 1999 reaktiviert werden
Eröffnung des Radwegs: in Diskussion, möglicher Zeitrahmen: 2010 [August 2007]
Route: Brandoberndorf – Kraftsolms – Neukirchen – Bonbaden – Solms.
08.09.2007


HE 3: östlich der Fulda

Eine umfangreiche und informative Quelle zu stillgelegten Bahntrassen im Raum Osthessen und den angrenzenden Regionen in Thüringen und dem Südzipfel Niedersachsens mit Daten zu den Streckenhistorien und vielen Fotografien ist www.vergessene-bahnen.de von Reiner Schruft. Interessant sind hier u. a. Fotografien, die bei Streckenbegehungen kurz vor den verschiedenen Ausbaumaßnahmen zu Radwegen entstanden sind.
Viele aktuelle Fotografien zu Bahntrassenwegen in der Grenzregion Hessen/Thüringen hat Karl Schlemmer auf www.bahntrassenradwege.de zusammengetragen.

HE 3.01 Lohfelden (bei Kassel) – Wellerode (ehem. Söhrebahn)
Streckenlänge (einfach): ca. 7 km
Oberfläche: wg.
Eisenbahnstrecke: 3905 (Söhretalbahn) / Kassel-Bettenhausen – Wellerode Wald; 10 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 22. August 1912
Stilllegung der Bahnstrecke: 1. Oktober 1966 (Gesamt-Pv, Gv Lohfelden – Wellerode Wald), 16. Dezember 1983 (restl. Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Route: Lohfelden – Vollmarshausen – Wellerode Wald.
Details: Fotografien    Karte + Geodaten
02.01.2010
HE 3.02 Gelster-Radweg: Witzenhausen – Hundelshausen
Auf der Trasse selbst verläuft nur ein verschwindend kurzer Abschnitt des Radwegs im Gelstertal. Es lohnt sich aber, die Tour weiter nach Süden bis zum Viadukt bei Uengsterode zu verlängern.
Streckenlänge (einfach): ca. 11 km (davon nur ca. 1 km zw. Witzenhausen und Hundelshausen auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: langgez. l. St. von der Werra bei Witzenhausen (150 m ü. NN) bis zum Viadukt Uengsterode (275 m); nur wenige steilere Abschnitte
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: Bahntrasse freigeg. Z. 250 bzw. Z. 260; regionale Wegweisung, die Strecke ist auch Teil des Herkules-Wartburg-Radwegs
Eisenbahnstrecke: 3922 ("Gelstertalbahn") / Großalmerode Ost – Eichenberg; 25 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 15. Dezember 1915
Stilllegung der Bahnstrecke: 2. Juni 1973 (Pv), 31. Dezember 1983 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Route: Witzenhausen (Anchluss Werraradweg) – Hundelshausen (– Trubenhausen – Viadukt Uengsterode).
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
31.12.2007

> TH03 Treffurt – Heyerode
Siehe unter Thüringen: TH03.

> TH04 Wanfried – Treffurt – Creuzburg
Siehe unter Thüringen: TH04.

