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Bahntrassenradeln – Details

Deutschland > Nordrhein-Westfalen > südlich der Ruhr
 
NW 4.11 Balkanexpress-Radweg: Leverkusen-Opladen – Remscheid-Lennep (teilw. in Planung)
Die Strecke des 1991 vollständig stillgelegten "Balkanexpress" am Rande des Bergischen Lands bietet ideale Voraussetzungen für einen Radwanderweg. Der Ausbau als "Alleenradweg Balkantrasse" steht in den Städten Burscheid, Wermelskirchen und Remscheid kurz bevor.
Synonyme: Alleenradweg Balkantrasse oder Balkan-Trasse
Eisenbahnstrecke: 2700 / Wuppertal-Oberbarmen – Remscheid-Lennep – Opladen; 41 km (1435 mm);
Abschnitt Lennep – Opladen: 28 km
Eröffnung der Bahnstrecke: 12. Mai 1876 (Gv Lennep – Wermelskirchen, Pv ab 15. Mai),
1. Oktober 1881 (Gv Wermelskirchen – Opladen, Pv ab 15. Oktober)
Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Mai 1977 (Gv Wermelskirchen – Hilgen), 28. Mai 1983 (Pv Bergisch Born – Hilgen), 31. Mai 1986 (Pv Lennep – Bergisch Born), 31. Mai 1991 (Pv Hilgen – Opladen), 1994/95 (Gv Lennep – Wermelskirchen); Abbau: 1985 Wermelskirchen – Hilgen
Planungen: Nachdem ein Umbau der Balkantrasse zwischen Remscheid-Lennep und Bergisch Born im Rahmen des Regionale 2006-Projekts "Landschaftsfenster" zugunsten der Trasse des Werkzeugs zurückgestellt wurde, kann er jetzt als Alleenradweg von Burscheid über Wermelskirchen nach Lennep realisiert werden, der in Bergisch Born an den künftigen Wasserquintett-Radweg nach Marienheide anschließt (siehe NW 4.13). Eine Weiterführung des Weges in Leverkusen wurde im April 2008 durch den Stadtrat aus Kostengründen abgelehnt. Der ADFC Leverkusen u. a. setzen sich aber weiterhin nachdrücklich für einen durchgängigen Weg bis Opladen ein.
Im Dezember 2008 wurde in Burscheid der Radweg vom dortigen Stadtrat beschlossen, bei der sanierungsbedürftigen Brücke Kotten zeichnet sich ab, dass der Einschnitt mit einem Damm verfüllt werden soll und der Radweg kreuzungsfrei durch eine Röhre geführt wird. In Hilgen könnte auf den geplanten Abriss der B-51-Brücke über die Bahntrasse verzichtet werden.
Im Juni 2009 legte der ADFC Leverkusen eine Kostenschätzung vor, in dem die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW nur 1,6 Mio. Euro für den Ausbau des Leverkusener Teilstücks veranschlagt. Diese Summe passt gut zu den Zahlen, mit denen der Alleenradweg Balkantrasse für die übrigen drei Städte im Landesprogramm "Förderung des kommunalen Straßenbaus 2009" eingeplant ist, das im Juli 2009 veröffentlicht wurde. 2010 wird die Trasse in Burscheid freigeschnitten, der eigentliche Bau des Radwegs erfolgt 2011. Für Wermelskirchen und Remscheid ist noch kein genauerer Zeitplan bekannt geworden. [März 2010]
Details:    Flyer Balkanexpress-Radweg


Planspiel Balkanexpress-Radweg (April 2007)

Vorbemerkung

Im Laufe der Recherchen für Bahntrassenradeln konnte ich in den zurückliegenden fünf Jahren an einigen Beispielen verfolgen, wie auf stillgelegten Bahnstrecken Radwege entstanden sind. Auch in Leverkusen gibt es eine inzwischen abgebaute Strecke, die sich als sehr attraktive Radroute eignen würde: Für die Trasse des ehem. "Balkanexpress" von Remscheid-Lennep nach Leverkusen-Opladen (letzte Kursbuchstrecke 411, DB-Streckennummer 2700) wurde noch lange nach Betriebseinstellung eine Reaktivierung diskutiert. Inzwischen ist allerdings im Bereich Wermelskirchen die Bundesstraße B 51 als Ortsumgehung auf die Bahntrasse verlegt worden, sodass eine durchgängige Wiederinbetriebnahme ausgeschlossen scheint.

Für den Abschnitt von Wermelskirchen nach Opladen wurde mehrfach eine Nutzung als Radwanderweg vorgeschlagen, zuletzt als ein mögliches Projekt zur Regionale 2010 im Rheinland. Die Idee eines Balkanexpress-Radwegs ist von einigen Anliegerkommunen bisher nur sehr zurückhaltend aufgenommen worden. Die größte Unterstützung ist in Burscheid und Wermelskirchen zu verzeichnen. Pläne, den Remscheider Abschnitt im Rahmen der Regionale 2006 auszubauen, konnten nicht umgesetzt werden. Das letzte Wort über die Zukunft dieses Teils der Bahnstrecke ist noch nicht gesprochen, Straße oder Radweg bleiben weiter im Bereich des Möglichen.

Nachdem ich in jüngster Zeit mehrfach auf eine mögliche Umnutzung der Balkanexpress-Strecke als Radwanderweg angesprochen wurde, habe ich sie Anfang April 2007 auf einer Radtour genauer erkundet: Sie hat in der Tat das Zeug zu einem radtouristischen Knüller. Die folgenden Ausführungen beschäftigen sich in erster Linie mit dem Abschnitt von Opladen nach Burscheid-Hilgen, auf dem die Trasse noch fast unverändert erhalten ist. Durch eine Weiterführung bis Remscheid-Lennep wäre eine Anbindung an einen ebenfalls angedachten Bahntrassenweg über Wipperfürth nach Marienheide denkbar und wünschenswert.

1 Aktueller Zustand der Strecke (April 2007)

Bei einer Besichtigung des Abschnitts Opladen – Wermelskirchen Anfang April 2007 waren nur im Bereich der Ausfahrt des Opladener Bahnhofs Schienen zu finden. Auf nahezu der gesamten Strecke ist noch der Schotter vorhanden, lediglich kurz vor dem ehem. Bf Burscheid und im Bereich des ehem. Bf Hilgen wurden kleine Flächen für KFZ befahrbar gemacht. An verschiedenen Stellen zeigen Trampelpfade, dass einige Abschnitte regelmäßig begangen werden. Der überwiegende Teil der Strecke ist allerdings unpassierbar.
Zwischen Opladen und Hilgen sind bis auf eine Ausnahme sämtliche Brücken und Unterführungen vorhanden, nur an der Jahnstraße in Burscheid wurde der Einschnitt in Bereich der ehem. Brücke verfüllt. Eine besondere Erwähnung verdient die Brücke über die Autobahn 1 zwischen Burscheid und Hilgen, die in einem tadellosen Zustand ist.

2 Eckpunkte eines Balkanexpress-Radwegs



Übersichtsskizze: Abschnitt Opladen – Hilgen
Die Fähnchen bezeichnen die Lage von Zugangspunkten zu einem potentiellen Radweg

2.1 Verknüpfungspunkte mit dem Umfeld

Obwohl nur als Nebenbahn eingestuft, wurde die Bahntrecke Lennep – Opladen im Zuge des zweigleisigen Ausbaus mit einem hohen Standard ausgebaut. Es gibt daher keine niveaugleichen Straßenquerungen, und die Trasse wurde aufwändig über zahlreiche Dämme und Einschnitte geführt. Ein besonderes Augenmerk lag bei meinem Besuch daher auf den möglichen Verknüpfungspunkten zu Querstraßen. Wie die folgende Übersicht zeigt, wäre die Einbindung ins Umfeld erstaunlich unproblematisch und meist sogar ebenerdig möglich. Die Auflistung beschränkt sich zunächst auf den Abschnitt Opladen – Hilgen. Auf dem anschließenden Stück fehlen einige Brücken, für einen Radweg müssten daher an diesen Stellen Rampen geschaffen werden.

