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Bahntrassenradeln - Deutschland

Bahntrassenradeln – Bahntrassenradwege
im Saarland

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Bahntrassenradeln - Hilfe

Mit nur sieben Wegen steht im Saarland ein kleines, aber ausgesprochen feines Angebot an umgebauten Bahntrassen bereit. Auch im deutschlandweiten Vergleich herausragend sind der Fritz-Wunderlich-Weg sowie der ganz neue Radweg von St. Wendel nach Tholey. Aber auch der Bliestal-Freizeitweg belegt eindrucksvoll, in welchem Ausmaß Fahrradverkehr durch eine attraktive Route in Kombination mit gastronomischen wie touristischen Angeboten erzeugt werden kann.

Übersichtskarte: Radwege auf stillgelegten Eisenbahnstrecken im Saarland
(Klicken Sie auf die farbigen Punkte, um zu den Detailinformationen zu gelangen.)



blaugrün: geplante Bahntrassenwege



SL01 Wadern-Lockweiler – Primstal
Nur noch Teile der Bahnstrecke Wadern – Nonnweiler sind heute sichtbar: Der Abschnitt nördlich von Primstal ist unter dem Damm der Autobahn begraben. Der befahrbare Teil zwischen Primstal und Lockweiler verläuft abseits der Straßen und ist als Naturlehrpfad hergerichtet.
Streckenlänge (einfach): ca. 5,5 km (davon ca. 5 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: s. l. St. von Lockweiler (280 m ü. NN am Beginn des Bahntrassenwegs) nach Primstal (320 m); die angrenzenden Abschnitte des Saarland-Radwegs sind deutlich hügliger
Oberfläche: überw. wg.
Status / Beschilderung: kombinierter Fuß- und Radweg bzw. freigeg. Z. 250; Wegweisung als Teil des Saarland-Radwegs
Eisenbahnstrecke: 3274 / Wemmetsweiler – Lebach – Primsweiler – Büschfeld – Nonnweiler; 51 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 15. Oktober 1897 (Wadern – Nonnweiler; fahrplanmäßiger Personenverkehr ab 10. Dezember 1897)
Stilllegung der Bahnstrecke: ab Mitte der 1950er Jahre Reduzierung des Zugverkehrs, 1966 Stilllegung und 1968 Abbau der Gleise; 30. Mai 1992: Stilllegung der angrenzenden Strecke Wadern – Büschfeld – Limbach
Eröffnung des Radwegs: 13. Mai 1994; kurzer Lückenschluss bei Krettnich: Anfang 2009
Planungen: In Wadern soll der Radweg von der Hauptstraße auf den Bahndamm verlagert werden, auch zwischen Limbach nach Büschfeld gibt es Planungen für einen Radweg im Zuge eines durchgängigen Primstal-Radweg. [Juli 2006]
Route: Wadern-Lockweiler – Krettnich – Primstal.
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Externe Links: Wikipedia: Primstalbahn
04.01.2009
SL02 Fritz-Wunderlich-Weg: Freisen – Altenglan
Schon etwas betagt, nicht asphaltiert und dennoch: Dieser ruhige, langsame Weg gehört zu den schönsten Bahntrassenradwegen in Deutschland. Zwischen Freisen und Kusel passiert man vom Autoverkehr fast unbehelligt die "Eiserne Brücke", das Oberkirchener Viadukt, zwei Tunnel und weitere Brücken.
Streckenlänge (einfach): ca. 26 km (davon 17,6 km auf der ehem. Bahntrasse; zwischenzeitliche Streckensperrungen bei Diedelkopf wegen Steinschlags [Ende 2001 bis Sommer 2003] und westlich von Ruthweiler [Sanierung der Brücke über die L 176 bis März 2004] sind inzwischen wieder aufgehoben)
Höhenprofil: vom Ortszentrum Freisen (450 m ü. NN) l. St. zum Startpunkt des Bahntrassenweges östlich des Ortes (480 m), dann langgez. l. Gef. bis Kusel (230 m ü. NN) und min. Gef. bis Altenglan (200 m)
Oberfläche: wg.
Status / Beschilderung: auf dem saarländischen Teil zwischen Freisen und Oberkirchen Wegweisung als Saarland-Radweg; auf dem rheinland-pfälzischen Abschnitt wurde die Wegweisung gemäß landesweitem Standard im September 2003 vorgenommen; die Anbindung Kusel – Altenglan wird bis Frühjahr 2006 beschildert
Kunstbauten: "Eiserne Brücke" bei Freisen (141 m lang, 27 m hoch), Talbrücke Oberkirchen (275 m lang, 30 m hoch) und zwei Tunnel