HE 3.03 Solztalradweg: Bad Hersfeld – Schenklengsfeld (ehem. Hersfelder Kreisbahn)
Der Bahntrassenweg von Bad Hersfeld nach Schenklengsfeld ist gut gemacht und landschaftlich sehr reizvoll, nur in Schenklengsfeld landet man auf der Landesstraße. Auch die Durchbindung zur Werra ist eher enttäuschend ausgefallen.
Streckenlänge (einfach): ca. 14,5 km (davon ca. 13 km auf der ehem. Bahntrasse; der Radweg endet ca. 1,3 km nördlich des Ortzentrums von Schenklengsfeld)
Höhenprofil: langgez. l. St. von Bad Hersfeld (200 m ü. NN; Abzw. vom R 1) bis nach Schenklengsfeld (320 m)
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg, Anbindung in Schenklengsfeld: Straße; Wegweisung gemäß landesweitem Standard als Teil des BahnRadwegs Hessen, zwischen Hersfeld und Sorga zusätzlich als R 7 und zwischen Hersfeld und Oberode zusätzlich als R 1
Eisenbahnstrecke: 9380 / Bad Hersfeld – Philippsthal-Heimboldshausen; 26 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 26. September 1912
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Dezember 1993; Abbau der Gleise zw. Bad Hersfeld und Schenklengsfeld: 1999
Eröffnung des Radwegs: feierliche Eröffnung am 4. Oktober 2003; die ab Mai 2005 wegen Sanierungsarbeiten gesperrte Fuldabrücke bei Bad Hersfeld wurde am 22. Dezember 2005 wieder eröffnet; Anbindung Bf Bad Hersfeld und Lückenschluss Malkomes: Frühjahr 2008
Route: Bad Hersfeld – Oberode – Sorga – Malkomes – Schenksolz – Schenklengsfeld.
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Externe Links: Wikipedia: Hersfelder Kreisbahn
22.11.2009
HE 3.04 Kegelspielradweg: Hünfeld – Wenigentaft
Der im April 2007 eröffnete Kegelspielradweg schafft eine attraktive Verbindung zwischen den Tälern von Haune und Ulster. Da mehrere Streckenabschnitte aus Naturschutzgründen nicht für den Radweg zur Verfügung standen, fallen einige Steigungen steiler als nötig aus. Der Weg entfernt sich aber kaum mehr als ein paar Meter von der Trasse. Top: das Klausmarbacher Viadukt.
Synonyme: Radweg "Hessisches Kegelspiel"; die Bahnstrecke wurde "Bimbel-Strecke" genannt
Streckenlänge (einfach): ca. 27 km (davon ca. 16,7 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: langgez. fl. Kuppe: beide Enden des Radwegs liegen auf etwa 250 m ü. NN, der Scheitelpunkt befindet sich bei Leibolz auf ca. 370 m ü. NN; die Bahntrasse weist max. 1,7 % Steigung auf
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; Wegweisung gemäß landesweitem Standard
Kunstbauten: Sandsteingewölbebrücke bei Klausmarbach (fünfbogig; L: 130 m, H: 32 m), zwei Brücken wurden neu erstellt
Eisenbahnstrecke: 3813 / Hünfeld – Wenigentaft-Mansbach; 26 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Dezember 1906
Stilllegung der Bahnstrecke: 1945 (Treischfeld – Wenigentaft); 28. Mai 1972 (Pv Hünfeld – Treischfeld, danach noch Gv); Stilllegung 1991
Eröffnung des Radwegs: 27. April 2007 (Baubeginn für vorbereitende Maßnahmen war im März 2005, Erster Spatenstich für den Bau des Radwegs am 5. September 2005)
Route: Hünfeld – Gruben – Burghaun – Klausmarbacher Viadukt – Steinbach – Betzenrod – Leimbach – Leibolz (Bf Eiterfeld) – Großentaft – Treischfeld – Wenigentaft (Anbindung an Ulsterradweg).
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Fotografien vor und während des Baus; Feierliche Eröffnung am 27. April 2007
Externe Links: www.kegelspielradweg.de
02.01.2010
HE 3.05 Milseburg-Radweg: Fulda – Hilders
Der Milseburgradweg liefert ein exzellentes Beispiel für einen Radweg, der eine attraktive Mittelgebirgsregion breiten Radfahrerkreisen erschließt. Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der knapp 1,2 km lange Milseburgtunnel, der längste Eisenbahntunnel, der in Deutschland zu einem Radweg ausgebaut wurde.
Synonyme: andere Schreibung: Milseburgradweg
Streckenlänge (einfach): ca. 27 km (zwischen Streckenbeginn am ehem. Bf Götzenhof und ehem. Bf Hilders bis auf 1,2 km bei Eckweisbach vollständig auf der ehem. Bahntrasse); der Milseburg-Radweg ersetzt auf diesem Teilstück die bisherige Route des hessischen Radfernwegs R 3