Tabelle 1: Brückenbauwerke und Verknüpfungspunkte

km Nr. Verknüpfungspunkt Anbindung
Stadt Leverkusen  
0,3 1 Unterführung (R und F) nördl. Bf Opladen mögl. Beginn des Bahntrassenwegs; dieser Bereich soll im Zuge der "Bahnstadt Opladen" umgestaltet werden, sodass hier eine attraktive und radgerechte Gestaltung des Einstiegspunktes möglich wäre
0,5 Bahnbrücke Lützenkirchener Straße ---
0,7 Bahnbrücke Rennbaumstraße /
B 232
---
1,1 2 Bahnbrücke Dechant-Krey-Straße bei 1,2 ebenerdiger Zugang zum Verbindungsweg Dechant-Krey-Straße – Elsbachstraße (nördlich der Trasse)
1,7 3 Straßenbrücke Rennbaumstraße /
B 232
ebenerdiger Zugang zur Oberen Straße (südlich der Trasse; über die Straße Anbindung der Bundesstraße, direkter Zugang über vorhandene Treppe)
2,4 4 Bahnbrücke Neukronenberger Straße ebenerdiger Zugang (nördl. der Trasse)
3,0 Bahnbrücke Zum Claashäuschen / K 2
3,2 5 Bahnbrücke Unterölbach ebenerdiger Zugang wenig östlich der Brücke (nördlich der Trasse)
3,8 Bahnbrücke Grundermühlenweg ---
4,2 6 Bahnbrücke Atzlenbacher Straße Zugang über Rampe bzw. über Feldweg östlich der Brücke (nördlich der Trasse)
5,0 Bahnbrücke ?
5,3 7 Bahnbrücke Oberölbach Zugang über vorh. Weg (südwestlich)
5,6 8 ehem. Bf Pattscheid Zugang Firmengelände (vorhandene Rampe)
6,1 Straßenbrücke Romberg ---
6,6 Bahnbrücke Wanderweg ---
Stadt Burscheid  
7,1 Bahnbrücke Wanderweg ---
7,5 9 Bahnbrücke Dierath ebenerdiger Zugang am ehem. Hp Kuckenberg
8,0 10 Straßenbrücke östlich Kuckenberg Zugang über vorhandene Rampe (südöstlich)
8,7 11 Wirtschaftswegbrücke Rötzinghofen ebenerdiger Zugang (südöstlich)
9,0 12 ehem. Brücke Jahnstraße Einschnitt verfüllt: kann zu Rampen ausgebaut werden
9,5 13/14 --- zwei ebenerdige Zugänge zur parallel verlaufenden Straße Im Hagen sowie im Bereich des ehem. Hp Burscheid Rathaus, u. a. zu den Schulen
9,8 Straßenbrücke Friedrich-Goetze-Straße / B 232 ---
9,9 Straßenbrücke Hauptstraße ---
10,2 15 ehem. Bf Burscheid Querweg (flache Rampe) vor dem Bahnhofsgebäude
10,9 Straßenbrücke Griesberger Straße ---
11,5 Wirtschaftswegbrücke ---
11,8 Bahnbrücke BAB 1 ---
12,4 16 Dünweg: Straßenbrücke Osinghausener Straße ebenerdiger Zugang am Ortsschild Kotten (nordöstlich)
13,0 17 --- Anbindung Sportplatz Hilgen (Rampe: nördlich)
13,5 18 Straßenbrücke Kölner Straße / B 51 ebenerdige Anbindung östlich (Ziegeleiweg)
13,8 19 ehem. Bf Hilgen ebenerdige Anbindung (Bahnhofstraße)

2.2 Höhenprofil

Mit einer kontinuierlichen, aber leichten Steigung von Opladen (50 m ü. NN) über Burscheid (190 m) nach Hilgen (230 m) weist die Bahntrasse eine äußerst günstige Linienführung im Randbereich des Bergischen Landes auf, die bisher von keiner Fahrradroute zwischen Opladen und Burscheid / Hilgen erreicht wird. Die meisten der vorhandenen Routen orientieren sich von Opladen kommend zunächst an einem der Bachtäler, um dann die verbleibende Höhendifferenz mit relativ kurzen, aber starken Steigungen zu überwinden. Sie sind damit nur bedingt alltagstauglich. Selbst die parallel zur Bahnstrecke verlaufende Bundesstraße 232 ist hinsichtlich des Höhenprofils ungünstiger, da sie insbesondere im unteren Bereich steiler ansteigt.

2.3 Bauliche Ausgestaltung des Weges

Aus den Erfahrungen auf weit mehr als 200 Bahntrassenwegen in Deutschland und dem benachbarten Ausland ergibt sich eine eindeutige Wunschvorstellung für die Wahl der Wegeoberfläche: Eine optimale Benutzbarkeit für die verschiedenen "Kundengruppen" wird mit einer Kombination zweier verschiedener Materialien erreicht.
Ein bituminöser Belag kommt mit einem geringen Rollwiderstand Radfahrern entgegen, der Weg kann außerdem von Inline-Skatern genutzt werden. In Phasen langer Trockenheit kann es zu keiner Staubentwicklung kommen, bei Regen zu keiner Vermatschung. Eine Asphaltoberfläche ist sehr pflegeleicht und bedarf weniger Wartung als z. B. wassergebundene Decken. Voraussetzung ist natürlich eine fachgerechte Ausführung unter Einbringung eines Durchwachsungsschutzes, um Beschädigungen durch durchbrechende Ackerwinden zu vermeiden. Auf Radwegen ohne Mitbenutzung durch landwirtschaftlichen Verkehr ist eine Breite von 2,50 m ausreichend, zuzüglich Bankette von insg. 0,50 m. Einer zu starken Erwärmung durch Sonneneinstrahlung kann durch Aufhellen der Oberfläche mit Quarzit entgegengewirkt werden.
Konträre Anforderungen haben Wanderer und Jogger, die einen weicheren Untergrund bevorzugen. Bei einigen asphaltierten Bahntrassenwegen findet man daher zusätzlich einen wassergebundenen Randstreifen.
Aufgrund des zweigleisigen Ausbaus der Balkanexpress-Strecke ist auf dem Bahndamm genügend Platz um beiden Anforderungen gerecht zu werden. Neben einem Asphaltweg kann, getrennt durch eine Grasfläche, ein schmaler wassergebundener Streifen angelegt werden. Der Weg sollte auf der gesamten Breite als kombinierter Fuß- und Radweg gewidmet werden, damit Fußgänger je nach Witterung zwischen beiden Belägen wählen können.
In Dammlage sind ggf. Geländer als Absturzsicherung vorzusehen, alternativ niedrige Hecken, die auch als Wind- sowie als Sichtschutz fungieren. Rastplätze können ebenfalls direkt auf dem ehemaligen Bahnkörper untergebracht werden.

2.4 Einbindung in das regionale Radroutennetz

Auch nach der Einführung des landesweiten Radverkehrsnetzes bleibt das Bergische Land im Vergleich mit anderen Regionen beim Angebot touristisch relevanter Radrouten deutlich zurück. Das Radverkehrsnetz zielt in einem starken Maß auf die Belange des Alltagsverkehrs ab und greift sehr häufig auf Radwege entlang klassifizierter Straßen zurück. Zwischen Pattscheid und Wermelskirchen sind die Routen des Radverkehrsnetzes nahezu vollständig entlang der oft stark befahrenen Bundesstraßen geführt. Straßenbegleitende Radwege sind bisher nicht durchgängig vorhanden, sodass es auf dieser Wegebeziehung auch für den alltäglichen Radverkehr kein zufriedenstellendes Angebot gibt.

2.4.1 Alltagsverkehr

Durch die Trasse des Balkanexpress werden die Ortskerne von Opladen, Burscheid und Hilgen miteinander verbunden, weitere kleinere Stadtteile wie Bergisch Neukirchen, Pattscheid und zahlreiche Ortschaften und Siedlungen liegen in unmittelbarer Nähe. Mit einer entsprechenden Ausstattung an öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Einzelhandel und Supermärkten haben dabei insb. Opladen und Burscheid Zentrumsfunktionen. Industrie und Gewerbe sind in Opladen, Pattscheid, Masssiefen, Buscheid und Hilgen angesiedelt.
Durch einen Bahntrassenweg können somit eine ganze Reihe von Wegebeziehungen abgedeckt werden. In einem besonderen Maße könnten die in Burscheid unmittelbar am Bahndamm gelegenen Schulen profitieren: Vom Stadtzentrum entstünde ein Zugang ohne Kreuzung der Bundesstraße und auch entfernter liegende Stadtteile würden gut angebunden.