Eisenbahnstrecke: 3201 / Türkismühle – Schwarzerden – Kusel; 33 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1936
Stilllegung der Bahnstrecke: Mai 1955 (Personenverkehr Freisen – Schwarzerden); Mai 1969 (Rest der Strecke)
Eröffnung des Radwegs: Ende der 70er Jahre / 27. Juni 1993
Route: Freisen (südlich des Ortes) – Grügelborn – Oberkirchen – Schwarzerden – Pfeffelbach – Thalichtenberg – Ruthweiler – Diedelkopf – Kusel – Rammelsbach – Altenglan.
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Externe Links: www.fritz-wunderlich-radwanderweg.de von R. Weyand
Wikipedia: Bahnstrecke Türkismühle–Kusel (Westrichbahn)
23.02.2008
SL03 Wendelinusradweg: St. Wendel – Tholey
Die ehem. Stichbahn von St. Wendel nach Tholey ist zu einem sehr attraktiven Radweg im oberen Bliestal ausgebaut worden. Unmittelbar am oberen Ende des Weges liegt die römische Ausgrabungsstätte Wareswald.
Streckenlänge (einfach): ca. 12 km
Höhenprofil: sehr leichte Steigung von St. Wendel (280 m ü. NN) nach Tholey (390 m); kurzer starker Anstieg vor dem Tunnel zum neuen Parkplatz an der Ausgrabung Wareswald
Oberfläche: asph.
Kunstbauten: Der Tunnel unter dem Wareswald östlich von Tholey (435 m) wird nicht in den Radweg einbezogen.
Eisenbahnstrecke: 3203 / St. Wendel – Tholey; 13 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. Oktober 1915 (Gesamtstrecke St. Wendel – Tholey)
Stilllegung der Bahnstrecke: 23. September 1983 (Einstellung Personenverkehr Tholey – Oberthal); 1. Juni 1984 (Einstellung Personenverkehr Oberthal – St. Wendel); danach bis 1. Februar 1995 noch Güterverkehr auf dem Abschnitt Oberthal – St. Wendel
Eröffnung des Radwegs: 9. Dezember 2004 (Güterbahnhof St. Wendel – "Lindener Hof" in Oberthal; 6,5 km), 6. Mai 2006 (Oberthal – Tholey; Baubeginn war hier im Juni 2005)
Route: St. Wendel – Bliesen – Oberthal – Tholey.
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Externe Links: Wikipedia: Bahnstrecke St. Wendel–Tholey
23.02.2008
SL04 Köllertal-Radweg: Heusweiler – Völklingen
Während dem nördlichen Teil der ehem. Bahnstrecke Völklingen – Lebach eine Renaissance als Saarbahn-Strecke bevorsteht, sind in Püttlingen schon größere Teile des Damms verschwunden. Der waldreiche Bahntrassenweg steht im Kontrast zur problematischen Anbindung an den Bf Völklingen.
Streckenlänge (einfach): ca. 20 km (davon zw. Püttlingen und Völklingen ca. 3,8 km und bei Köllerbach ca. 1,1 km auf der ehem. Bahntrasse; auf der nördlich anschließenden Strecke von Walpershofen über Heusweiler nach Lebach ist eine Verlängerung der Saarbahn-Linie 1 aus Saarbrücken im Bau, die zurzeit in Riegelsberg endet)
Höhenprofil: im Bereich des Bahntrassenweges nur sehr geringe Höhenunterschiede; im Gesamtverlauf des Köllertal-Radwegs st. Gef. von Mangelhausen (360 m ü. NN) nach Heusweiler (230 m), dann min. Gef. nach Völklingen (180 m)
Oberfläche: im Bereich der ehem. Bahntrasse wg., sonst überw. Verbundpflaster und Asphalt
Status / Beschilderung: Bahntrasse als kombinierter Fuß-/Radweg bzw. bei Köllerbach ohne Beschilderung; nur der Abschnitt Püttlingen – Völklingen ist als Teil des Köllertal-Radwegs ausgewiesen
Eisenbahnstrecke: 3291 / Lebach – Völklingen; 22 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 2. Oktober 1911
Stilllegung der Bahnstrecke: Einstellung des Gesamtverkehrs: 29. Mai 1985, Abschiedsfahrt: 29. September 1985
Eröffnung des Radwegs: 23. September 2003; kürzlich wurde ein weiteres Stück Bahntrassenweg zw. Püttlingen und dem Festplatz in Köllerbach ausgebaut
Route: (Heusweiler – Walpershofen –) Köllerbach – Püttlingen – Völklingen.
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Externe Links: Wikipedia: Köllertalbahn