Höhenprofil: am Streckenbeginn bei Götzenhof nahezu eben, dann langgez. l. St. von Wiesen (300 m ü. NN) zum Milseburgtunnel (520 m), anschließend langgez. l. Gef. bis Hilders (450 m)
Oberfläche: asph.
Barrierefrei: Nach einigen schweren Pollerunfällen sind im Vergleich zu meinem ersten Besuch im Juni 2004 zunächst an 16 Querwegen und Einmündungen die Pfosten entfernt worden. An den 14 restlichen Stellen wurden die Poller inzwischen ebenfalls entfernt oder durch relativ eng stehende Drängelgitter ersetzt.
Status / Beschilderung: Die ausgebauten Abschnitte der Bahntrasse sind komplett als kombinierter Fuß-/Radweg ausgewiesen; westlich von Eckweisbach wird auf 1,2 km ein Wirtschaftsweg mitbenutzt. Der Weg ist zwischen Fulda und Aura (2 km nördlich von Hilders) Teil des hessischen Radfernwegs R 3. Die Wegweisung des Bahntrassenweges basiert ausschließlich auf derjenigen des landesweiten Radfernwegs; das Logo des Milseburgradwegs findet sich auf den Orierntierungstafeln und als verbindendes Element auf den Wegweisern zu touristischen und gastronomischen Zielen abseits der Route (auch in einiger Entfernung vom eigentlichen Milseburgradweg).
Kunstbauten: Milseburgtunnel (1172 m lang, der Tunnel ist tagsüber beleuchtet und wird videoüberwacht; zusätzlich wurden vier Notrufsäulen installiert), der Tunnel ist vom 1. November bis Mitte April (seit 2009; ursprünglich bis 31. März) zum Schutz der Fledermäuse gesperrt; 14 Brückenbauwerke, von denen mehrere durch ansprechende Holz-Neubauten ersetzt wurden.
Eisenbahnstrecke: 3820 / Götzenhof – Hilders – Wüstensachsen; 35 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Juni 1889 (Fulda-Götzenhof – Bieberstein), 12. Dezember 1890 (Bieberstein – Hilders), 1. Februar 1916 (Hilders – Wüstensachsen)
Stilllegung der Bahnstrecke: 1. März 1970 (Pv Hilders – Wüstensachsen), 27. September 1986 (Pv Fulda-Götzenhof – Hilders; Abbau: 1995-97)
Eröffnung des Radwegs: 18. Oktober 2003
Radbus: Seit Mai 2004 wird sonn- und feiertags ein "Rhön-Radbus" mit Fahrradanhänger von Fulda entlang des Milseburgradwegs bis Hilders und über die Wasserkuppe bis Gersfeld eingesetzt (Mai bis Oktober).
Route: Fulda (ehem. Bf Götzenhof) – Almendorf – Wiesen – Niederbieber – Langenbieber – Elters – Milseburgtunnel – Steinbach – Eckweisbach – Hilders.
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Externe Links: www.milseburg-radweg.de; umfangreiche Berichterstattung zur Eröffnung des Milseburgradwegs mit vielen Fotos auch unter: www.osthessen-news.de (insb. Artikel am 16. und 18.10.2003)
02.01.2010
HE 3.06 Ulstertal-Radweg: Tann (Rhön) – Philippsthal
Mit der Deutschen Teilung war auch das Schicksal der Ulstertalbahn besiegelt. Obwohl nach all den Jahren stellenweise nicht mehr viel von der Strecke übrig geblieben ist, hat dieser Weg eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen den benachbarten Bahntrassenwegen.
Streckenlänge (einfach): ca. 36 km (davon ca. 11,5 km auf der ehem. Trasse der Ulstertalbahn); Gesamtlänge des Ulstertal-Radwegs von der Quelle bis zur Mündung in die Werra mit Anbindung R 1: 60 km
Oberfläche: asph. (Bahntrassenabschnitte, auf der Gesamtstrecke auch wassergebundene Abschnitte)
Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg bzw. freigeg. Wirtschaftsweg; der Weg ist in Tann Teil des hessischen Radfernwegs R 3 und entsprechend beschildert; Wegweisung als Ulsterradweg mit verschiedenen Schildern
Eisenbahnstrecke: 3815 (Ulstertalbahn) / Vacha – Wenigentaft-Mansbach – Tann; 28 km (1435 mm) und
3821 / Hilders – Tann; 10 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Juni 1891 (Hilders – Tann), 1. August 1906 (Vacha – Geisa), 1. Oktober 1909 (Geisa – Tann)
Stilllegung der Bahnstrecke: 1952 (Vacha – Motzlar), 1961 (Pv Hilders – Günthers, Gv bis 1976)
Eröffnung des Radwegs: 2004 (Tann – Motzlar)
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
31.12.2007