2.4.2 Freizeit- und touristischer Verkehr

Durch die straßenferne Wegeführung und gleichmäßige, moderate Steigungen wäre ein Radweg auf der stillgelegten Bahnstrecke sowohl als Bestandteil einer Fernverbindung, als auch als Teil einer ganzen Reihe von Rundrouten interessant. Dank Bahntrassenweg würden die zahlreichen kleinen und großen Ausflugsziele in der Nähe optimal erreichbar, da die Steigung von Opladen bis Wermelskirchen auch für weniger trainierte Radfahrer problemlos zu meistern wäre.
Schon in einer Entfernung von wenigen 100 m sind das NaturGut Haus Ophoven, das Opladener Freibad, die Hallenbäder in Bergisch Neukirchen und Burscheid, Sportplätze im Wiembachtal, bei Bergisch Neukirchen, Burscheid und Hilgen zu finden. Bei den genanten Orten stehen die Aktivitäten am Ziel im Vordergrund, die Wahl des Verkehrsmittels wird von einer einfachen und schnellen Erreichbarkeit abhängig gemacht: Ein attraktiver Bahntrassenweg könnte hier einen wichtigen Impuls geben, zur Anfahrt zu Sport- und Freizeitaktivitäten auf das Rad umzusteigen.
Viele der Naherholungsziele im Umfeld eines Balkanexpress-Radwegs wie Diepentalsperre, Sengbachtalsperre, Schloss Burg und der Brückenpark Müngsten werden heute von Leverkusenern und Burscheidern per Auto oder ggf. im Rahmen einer Rundwanderung aufgesucht. Selbst der zwischen Langenfeld und Wuppertal-Sonnborn relativ gut ausgebaute Radweg entlang der Wupper spielt für Radwanderer, die in Köln / Leverkusen starten, nur eine untergeordnete Rolle, da zwischen Leichlingen und Opladen keine gut zu fahrende, verkehrs- und steigungsarme Verbindung besteht.
Zur Anbindung des Bahntrassenwegs von Opladen zum Rhein bei Rheindorf ("Erlebnisweg Rheinschiene", deutschlandweite Radfernwege D 7 und D 8) kann die seit der Landesgartenschau 2005 bestehende Stadt-Landschafts-Schlaufe Wupper genutzt werden. Auch viele andere Leverkusener Stadtteile haben über das innerstädtische Radroutennetz einen guten Anschluss zum Bf Opladen.

2.4.3 Eine Vision für das Bergische Land

Mit einem Grundnetz an Bahntrassenwegen könnte der Fahrradtourismus im Bergischen Land einen ungeahnten Aufschwung erfahren. Die zu erwartenden Effekte dürften dabei noch deutlicher ausfallen als in der Eifel (Maare-Mosel-Radweg), im Hunsrück (Schinderhannes-Radweg) oder in Hessen (Vulkan-Radweg), da das Bergische mit seiner Randlage zu den Ballungsgebieten in der Kölner Bucht viel näher an den Menschen ist und eine gute und schnelle Erreichbarkeit der Endpunkte auch mit dem SPNV gewährleistet ist. Von Remscheid-Lennep über Bergisch Born nach Opladen und zwischen Bergisch Born und Marienheide könnten rund 50 km an komfortablen und familiengeeigneten Bahntrassenwegen mit einer wichtigen Erschließungsfunktion entstehen. Einen ersten Eindruck kann man zwischen Wipperfürth und Marienheide (NW 4.13) gewinnen – die ersten 10 Kilometer dieses Netzes sind bereits fertig!
Zahlreiche Ausflugsziele werden zum Ziel von Radausflügen: die Talsperren (Sengbach-, Wupper-, Bever-, Neye-, Kerpse- und Lingsetalsperre), Museen wie das Bergische Museum in Schloss Burg (Solingen) und das Deutsche Röntgen-Museum in Lennep oder einfach nur viel Landschaft und Bergisches Fachwerk. Eigentlich unverständlich, dass es für Radwanderer in dieser Region bisher kaum qualitativ hochwertige Angebote gibt: Themenrouten? durchgängige Flussradwege? – Fehlanzeige. Die Straßen werden von unzähligen Rennradfahrern bevölkert. Da kann man sich leicht ausrechnen, wie groß der Wunsch nach autofreien und steigungsarmen Routen ist, die auch anderen Zielgruppen wie Familien mit Kindern und älteren Radlern entgegenkommen und die zu einem längeren Aufenthalt verführen. Andere Regionen haben vorgemacht, dass aus Träumen Wirklichkeit werden kann. Sie sind nicht schlecht damit gefahren.

2.5 Finanzierungsmöglichkeiten

In seiner Diplomarbeit an der FH Bochum unter der Anleitung von Prof. Alfred Miscke (Fachbereich Vermessungswesen und Geoinformatik) entwickelte Ron Holzwarth Vorschläge zu einem Radweg "Historische Bergische Handelsroute" als Projekt der Regionale 2010 (Förderquote mind. 50 %). Dieser Ansatz wurde von den Städten Burscheid und Wermelskirchen begrüßt, Leverkusen und Remscheid zeigten hingegen kein Interesse. Gespräche mit Vertretern der Regionale ergaben in logischer Konsequenz, dass der Radweg keine Chance hätte in das Förderprogramm aufgenommen zu werden.

Eine der gängigsten und nicht regional eingeschränkten Finanztöpfe für den Bau von Radwegen in Nordrhein-Westfalen ist die "Stadtverkehrsförderung" des Landes. Die Förderquote liegt bei 80 %, der restliche Anteil muss aus den Haushalten der Anliegerkommunen aufgebracht werden. Aktuelle Maßnahmen aus dem Jahr 2006 sind der 1. BA des Radwegs "Bahntrasse Ost" in Iserlohn (NW 4.23; Zuschuss 0,235 Mio. Euro) oder der Rad/Gehweg "Zechenbahntrasse" im südlichen Kreis Warendorf (NW 2.12, Zuschuss 0,816 Mio. Euro). Ob eine Förderfähigkeit eines Balkanexpress-Radwegs im Rahmen dieses Programms untersucht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Nachteilig ist hier ebenfalls der kommunale Kostenanteil, sodass sich auch bei dieser Variante die Begeisterung in der Stadt Leverkusen in Grenzen halten dürfte.

Genau für diesen unteren Bereich ist eine aus städtischer Sicht sehr attraktive Lösung denkbar, die ich hiermit zur Diskussion stellen möchte: Die Balkanexpress-Trasse verläuft im Wesentlichen parallel zu den Bundesstraßen B 232 und B 51. Das bedeutet, dass auf einen relativ unbekannten Topf des Bundesfernstraßenbaus zurückgegriffen werden könnte. Im Falle einer Förderung, für die verhältnismäßig strenge Auflagen zu erfüllen sind, werden 100 % der Kosten für Planung, Grunderwerb und Bau übernommen, auch Instandhaltung und Verkehrssicherung verbleiben bei Straßen NRW. Voraussetzungen sind u.a., dass es entlang der Bundesstraße noch keinen Radweg gibt und ein Mindestmaß an Radverkehr zu erwarten ist. Der zu erstellende Radweg muss dabei nicht unmittelbar entlang der Straße verlaufen. In den vergangen Jahren wurden auf diesem Wege eine ganze Reihe von stillgelegten Bahntrassen zu Radwegen umgebaut, weitere sind in Planung. Beispiele aus Nordrhein-Westfalen sind die Strecken Schmallenberg – Bremke (NW 4.25), Winterberg – Hallenberg (NW 4.28) oder der Ahrradweg zwischen Blankenheim und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz (NW 1.17). Entlang der B 232 besteht zwischen Opladen und der Stadtgrenze zu Burscheid (ca. 7 km) bisher kein Radweg, womit eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Förderung aus Bundesmitteln erfüllt ist. Eine nähere Prüfung der Förderfähigkeit ist somit insbesondere für diesen unteren Abschnitt eines Balkanexpress-Radwegs angezeigt. Sie hat angesichts einer im Raum stehenden Herabstufung der B 232 zu einer Landesstraße eine gewisse Dringlichkeit; im Falle einer tatsächlichen Herabstufung sollte versucht werden, eine Förderung dennoch offen zu halten oder einen entsprechenden Ausgleich festzulegen.