Fotografien zur Abschiedsfahrt: www.klawitter.info/bahn/koellertal/index.htm
23.02.2008
SL04a Völklingen Heidstock (ehem. Stichbahn zur Grube Victoria)
Der kurze Bahntrassenweg auf der von der Köllertalbahn abzweigenden Stichstrecke dürfte vielen verborgen bleiben, da er nicht ins Radwegenetz eingebunden ist und keine Verbindungsfunktion besitzt.
Streckenlänge (einfach): ca. 3 km (davon ca. 2 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: l. St. von 200 m (unterhalb Heidstock) auf 235 m an der Landesstraße
Oberfläche: verdichtete Erde
Status / Beschilderung: Z. 250 ohne Freigabe; keine Wegweisung
Eisenbahnstrecke: 3292 / Völklingen Heidstock – Püttlingen Grube Victoria; 4 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke:
Stilllegung der Bahnstrecke:
Eröffnung des Radwegs:
Route: Heidstock (Anschluss Köllertal-Radweg) – L 269 südl. Püttlingen.
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05.10.2008
SL05 Bliestal-Radweg (Freizeitweg): Blieskastel-Lautzkirchen – Sarreguemines
Die starke Frequentierung des Freizeitwegs im Bliestal durch Fußgänger, Inliner und Radler (auch Rennräder) macht deutlich, wie lohnend die Weiternutzung alter Bahnstrecken sein kann.
Synonyme: Der Weg wird auch als Teil des Bliesgau-Radwegs (Schwarzenacker – Reinheim) und des Glan-Blies-Radwegs (Staudernheim – Sarreguemines) geführt.
Streckenlänge (einfach): ca. 22,5 km (zw. Lautzkirchen und Folpersviller vollständig auf der ehem. Bahntrasse); die Wegebeschreibung umfasst den Teil des Glan-Blies-Weges, der zwischen Jägersburg und Bliesbruck streckengleich mit dem Saarland-Radweg ist, sowie die Anbindung zur Saar südlich von Sarreguemines (ca. 49 km)
Höhenprofil: zw. Blieskastel und Reinheim praktisch eben (215 m ü. NN); in Frankreich l. St. auf 250 m, da eine Bliesschleife abgekürzt wird, dann Gef. zur Saar
Oberfläche: asph.
Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg; abschnittsweise Wegweisung als Saarland-Radweg und Glan-Blies-Weg
Eisenbahnstrecke: 3285 / Schwarzenacker – Sarreguemines; 30 km (1435 mm; Nullpunkt: Homburg über Strecke 3283)
Eröffnung der Bahnstrecke: 1. April 1879
Stilllegung der Bahnstrecke: 1952 (Pv Reinheim – Bliesbruck), 1959 Bliesbruck – Sarreguemines, Gv bis 1980), Mai 1991 (Pv Homburg – Reinheim)
Eröffnung des Radwegs: 1. Mai 2000; Verlängerung in Frankreich um weitere 6,7 km bis Sarreguemines: 20. Mai 2006
Route: Lautzkirchen – Blieskastel – Blickweiler – Breitfurt – Bliesdalheim – Herbitzheim – Gersheim – Reinheim – Bliesbruck – bei Sarreguemines (Saargemünd).
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Externe Links: www.freizeitweg.de   Wikipedia: Bliestalbahn
05.10.2008
SL06 Saarbrücken: Verlegung Saarland-Radweg (in Diskussion)
Streckenlänge (einfach): Bahntrassen zusammen ca. 2 km
Oberfläche:
Eröffnung der Bahnstrecke:
Stilllegung der Bahnstrecke:
Eröffnung des Radwegs: in Diskussion
Planungen: Vom ADFC Saarland wurde im Herbst 2006 ein Vorschlag vorgelegt, den Saarland-Radweg im Bereich Saarbrücken auf einer Länge von 11 km auf das rechte Ufer zu verlegen und dabei zwei 1,6 und 0,4 km lange Bahntrassen inkl. der stillgelegten Peugeot-Brücke auszubauen. [Oktober 2006]
29.12.2007
SL07 Bisten – Überherrn
Streckenlänge (einfach): ca. 2 km
Oberfläche:
Eisenbahnstrecke: Überlandstraßenbahn Saarlouis – Creutzwald; 15 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke:
Stilllegung der Bahnstrecke:
Eröffnung des Radwegs:
02.01.2010


Die Tourenbeschreibungen und begleitenden Angaben wurden mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Für ihre Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Das Nachradeln der Touren geschieht auf eigene Gefahr.

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