HE 4: südlich des Mains
HE 4.01 Industriebahnweg Offenbach
Besonders der östliche Abschnitt des Offenbacher Industriebahnweges bietet eine attraktive und überraschend grüne Querverbindung am Randbereich der Stadt. Kleine Infotafeln erinnern an Standorte verschwundener Industriebetriebe.
Streckenlänge (einfach): ca. 4 km
Oberfläche: wg.
Status / Beschilderung: Ausgebaute Abschnitte der Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg; Wegweisung mit eigenem Routenlogo (nur auf dem eigentlichen Weg, keine Anbindung z. B. vom Main).
Eisenbahnstrecke: 3666 (Offenbacher Industriebahn); 10 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1917-20 in drei Teilstücken
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Dezember 1993 (Stilllegung); 1996 (Abbau der Gleise)
Eröffnung des Radwegs: 1999 (Abschnitt: Bieberer Str. – Waldstraße)
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Externe Links: Kurze Darstellung zum Konzept des Industriebahnweges und zur Geschichte der Bahnstrecke:
www.offenbach.de/bpu (Stadt Offenbach: Bauen/Planen)
29.12.2007
HE 4.01a Hafenbahn Offenbach
Nach dem Abbau der Offenbacher Hafenbahn wurden zwei kurze Stücke als Radwege asphaltiert. Der westliche ist nach dem Umbau einer Brückenzufahrt schon selbst wieder Geschichte, der andere weiter Teil des R 3 und der D-Route 5 (Mainradweg).
Streckenlänge (einfach): ca. 1,8 km (davon ca. 750 m auf der Trasse, teilw. unmittelbar daneben, auf einem kurzen Stück ist die Trasse durch einen Parkplatz überdeckt)
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: kombinierter und paralleler Fuß-/Radweg; Wegweisung als Teil von R 3 und D 5.
Eisenbahnstrecke: 3665 (Offenbacher Hafenbahn); 5 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1902
Stilllegung der Bahnstrecke: letzter Museumszug: 20. Juni 2004
Eröffnung des Radwegs: 4. August 2006
Details: siehe HE 4.01
06.06.2010
HE 4.02 Griesheim (Teilstück der Riedbahn)
Auch wenn es auf manchen Karten anders aussieht: Nur auf einem verschwindend kleinen Stück der Riedbahn zwischen Darmstadt und Stockstadt kann man Rad fahren.
Streckenlänge (einfach): ca. 1,5 km; zwischen Wolfskehlen und Goddelau scheint ein weiterer Abschnitt befahrbar zu sein
Oberfläche: wg.
Eisenbahnstrecke: 3541 / Goddelau – Darmstadt; 15 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1868
Stilllegung der Bahnstrecke: 1970 (Pv), 1977 (Gv)
Eröffnung des Radwegs:
Planungen: In Griesheim ist ein weiterer Ausbau der Bahntrasse geplant. [November 2006]
Route: westlich von Griesheim.
Details: Fotografien    Karte + Geodaten
02.01.2010
HE 4.03 Dieburg – Groß-Zimmern
Streckenlänge (einfach): ca. 4 km
Oberfläche: jeweils etwa zur Hälfte asph. und wg.
Eisenbahnstrecke: 3661 / Offenbach (Main) – Dieburg – Reinheim; 37 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: Offenbach (Main) – Dieburg – Reinheim: Oktober 1896; Dieburg – Groß-Zimmern: 1897
Stilllegung der Bahnstrecke: Dieburg – Reinheim: 1965; Darmstadt – Groß-Zimmern: 1966
Eröffnung des Radwegs: ca. 1984
Route: Dieburg – Groß-Zimmern.
Details: Fotografien    Karte + Geodaten
14.03.2010
HE 4.04 Wald-Michelbach – Wahlen (ehem. Überwaldbahn)
Schöner, noch etwas abseits gelegener Bahntrassenweg im oberen Ulfenbachtal, der bald leicht über eine reaktivierte Bahnverbindung Mörlenbach – Wald-Michelbach zu erreichen sein könnte.
Streckenlänge (einfach): ca. 5 km
Höhenprofil: l. St. vom ehem. Bf Unter-Waldmichelbach (310 m ü. NN) nach Wahlen (370 m)
Oberfläche: wg.
Status / Beschilderung: überw. kombinierter Fuß-/Radweg, bis auf nördlichen Anschluss nach Grasellenbach keine Wegweisung
Eisenbahnstrecke: 3579 / Mörlenbach – Wahlen; 16 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 28. Februar 1901
Stilllegung der Bahnstrecke: Mai 1983 (Pv), bis 1994 noch Gv zw. Mörlenbach und Wald-Michelbach
Eröffnung des Radwegs: 24. April 2000 (Affolterbach – Aschbach)
Planungen: Nachdem für die angrenzende Strecke von Wald-Michelbach nach Mörlenbach mit dem 800 m langen Tunnel unter der Kreidacher Höhe, einem weiteren, kürzeren Tunnel sowie drei Viadukten ein Ausbau als Radweg bzw. eine Nutzung als Draisinenstrecke oder Museumsbahn diskutiert wurden, steigen jetzt die Chancen für eine Reaktivierung als "Überwald-Express".
Route: Wald-Michelbach – Affolterbach – Aschbach – Wahlen.
Details: Wegebeschreibung    Fotografien    Karte + Geodaten
Externe Links: www.ueberwaldbahn.net
03.08.2007


Die Tourenbeschreibungen und begleitenden Angaben wurden mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Für ihre Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Das Nachradeln der Touren geschieht auf eigene Gefahr.

Dieses Dokument (Texte, Grafiken und Fotografien) ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Eine kommerzielle Nutzung z. B. durch Fahrradverleihbetriebe oder Fremdenverkehrsorganisationen sowie die – auch auszugsweise – Veröffentlichung in elektronischer oder gedruckter Form bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung. Alle genannten Marken- und Produktbezeichnungen sind Warenzeichen der entsprechenden Inhaber.

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