Einen anderen Ansatz verfolgt der Verein WupperTalBewegung (www.wuppertalbewegung.de) bei dem Projekt eines Radwegs auf der Strecke der Wuppertaler Nordbahn. Dieses Vorhaben, das langfristig die Vernetzung mehrerer Bahntrassenwege zu einem etwa 70 km langen Netz von Solingen bis zur Ruhr zum Ziel hat, ist hinsichtlich der vorhandenen Tunnel und Brückenbauwerke deutlich anspruchsvoller als ein Radweg auf der Balkanexpress-Trasse. Dank des außerordentlichen Engagements der etwa 1000 Mitglieder und Förderer konnten innerhalb weniger Monate bereits über 2 Millionen Euro als Spenden von Privatpersonen und der regionalen Wirtschaft gesammelt werden, die durch das Ziel-2-Programm der EU (Förderquote bis zu 80 %) aufgestockt werden sollen. Der gesamte Finanzbedarf für den Nordbahn-Radweg beläuft sich auf geschätzte 12-16 Millionen Euro. Die Wuppertaler Aktivitäten belegen somit eindrucksvoll, was Initiativen aus der Bürgerschaft anstoßen können, auch wenn herkömmliche Finanzquellen nicht sprudeln. Vergleichbares geschieht zurzeit in Großbritannien, wo die Two Tunnels Campaign Group (www.twotunnels.org.uk) einen Radweg in der Nähe von Bath auf den Weg gebracht hat.

Zur Forcierung der Vermarktung und Umnutzung stillgelegter Bahnflächen wurde vom Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn AG die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW (www.beg-nrw.de) gegründet, die bereits erfolgreich bei ersten Radwegeprojekten unterstützend tätig werden konnte. Die Aktivitäten der BEG sind allerdings nicht flächendeckend: Nur Remscheid gehört mit Stand Frühjahr 2007 von den vier Anliegerstädten der Balkanexpress-Strecke zu den sog. "Poolgemeinden", sodass diese Option an dieser Stelle nicht näher betrachtet werden soll.

Die aufgezeigten Beispiele machen deutlich, dass es durchaus Alternativen zu einer Förderung aus Landesmitteln gibt und ein nicht aufzubringender kommunaler Eigenanteil kein Showstopper sein muss. Es gibt daher keinen Grund, einen Balkanexpress-Radweg mit dem Hinweis auf leere Stadtsäckel vorzeitig zu den Akten zu legen und ihn durch eine Zerstörung oder Überbauung der Trasse zu blockieren.

3 Fazit

Für den Abschnitt Opladen – Hilgen besteht jetzt noch die Chance, die ehemalige Bahnstrecke als durchgängiges Trassenband für einen Rad- und Wanderweg zu nutzen. Für mich steht außer Zweifel, dass die Strecke ein enormes Potential sowohl für den Alltags- wie auch für den Freizeitverkehr hat. Mit vergleichbaren Wegen vor Augen – die Regionale-2006-Projekte Korkenzieherbahn (NW 4.08) in Solingen und Sambatrasse (NW 4.07) in Wuppertal zum Beispiel, oder den Vennbahnweg bei Aachen (NW 1.07) – drängt sich die Frage auf: Warum nicht auch hier in Leverkusen und Burscheid?
Schaut man sich an, wie viele Radfahrer, Inliner und Spaziergänger nicht nur an Wochenenden auf den genannten Strecken unterwegs sind, so wird deutlich, welchen Zuspruch gut gemachte Bahntrassenwege erfahren können: Naherholung, die tatsächlich direkt vor der Haustür beginnt. Und die damit ein Stück Lebensqualität schafft, die die Attraktivität einer Stadt als Wohn- und Arbeitsort nachhaltig steigert.

4 Nachtrag

Nahezu zeitgleich mit der Vorstellung der Ideen zum Balkanexpress-Radweg zwischen Opladen und Hilgen ist Anfang Mai 2007 in Hückeswagen neues Leben in die Diskussion um die Zukunft der ehem. Kursbuchstrecke 412 gekommen, die im Punkt "2.4.3 Eine Vision für das Bergische Land" als Teil eines Bergischen Bahntrassenwegenetzes gesehen wird. Der Vorstoß zu einem durchgehenden Rad- und Gehweg zwischen Marienheide und Lennep kommt hier vor der "Listenverbindung" aus SPD, FDP, UWG und Grünen, die zudem die Gründung einer Bürgerinitiative "Pro Radweg Hückeswagen-Wipperfürth" anregt.
Im August 2007 wurde von den Fachbreichen Stadtplanung und Finanzen der Stadt Leverkusen eine Stellungnahme zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vorgelegt. Demnach sind für den Leverkusener Abschnitt eines Balkanexpress-Radwegs die Voraussetzungen für eine Vollfinanzierung durch den Bund nicht gegeben, da gemäß Bundesfernstraßengesetz "Gemeinden mit mehr als 80.000 Einwohnern für die Ortsdurchfahrten im Zuge von Bundesstraßen Träger der Baulast" sind. Ein Radweg wäre hier also nur mit den üblichen Fördersätzen von ca. 70 % durch Bund und Land zu realisieren.
Anders stellt sich die aktuelle Lage in Burscheid dar: Hier soll die Trasse weiterhin vollständig als Verkehrsfläche erhalten bleiben – was natürlich noch nichts über eine spätere tatsächliche Nutzung als Radweg oder Umgehungsstraße aussagt. Für einen Radweg ist aber ein breiterer politischer Wille erkennbar als in Leverkusen, so etwa von Seiten des Burscheider Bürgermeisters Hans Dieter Kahrl.
Nach der Streichung der Strecke 411 aus dem ÖPNV-Bedarfsplan durch den Verkehrsausschuss des Landtages im März 2006 ist im Dezember 2007 ein weiterer Schritt im langwierigen Entwidmungsverfahren erfolgt: Der Regionalrat hat die Trasse aus dem Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln gelöscht.
Im Zuge der Konzeption eines Bergischen Trassenverbundes, der von den drei im Rahmen der Regionale 2006 in Wuppertal, Solingen und Remscheid entstandenen Bahntrassenwegen ausgeht und diese zu einem touristisch relevanten Netz verknüpfen will, ist auch ein Radweg auf der Balkanexpress-Strecke als Teil dieses Netzes betrachtet worden. Im Zentrum dieses Netzes steht der künftige Radweg auf der Wuppertaler Nordbahn, der zusammen mit der Hattinger Strecke und der Solinger Korkenziehertrasse eine durchgängige Verbindung von Solingen bis zur Ruhr herstellen wird. Anbindungen in die Region können über den Bahntrassenweg Remscheid-Lennep – Marienheide in Richtung Oberbergisches, über einen bis zu einer späteren Reaktivierung auf der Trasse der Niederbergbahn angelegten Radweg in Richtung Velbert und Heiligenhaus sowie über die Trasse des Balkanexpress zum Rhein erfolgen. In Anlehnung an eine Studie zu den regionalwirtschaftlichen Effekten von Radwegen in Rheinland-Pfalz wurde das Potential des Trassenverbunds abgeschätzt: Bei 60-80.000 Besuchern könnten 150-200 neue Arbeitsplätze entstehen (vgl. Artikel in der Westdeutschen Zeitung vom 24.10.2007). Die Planungen zum Trassenverbund werden von der neu gegründeten Bergischen Agentur mit Sitz in Solingen koordiniert.
Februar 2008: In Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid kommt Bewegung in Sachen Radweg. Vor dem Hintergrund des Programms "Allenradwege" und der Tatsache, dass die B 232 überraschenderweise ein Jahr später zu einer Landesstraße herabgestuft wird, haben sich diese drei Städte zu einem Radweg bekannt.
Bei der zur Rad-Schau des ADFC Leverkusen am 30. März 2008 gestarteten Unterschriftenaktion für den Balkanexpress-Radweg auch in Leverkusen (siehe Flyer) wird deutlich, wie vielen Menschen eine Radverbindung auf dieser ehemaligen Bahnstrecke am Herzen liegt. Einige Besucher berichteten begeistert von ihren Erkundungen entlang der Strecke. Einhellige Meinung: "Der Balkanexpress-Radweg muss kommen!"
Am 27. April 2008 folgten rund 50 Bürger, sowie Vertreter der örtlichen Presse einer Einladung von ADFC, Bündnis90/Die Grünen und OWG-UWG zu einem gemeinsamen Spaziergang auf der Balkantrasse. Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich, dass die Strecke für einen Radweg hoch attraktiv ist, unter verschiedenen Gesichtspunkten aber ein behutsames Herangehen erfordert.
Am darauffolgenden Montag (28. April 2008) wurde – für viele überraschend – im Rat der Stadt Leverkusen die Anforderung einer Kostenschätzung unter Verweis auf eine nicht zu leistende Finanzierbarkeit eines Radwegs auf der Balkantrasse abgeleht. Während der Sitzung wurden für den Leverkusener Abschnitt Baukosten von bis zu 35 Mio. Euro in den Raum gestellt (meine eigene Schätzung kommt anhand von Referenzzahlen auf insgesamt etwa 2 Mio.). Im Vorfeld hatte es heftige Diskussionen gegeben: Der Bauausschuss wollte zunächst nur die Kosten der Kostenschätzung schätzen lassen, die Bezirksvertretung II votierte dafür, gleich die Kosten des Radwegs zu ermitteln.
Mit der Vorstellung des 364 km umfassenden "Alleenradwege"-Programms des Landes NRW am 12. Juni 2008 durch Minister Wittke sind Bahntrassenradwege plötzlich in aller Munde. Im Rahmen des Handlungskonzeptes werden auch die Balkantrasse von Burscheid und Remscheid und die Wasserquintett-Route nach Marienheide (Regionale 2010) umgesetzt. Der Antrag für die Förderung der Balkantrasse wird noch im Juni 2008 von der Stadt Burscheid für alle drei beteiligten Kommunen gestellt. Für Burscheid wird ein Baubeginn in 2009 angestrebt.
Zur Ratssitzung am 23. Juni 2008 wurden Oberbürgermeister Ernst Küchler 2769 Unterschriften aus der Unterschriftenaktion des ADFC Leverkusen für die Balkantrasse übergeben. Der OB "signalisierte Gesprächsbereitschaft".
Im Juni 2009 legte der ADFC Leverkusen eine Kostenschätzung der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG NRW) vor, nach der für einen Ausbau zwischen Opladen und der Stadtgrenze zu Burscheid mit rund 1,6 Mio. Euro benötigt würden. Der städtische Eigenanteil (25 %) würde sich demnach auf 420.000 Euro belaufen. In der örtlichen Politik führte dies leider zu keiner Neubewertung. Dabei belegen auch neuere Zuschriften, dass dieser Radweg als Standortfaktor durchaus in die ein oder andere Wahl des Wohnortes einfließt.
Das im Juli 2009 veröffentlichte Landesprogramm zum Kommunalen Straßenbau 2009 listet eine ganze Reihe von Alleenradwegen auf, die in absehbarer Zeit entstehen werden. Mit dabei ist der "Alleenradweg Balkantrasse" von Burscheid bis Lennep, sodass sich hier ein baldiger Baubeginn abzeichnet. Der zum Zeitpunkt der Ausarbeitung des "Planspiels" noch in weiter Ferne liegende Radweg Bergisch Born – Marienheide wird in drei Bauabschnitten bis 2011 gebaut, der erste wird schon Anfang 2010 befahrbar sein. Die Vision eines Bergischen Bahntrassenwegenetzes wird greifbar.
Ende September 2009 wurde in Burscheid der Ratsbeschluss zum Ausbau gefasst. Der Radweg wird zunächst in Kuckenberg enden, mit der Option der Förderung des fehlenden Kilometers unter gleichen Bedingungen bei einem Weiterbau in Leverkusen. Der Kauf der für den Radweg benötigten Flächen wurde für die Städte Burscheid und Wermelskirchen im Dezember 2009 vollzogen, wobei die Trasse in Burscheid entgegen früherer Meldungen in ganzer Länge (also inkl. der in die Zuständigkeit des Bundes fallenden Abschnitte) in städtischen Besitz übergeht. In Remscheid hat der örtliche Energieversorger im März 2010 dem Kauf der Trasse zuugestimmt, um hier die Stromleitung für zwei Gewerbegebiete zu verlegen, was auf diesem Wege schneller und preiswerter als bei der Nutzung von öffentlichen Straßen zu realisieren ist. Die Trasse wird anschließend der Stadt zur Errichtung des Radwegs überlassen.
In Leverkusen hat sich aus einem Initiativkreis heraus am 14. Mai 2010 der "Verein der Freunde und Förderer Balkantrasse Leverkusen e.V." gegründet. Informationen unter


www.balkantrasse.de



Flyer Balkanexpress

Flyer Balkanexpress-Radweg

5 Reaktionen

Stillgelegte Bahnstrecken wecken erfahrungsgemäß viele Begehrlichkeiten. Reaktivierung, Umgehungsstraße, Radweg, Bebauung von innenstadtnahen Flächen für Gewerbe, Industrie, Wohnungen: Die Möglichkeiten sind vielfältig, daraus einen Radweg zu machen sicherlich nicht die schlechteste. Die Balkanexpress-Trasse in Vergessenheit geraten zu lassen, dazu ist sie einfach viel zu schade. Schreiben Sie mir, wie Ihre Vorstellungen und Wünsche zur Zukunft der ex-KBS 411 aussehen.

Auszüge aus Ihren Zuschriften:

"Die Balkanexpress-Trasse zwischen Opladen und Remscheid-Lennep ist die ideale Radwanderverbindung aus der Wupperstadt hinauf ins Bergische Land – eine steigungsarme, autofreie Wegeführung mit herrlichen Aussichten auf die wunderbare Landschaft rechts und links der Trasse. Das ist Naherholung pur, nach der sich viele Menschen sehnen, die sich wieder mit eigener Kraft zu Fuß, per Rad oder auch mit Inlinern fortbewegen wollen. Viele ADFC-Gruppen aus dem näheren und weiteren Umkreis würden gerne ihre Radtouren über diese neue Verbindung führen. Aber nicht nur als Freizeitroute, sondern auch für Alltagsradler stellt diese Trasse eine ideale und schnelle Verbindung zwischen den angrenzenden Städten dar. Angesichts der aktuellen Klimaentwicklung ist eine Umwidmung des ehemaligen Schienenweges die zweitbeste Lösung nach dem Bahnverkehr, die unsere Umwelt schont und den sanften Tourismus fördert."
Georg Blanchot – ADFC Hilden (11. April 2007)

"Nicht zuletzt aufgrund der positiven Öko-Bilanz sowie der unschlagbaren Energieeffizienz beim Radeln drängt sich eine Neubewertung der Balkanexpress-Trasse geradezu auf. Sie würde nicht nur dem Alltagsverkehr, sondern auch dem Regionaltourismus einen enormen Impuls geben - die Eifel macht es gerade vor, das Sauerland hat nachgezogen. Jeder in den Regionaltourismus investierte Euro kommt so auch der Bevölkerung vor Ort zugute. Durch die Gewinnung der im Bergischen Land bisher weitgehend unbekannten Klientel der Freizeit- und Genussradler würde die Region von dieser neuen Wertschöpfung profitieren, denn das an Freizeitradlern verdiente Geld bleibt vor Ort.
Politik und Verwaltung in der Region würden eine Riesenchance verpassen, diese nicht mehr wiederkehrende Gelegenheit in der Region nicht beim Schopf zu packen. Der ADFC NRW fordert daher eindringlich alle Anrainer auf, sich für den Erhalt und der Umwandlung der Bahntrasse in einen neuen Weg zur Nutzung durch umweltverträgliche und individuelle Verkehrsträger wie Fahrrad und Skates einzusetzen. Das Landesstrukturprogramm REGIONALE 2010 bietet sich dazu an. So möchte man im Oberbergischen Kreis die ehemalige Bahntrasse zwischen Marienheide und Bergisch Born im Rahmen der REGIONALE 2010 in das gerade entstehende Radnetz der 'Rad Region Rheinland' integrieren. Genau dies sollte auch mit der Trasse des Balkanexpress zwischen Leverkusen und Wermelskirchen passieren."
Norbert Schmidt – ADFC Landesverband NRW (Mai 2007)

Am 5. Mai 2007 wurden den Ratsfraktionen der Städte Leverkusen und Burscheid in einer Email die Vorschläge zu einem Balkanexpress-Radweg zwischen Opladen und Hilgen vorgestellt.

"Wir finden die Idee eines Rad- und Wanderweges auf der ehemaligen Bahntrasse sehr gut. Wir stellen einen entsprechenden Prüfantrag an die Verwaltung, ob eine 100% Finanzierung durch Bund und Land möglich ist. Wenn ja, soll die Trasse umgebaut werden."
Marita Schmitz – Fraktionsgeschäftsführerin, Die Grünen Leverkusen (8. Mai 2007)

"Auch in der Burscheider CDU-Ratsfraktion wurde die Nutzung der Bahntrasse als Radweg diskutiert. Ich persönlich finde diese Idee sehr reizvoll. So hatte sich die Stadt Burscheid - leider vergeblich - bemüht, diese Idee in die Regionale 2010 zu integrieren. Gerne werden wir Ihren Vorschlag im Arbeitskreis Stadtentwicklung unserer Fraktion behandeln. Ich gebe aber bereits jetzt zu bedenken: 1) Ab dem 1.1.2008 wird aus der B 232 eine Landesstraße. Es müsste geprüft werden, wie die Chancen der Finanzierung dann aussehen. 2) Die Stadt Burscheid verfolgt intensiv die Planung, auf der Bahntrasse eine innerstädtische Entlastungsstraße zu realisieren. Entsprechende Anträge an den Straßenbaulastträger wurden gestellt. In die Straßenplanung sollte selbstverständlich auch ein Rad-/Gehweg aufgenommen werden. Zugegebenermaßen würde ein Radweg dann seinen Reiz verlieren. Leider haben wir uns von unabhängigen Gutachtern versichern lassen, dass wir keine andere Möglichkeit haben, eine Entlastungsstraße zu planen. Und eine solche Straße ist dringend notwendig, da die Höhestraße schon jetzt von täglich rund 20.000 Fahrzeugen befahren wird."
Michael Baggeler – Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Burscheid und 1. stellv. Bürgermeister (11. Mai 2007)

"Die FDP-Fraktion hat seit Jahren die Meinung vertreten, daß eine Eisenbahn auf der o.a. Strecke heute und auf längere Sicht keine wirtschaftliche Basis hat. Nichtsdestotrotz hat unsere Fraktion auch immer erklärt, daß sie die Trasse für eine 'verkehrliche' Nutzung erhalten will. Die Bedeutung der Trasse liegt in der einmaligen Stetigkeit innerhalb der bewegten Topografie des Bergischen Landes. Deshalb möchten wir die Trasse - und nur die Trasse - erhalten wissen als eine Option für eine im Augenblick nicht abschätzbare Zukunft - für spätere Generationen. Wir werden deshalb auch nicht einer Bebauung der Trasse zustimmen.
Allerdings ist der von Ihnen vorgeschlagene Radweg problematisch, weil Teile der Trasse für eine innerstädtische Umgehung vorgesehen sind. Auch haben wir Zweifel, daß die von Ihnen erwähnte Finanzierungsmöglichkeit Anwendung finden könnte."
Gert Weber für die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Burscheid (22. Mai 2007)

Am 25. Mai 2007 ist im Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger (Lokalausgabe Rhein-Berg: Burscheid) ein Artikel über diesen Vorstoß zum Balkanexpress-Radweg erschienen: Balkan-Express-Weg mit Geld aus Berlin?

"Mit Interesse habe ich Ihre Ausführungen über die Trasse des Balkanexpresses gelesen und kann diesen Gedanken nur begrüßen. Als Anwohner der Adolph-Kolping-Str. in Burscheid habe ich aber auch mit Entsetzen den Brief des Herrn Baggeler gelesen. Gegen eine Umgehungsstraße, wie sie die CDU-Burscheid wohl gerne hätte, werde ich mich mit allen Mitteln wehren, auch weil mir der bekannte Weg der Umgehungsstraße nicht klar machen kann, wie das zur Entlastung der Höhestraße führt. Meiner Kenntnis nach soll die Umgehungsstraße an der Straße Am Damm beginnen und dort haben wir eine Umgehungsstraße der Hauptstraße. Wir haben 1998 in Burscheid gebaut, weil man uns erklärt hat, die Bahn würde nie wieder in Betrieb genommen werden. Jetzt soll ich mich mit einer sehr stark befahrenden Umgehungsstraße 50 m hinter unserem Haus abfinden, das kann nicht sein. Ich hoffe also von ganzen Herzen, dass sich Ihre Idee durchsetzt und ich meinen Ruhestand wirklich in Ruhe genießen kann."
Karl-Heinz Malecki, Burscheid (25. Mai 2007)

"Ich habe heute den Artikel im Stadtanzeiger gelesen und bin ebenfalls der Meinung, daß diese Strecke für den Bürger erhalten bleiben muß. Die ehemaligen Investitionen dürfen nicht aufgegeben werden. Würde mich gerne aktiv für den Ausbau der Balkan Express Strecke einsetzen. Was in anderen Gemeinden geschafft wurde sollte doch hier auch möglich sein!"
Peter Hahnel, Leverkusen-Lützenkirchen (25. Mai 2007)

"Da ich meinen Weg zum Arbeitsplatz (Dormagen) möglichst mit dem Rad bewältige finde ich die Idee prima. Als Freizeitreiter, der sein Pferd direkt neben der alten Bahnstrecke stehen hat, am Grunderhof, würde ich eine gleichzeitige Nutzung als Reitweg begrüßen. Ich zahle brav jedes Jahr meine Reitwegegebühr, aber Reitwege werden in Leverkusen sehr stiefmütterlich behandelt. Die Gelder verschwinden in andere Regionen."
Ulrich Rüdiger, Leverkusen-Schöne Aussicht (27. Mai 2007)

"Mit Begeisterung habe ich den Artikel über Ihr Ansinnen gelesen, die Balkanexpressstrecke in einen Radweg umzufunktionieren. Ich wohne in der Oberen Straße, also gerade mal 200 m vom möglichen Einstieg an der Brücke unter der Rennbaumstraße entfernt. Die Brombeeren verhindern ja leider selbst das Zufußgehen auf dieser Strecke.
Auf unseren Radtouren haben meine Frau und ich schon einige ehemalige Bahntrassen genossen und mittlerweile achte ich auf Fahrradkarten auf längere gerade Querfeldeinabschnitte in der Hoffnung, wieder solch einen schönen Radweg zu finden." (...) "Nordwestlich von Münster, östlich von Hamburg und in der Mitte des dänischen Festlandes habe ich drei Wege in besonders guter Erinnerung, viel mehr als die restlichen Strecken unserer Fahrradtouren (1995 Münster-Dänemark und zurück immerhin 2000 km).
Die Strecke von Opladen nach Burscheid hat es wegen der unangenehmen Steigung und der hässlichen B232 besonders verdient, ein Radweg zu werden. Wir wohnen nun schon seit zehn Jahren in Leverkusen und waren noch nicht einmal mit dem Fahrrad in Burscheid, was eigentlich ein Armutszeugnis ist. Über die Umwandlung des Balkanexpress-Weges habe ich also selber schon nachgedacht, bin aber über ein 'Eigentlich müsste man was tun!' nicht hinaus gekommen. Erschreckend fand ich die Entscheidung, dass das Bahngelände umgewidmet werden soll. Die einmalige Chance besteht demnach wahrscheinlich nicht mehr lange."
Jan Haller, Leverkusen-Opladen (31. Mai 2007)

"Wir wohnen als fünfköpfige Familie seit wenigen Jahren in Bergisch Neukirchen. Mit Entsetzen haben wir vom Desinteresse der Stadt Leverkusen am Radweg auf der Balkantrasse gelesen. Auf kurzen Strecken pendeln Anwohner (Schüler, Berufstätige usw.) mit Autos und Bussen zwischen Pattscheid – Bergisch Neukirchen – Opladen, da Radfahren aufgrund mangelnder Radwege zu gefährlich ist. Dies haben wir bereits selbst erfahren müssen. Wir glauben, dass die stark befahrene Burscheider Straße durch eine solche, nur leicht ansteigende Trasse, deutlich entlastet würde. Opladen hätte dann nicht nur einen verkehrstechnisch günstigen Autobahnanschluss mit guter Erreichbarkeit der Großstädte Düsseldorf und Köln, sondern auch einen attraktiven Fahrradanschluss ans Bergische. Dies würde den Wohn- und Freizeitwert der Region i.b. für junge Familien deutlich erhöhen."
Familie von Fragstein, Leverkusen-Bergisch Neukirchen (19. März 2008)

6 Literatur und Quellen

  • ADFC Ortsgruppe Wermelskirchen
    www.adfc-wk.de (unter "Aktuelles")
  • Holzwarth, Ron
    Historische Bergische Handelsroute:
    Entwicklung eines Grünflächen-/Radwegeverbundes auf einer stillgelegten Bahntrasse im Rahmen der Regionale 2010,
    Diplomarbeit, FH Bochum, Fachbereich V - Vermessungswesen und Geoinformatik, Bochum (2006)
  • Kaiß, Kurt
    Der Balkanexpress – Die Eisenbahnverbindung Remscheid-Lennep – Opladen (Rheinisch-Bergische Eisenbahngeschichte Heft 3),
    Verlag A. Kaiß, Leichlingen (2000)
  • Kölner Stadt-Anzeiger / Leverkusener Anzeiger
    17.02.1984: "Zu wenig Fahrgäste: Der 'Balkan-Expreß' rollt wohl schon bald aufs Abstellgleis"
    04.07.1987: "Balkanstrecke bald ganz stillgelegt? Bezirksplanungsrat faßte noch keinen Entschluß"
    03.10.1990: "'Stimmen Sie mit der Fahrkarte ab' – Zum Erhalt des 'Balkan-Expreß' Druck der Bürger notwendig"
    12.10.1990: "Ist der Balkan-Expreß zu retten?"
    22.05.1991: "S-Bahn-Taufe mit Musik und Feier – Zwei Tage vor der Premiere eine Abschiedsfahrt: Balkan-Express kommt auf das Abstellgleis"
    30.05.1991: "'Wie ein fliegendes Ungeheuer' – Der 'Balkan-Express' tritt seine letzte Fahrt an"
    01.06.1991: "Tausende winkten zum Abschied – Gestern um 19:08 war im Bahnhof Opladen die letzte Fahrt des 'Balkan-Express' vorbei"
    06.11.1991: "Spurensuche wurde belohnt – Gesa Handschuh aus Burscheid fand alles über den 'Balkan-Express' in den Archiven"
    26.11.1991: "Kein Schienenverkehr – Der Rat lehnte Untersuchungen zur früheren Balkan-Express-Strecke ab" (Leverkusen)
    26.03.1993: "Die Bahn will Millionen – Für Erwerb und Übernahme der Strecke des 'Balkan-Express'"
    13.08.1993: "Bahn läßt Gras drüber wachsen"
    17.08.1993: "Balkan-Express: Wandern auf alten Gleisen", Leserbrief von W. Köller
    20.06.1997: "Wieder unter Dampf? Balkan-Express – Gutachten in Arbeit"
    30.07.1997: "Pattscheider Bahnhof nun eingerüstet"
    19.02.1998: "Balkanexpress soll leben"
    28.05.1998: "Statt der Züge laufen Konferenzen – Selbst die alte Uhr tickt richtig: Der Pattscheider Bahnhof ist wieder ein Schmuckstück geworden"
    28.05.1998: "Begeisterung hält sich in Grenzen – Wiederbelebung des 'Balkan-Express' würde Millionen kosten"
    01.03.2003: "Umgehungsstraße sorgt für Wirrwarr – Widersprüche in der Verkehrs- und Flächenplanung"
    17.11.2004: "Ein richtiger Platz für Hilgen"
    15.12.2004: "Umgehung auf der Bahntrasse" (Rhein-Berg)
    26.09.2006: "Bahnsterben im Nachbarkreis" (Oberberg)
    07.10.2006: "Neue Spuren des „Balkan-Express“"
    06.02.2007: "Gras und Gestrüpp gewachsen"
    13.02.2007: "Balkan-Express ist endgültig Geschichte" (Rhein-Berg)
    25.05.2007: "Balkan-Express-Weg mit Geld aus Berlin?"
    07.08.2007: "Sanfter Anstieg führt die Radler"
    20.09.2007: "Das Aus für den Rad- und Wanderweg?"
    21.11.2007: "Gast und Gastgeber sahen zufrieden aus" (Rhein-Berg)
    29.02.2008: "Trasse soll Radweg werden" (Rhein-Berg)
    17.03.2008: "Wie weit radeln auf der Balkan-Trasse?"
    18.03.2008: "Der Zugang aus dem Bergischen zum Rhein"
    27.03.2008: "Aktion für den Balkanexpress"
    31.03.2008: "Initiative für eine Radtrasse gegründet"
    09.04.2008: "Balkantrasse: Was kostet eine Studie?"
    15.04.2008: "Erst mal Fahrräder, später Autos" (Rhein-Berg)
    17.04.2008: "Diskussion um Radwegtrasse"
    29.04.2008: "Über Stock und Stein auf dem alten Gleis" (Leverkusen)
    30.04.2008: "Wider falsche Erwartungen" (Leverkusen)
    30.04.2008: "Hart, aber notwendig" (Leverkusen, Kommentar)
    24.06.2008: "Radler kämpfen um Balkantrasse" (Leverkusen)
    25.06.2008: "Wird der Radweg preiswerter?" (Burscheid)
    26.06.2008: "Balkantrasse: Radweg auf die Schiene gesetzt" (Burscheid)
    16.06.2009: "ADFC: Balkan-Radweg kostet keine halbe Million" (Leverkusen)
    16.06.2009: "Balkantrasse: Balkan-Radweg kostet weniger" (Rhein-Berg)
    23.06.2009: "Kommentar zur Balkantrasse: Kleine Zahl, keine Wirkung" (Rhein-Berg)
    02.07.2009: "B 51: Brücke soll nicht tiefer gelegt werden" (Burscheid)
    16.07.2009: "2,2 Millionen Euro: Geld für den Bau des Balkan-Radweges" (Burscheid)
    17.07.2009: "Alleen-Radweg: Vollkommen zuschusswürdig" (Burscheid)
    24.07.2009: "Regionale Gelder: Mit leeren Taschen zu Veränderungen" (Oberberg)
    30.09.2009: "Beschlussvorlage: Radweg endet in Kuckenberg" (Rhein-Berg)
    08.10.2009: "Alleradweg: Burscheid ist die treibende Kraft" (Rhein-Berg)
    17.12.2009: "Stadtrat: Der Alleenradweg ist auf der Schiene" (Rhein-Berg)
    04.02.2010: "Bundesstraße wird Landesstraße: B 232 ist verschwunden" (Leverkusen)
    19.02.2010: "Alleen-Radweg - Busch: 'Pläne nicht grundsätzlich beerdigen'" (Leverkusen)
    24.02.2010: "Balkanexpress: Alles in trockenen Tüchern" (Rhein-Berg)
    24.02.2010: "Familienfreundlich: Radweg ohne Leverkusen" (Rhein-Berg)
    26.02.2010: "Hilgen: Bahnbrücke soll geschleift werden" (Rhein-Berg)
    05.03.2010: "Balkanradweg: Die Bürger sollen es in die Hand nehmen" (Leverkusen)
    07.03.2010: "ADFC-Messe: Entschleunigt um die halbe Welt" (Leverkusen)
    19.05.2010: "Balkantrasse: Leverkusener gründen Förderverein" (Leverkusen)
  • Kölnische Rundschau
    10.02.2001: "Neues Verkehrskonzept: Blick von außen auf den Nahverkehr" (Oberberg)
    25.08.2004: "Wipperfürther Pläne ausgebremst"
    08.09.2009: "Eine Hecke wird zur Lok" (Oberberg)
    11.09.2009: "Da ist einiges schief gelaufen" (Oberberg)
    03.12.2009: "Radweg soll Touristen bringen" (Wipperfürth)
    31.05.2010: "Radweg: Ein Gipfeltreffen auf halber Strecke" (Wipperfürth)
  • Land an Wupper und Rhein – Heimatkalender
    Jahrgang 1968, S. 73-89; "Eisenbahnen im Bergischen", von Hermann Ringel
  • Müller, Rolf
    Upladhin – Opladen, Stadtchronik,
    Heggen Verlag, Opladen (3. Auflage, 1980)
  • Remscheider Generalanzeiger
    31.03.2003: "Autos auf der Bahntrasse?" 20.01.2006: "Bahntrasse, Ziegeleier: Pfade sind für Reiter tabu" (Wermelskirchen)
    12.06.2006: "Entlastung für Trecknase: B 229n und Alternativen"
    16.08.2006: "Umgehungsstraße: Alte Bahn soll die neue B 51 werden"
    02.02.2007: "ÖPNV Bedarfsplan: Einsicht bis 5. März möglich"
    09.05.2007: "Radeln bis nach Lennep"
    15.06.2007: "Radweg auf alter Eisenbahntrasse?" (Hückeswagen)
    24.09.2007: "Mehr Touristen anlocken" (Hückeswagen)
    10.01.2008: "Radweg auf der Bahntrasse" (Wermelskirchen)
    25.04.2008: "Radweg auf Bahntrasse genehmigt" (Hückeswagen)
    11.06.2008: "Radweg auf Bahntrasse" (Wermelskirchen)
    12.06.2008: "Geld für Radweg auf Bahntrasse" (Hückeswagen)
    20.06.2008: "Antrag für Radweg auf der Bahntrasse" (Wermelskirchen)
    24.06.2008: "Radweg für das Frühjahr geplant" (Hückeswagen)
    26.06.2008: "Radweg auf Trasse" (Wermelskirchen)
    14.07.2009: "Millionen für Radweg" (Wermelskirchen)
    18.07.2009: "40 km langer Radweg wird einzigartig sein" (Hückeswagen)
    31.08.2009: "Bau im Oktober" (Hückeswagen)
    21.10.2009: "Erst im Frühjahr wird geradelt" (Hückeswagen)
    25.11.2009: "Neuer Radweg von der Rheinschiene bis nach Wermelskirchen" (Wermelskirchen)
    26.11.2009: "Neues Kapitel 'Radfahren'"
    01.12.2009: "Partei steigt vom Rad: 'Klares Zeichen'" (Wermelskirchen)
    03.12.2009: "Sechs Kilometer Radweg mit 13 Anbindungen" (Wermelskirchen)
    03.12.2009: "Bewilligungsbescheid für neue Radwege" (Hückeswagen)
    10.12.2009: "'Balkantrasse' soll Stadt nichts kosten" (Remscheid)
    11.12.2009: "Das Geheimnis um die Finanzierung der Trasse" (Remscheid)
    18.12.2009: "Wermelskirchen kauft die 6,5 Kilometer lange Bahntrasse" (Wermelskirchen)
    21.12.2009: "Damit bekommt das Radfahren eine völlig neue Note" (Wermelskirchen)
    22.04.2010: "REGIONALE 2010: Im Oberbergischen startet der Radweg" (Hückeswagen)
    21.05.2010: "Leverkusen beim Umdenken helfen" (Wermelskirchen)
  • Rheinisch-Bergischer Kalender
    Jahrgang 1978, S. 50-56; "100 Jahre lang: ‚Eine brennende Verkehrsfrage...'", von Rolf Müller
  • Rheinische Post
    07.12.2006: "Projekte auf der Schiene" (Remscheid)
    08.12.2006: "Bürgerbahn statt Radweg?" (Remscheid)
    08.05.2007: "Radeln auf der alten '412'" (Hückeswagen)
    08.05.2007: "Jetzt handeln und Chance nutzen" (Hückeswagen, Kommentar von Stephan Büllesbach)
    13.06.2007: "Radeln, wo noch „Urwald“ ist" (Hückeswagen)
    05.01.2008: "Radeln wie auf Schienen" (Hückeswagen)
    12.02.2008: "Radeln auf der alten Trasse" (Wermelskirchen)
    13.02.2008: "Drei Städte gehen Projekt „Radweg“ gemeinsam an" (Wermelskirchen)
    31.03.2008: "Balkan-Trasse bewegt viele" (Leverkusen)
    09.04.2008: "Express-Radweg bis Ofenverbot" (Leverkusen)
    17.04.2008: "Kampf um Bahn-Radweg" (Leverkusen)
    26.04.2008: "Bahntrasse ist jetzt frei für einen Radweg" (Hückeswagen)
    28.04.2008: "Abenteuer Balkantrasse" (Leverkusen)
    29.04.2008: "Trasse aufs Abstellgleis" (Leverkusen)
    30.04.2008: "Balkan-Trasse: Moralische Bedenken" (Leverkusen)
    14.07.2009: "2,2 Mio. Euro für Radweg auf Bahntrasse vom Land" (Wermelskirchen)
    16.07.2009: "Balkantrasse: Stadt entgehen Fördermittel" (Leverkusen)
    16.07.2009: "Radweg: Chance für die Zukunft" (Hückeswagen)
    17.07.2009: "Grüne haken bei Balkantrasse nach" (Leverkusen)
    27.08.2009: "Radweg: Start der Arbeiten im Oktober" (Hückeswagen)
    04.09.2009: "Balkantrasse: Radweg wird barrierefrei" (Remscheid)
    25.09.2009: "Schotter sauber zurück auf die Trasse" (Hückeswagen)
    21.11.2009: "Biesenbach: Bescheid für Radweg kommt bald" (Hückeswagen)
    25.11.2009: "Radweg auf Bahntrasse kostet Stadt 510.900 Euro" (Wermelskirchen)
    27.11.2009: "Rad-Stau auf Trasse" (Wermelskirchen)
    02.12.2009: "CDU lehnt Radweg auf Bahntrasse derzeit ab" (Wermelskirchen)
    03.12.2009: "Radweg: Geld ist da - und damit neue Sorgen" (Hückeswagen)
    12.12.2009: "Radweg Balkan-Trasse doch realisieren" (Remscheid)
    14.12.2009: "Halbe Million für Balkantrasse?" (Leverkusen)
    16.12.2009: "Stadtrat will den Radweg" (Wermelskirchen)
    19.12.2009: "Stadt kauft alte Bahntrasse" (Wermelskirchen)
    22.12.2009: "Trassenkauf für 2010 geplant" (Remscheid)
    01.03.2010: "Gleise auf Balkan-Trasse werden im Mai ausgebaut" (Remscheid)
    11.03.2010: "EWR kauft Abschnitt der Balkan-Trasse" (Remscheid)
    15.04.2010: "Draisine endgültig ausgebremst" (Remscheid)
    21.04.2010: "Radweg - ab sofort wird gebaut" (Hückeswagen)
    23.04.2010: "Opladen: Finanzprobleme mit der Balkantrasse" (Leverkusen)
    27.04.2010: "Ausbau Radtrasse verzögert sich um ein halbes Jahr" (Wermelskirchen)
    01.05.2010: "Radweg-Bau in voller Fahrt" (Hückeswagen)
    03.05.2010: "Letzte Fahrt auf der Bahntrasse" (Remscheid)
    15.05.2010: "Balkantrasse: Neuer Förderverein will Stadt unterstützen" (Leverkusen)
    27.05.2010: "Einer der Ersten sein auf dem Radweg" (Hückeswagen)
    31.05.2010: "Neuer Radweg - auch im Regen klasse" (Hückeswagen)
    01.06.2010: "Durch die Aue zum Nachbarn" (Hückeswagen)
  • Westdeutsche Zeitung
    24.01.2006: "Ideen für einen Radweg auf der Trasse – Drei Diplomarbeiten der Bochumer Fachhochschule befassen sich mit planerischen Themen aus Burscheid. Zwei von ihnen kreisen um die Bahntrasse." (Burscheid)
    24.01.2006: "Seine Planungsthemen liegen vor der Tür – Seit vier Jahren arbeitet der Bochumer FH-Professor Alfred Mischke mit der Verwaltung zusammen." (Burscheid)
    16.09.2006: "Radweg auf der Trasse bleibt ein Traum – Die Mehrheit beim Bürger-Barometer will die Radnutzung. Auch die Stadt hat das Ziel verfolgt - vergeblich." (Burscheid)
    19.10.2006: "Die Bürger-Beteiligung soll noch wachsen – Bürgermeister Kahrl und Beigeordneter Caplan über das Bürger-Barometer, mögliche Folgerungen und ..." (Burscheid)
    29.05.2007: "Stück für Stück statt an einem Strang" (Burscheid)
    24.10.2007: "EU-Millionen fest im Blick"
    20.11.2007: "Regierungspräsident: Expedition ins Unbekannte" (Burscheid)
    18.12.2007: "Bahntrasse aus Regionalplan raus" (Burscheid)
    15.02.2008: "Bahntrasse: Drei Städte wollen den Radweg" (Burscheid)
    11.06.2008: "Bahntrasse: Auch Geld vom Land für Radweg" (Burschied)
    19.06.2008: "Bahntrasse: Antrag für Radweg noch diesen Monat" (Burscheid)
    02.07.2009: "Bahntrasse: SPD tritt für Erhalt der Hilgener Bahnbrücke ein" (Burscheid)
    21.07.2009: "Letztes Feilen am Trassenvertrag" (Burscheid)
    30.09.2009: "Stadtrat: Stadt und Bund teilen sich die Trasse" (Burscheid)
    30.09.2009: "Bahntrasse: 15 Verbindungspunkte zum Radweg" (Burscheid)
    16.12.2009: "Trasse jetzt Burscheider Eigentum" (Burscheid)
    23.02.2010: "Alleenradweg: 40 km Freizeit am Stück" (Burscheid)
  • Westdeutscher Rundfunk (WDR Fernsehen)
    15.07.2008: "Radeln auf der Balkan-Trasse" (Lokalzeit Bergisches Land)


Die Tourenbeschreibungen und begleitenden Angaben wurden mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Für ihre Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Das Nachradeln dieser Tour geschieht auf eigene Gefahr. Die Mitteilung der Wegeführungen erfolgt mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Sie beim Nachradeln der Tour für die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und anderer relevanter Bestimmungen selbst verantwortlich sind und insbesondere im Einzelfall vor Ort abklären müssen, ob ein bestimmter Weg von Radfahrern benutzt werden darf (Fußgängerzonen, Einbahnstraßen usw.).

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